CuveWaters

CuveWaters

CuveWaters gehört zu den Top 3 des
Forschungspreises „Nachhaltige Entwicklungen“ 2012.

Kurzbeschreibung des Projektes
Seit 2006 realisiert das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung in Kooperation mit der TU Darmstadt im namibischen Cuvelai-Etosha-Becken gemeinsam mit der örtlichen Bevölkerung das internationale Verbundprojekt CuveWaters. Ziel ist es, natürliche Wasserquellen, wie etwa Regenwasser oder salzhaltiges Grundwasser, nutzbar zu machen und maßgeschneiderte Lösungen für eine dezentrale und nachhaltige Wasserver- und entsorgung zu entwickeln. Solarbetriebene Entsalzungsanlagen liefern Trinkwasser, weitere Pilotanlagen sammeln und speichern Regen- und Flutwasser und ermöglichen eine ganzjährige Bewässerung der Nutzgärten. Innovativ ist auch das städtische Abwasser- und Sanitärkonzept mit anschließender Wasserwiederverwendung Hervorzuheben ist der transdisziplinäre Ansatz des Projektes: Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen arbeiten zusammen. Das Praxiswissen der Menschen vor Ort wird zudem von Beginn an in die Projektarbeit einbezogen. Um einen dauerhaften Projekterfolg zu gewährleisten, werden Bewohner an den verschiedenen Standorten für Bau, Wartung und Bedienung der Anlagen sowie für den Bewässerungsgartenbau geschult.

Nominierungs-Begründung der Jury
Die Stärke des Projekts CuveWaters liegt in seiner Anpassungsfähigkeit an die ökologischen und sozialen Bedingungen vor Ort. Durch Flexibilität und Skalierbarkeit gelingt es, die im Projektgebiet zeitweise im Überfluss verfügbare und zeitweise extrem knappe Ressource Wasser nachhaltig zu nutzen. 

Das Konzept hat sich seit 2009 in mittlerweile zehn Pilotanlagen auch deshalb bewährt, weil seine konkrete technische Umsetzung kontinuierlich mit der lokalen Bevölkerung besprochen und angepasst wird. Workshops und Interviews mit Institutionen, Experten und Laien sowie ein begleitendes Monitoring- und Evaluationsprogramm, Wirkungsabschätzungen, Entwicklung und Durchführung von Schulungen und Ausbildung sowie Wissenstransfer an Hochschulen sind weitere Qualitätsmerkmale des Projektes CuveWaters, das auch auf andere Regionen im südlichen Afrika übertragbar ist. CuveWaters fördert Millenniumsziele und Nachhaltigkeit auf lokaler Ebene und stärkt Fähigkeiten und Strukturen vor Ort. Die Jury hat das Projekt deshalb für den Forschungspreis „Nachhaltige Entwicklungen“ nominiert.

Hintergrund
Fast die Hälfte der rund zwei Millionen Menschen in Namibia lebt im Cuvelai-Etosha-Becken, einem Gebiet ungefähr so groß wie Ungarn. Die Region ist geprägt von klimatischen Extremen wie Dürren und Überflutungen. An vielen Stellen ist zudem das Grundwasser so salzhaltig, dass Menschen es nicht trinken können. Verschärft wird die Situation durch ein starkes Bevölkerungswachstum, eine relativ hohe Siedlungsdichte und anhaltende Urbanisierung. Die Mehrheit der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sanitären Anlagen. Weitere Informationen finden sie hier.

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Gut zu wissen

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