TES EnergyFacade

TES EnergyFacade

TES EnergyFacade gehört zu den Top 3 des
Forschungspreises „Nachhaltige Entwicklungen“ 2012.

Kurzbeschreibung des Projektes
Seit 2006 realisiert das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung in Kooperation mit der TU Darmstadt im namibischen Cuvelai-Etosha-TES EnergyFacade ist ein von der Technischen Universität München entwickeltes Holzbausystem zur energetischen Modernisierung und Dämmung von Altbauten. Die großformatigen Holztafelbauelemente werden nach Vermessung der Altbau-Fassade in Werkhallen vorgefertigt und an die Außenwände der Gebäude montiert. Die Energiefassade integriert Fenster, Haustechnik und ggf. Solarmodule.

Nominierungs-Begründung der Jury
Die Vorteile der TES EnergyFacade liegen auf der Hand: Weil die Elemente weitgehend vorgefertigt angeliefert werden, können bei der Montage vor Ort Zeit und Kosten gespart werden. Die Holzrahmenbauweise ist wesentlich leichter als vergleichbare Konstruktionen aus Ziegel oder Beton. So muss weniger Energie für Herstellung und Transport aufgewendet werden. Kurze regionale Wege und die überwiegende Verwendung nachhaltiger Roh- und Baustoffe sparen zusätzlich Energie und Ressourcen. Die Belastung der Bewohnerinnen und Bewohner während der Sanierung ist gering. TES EnergyFacade ist vor allem für Häuser aus den 1950ern bis 1980ern eine zweite Chance: Die umfassende Modernisierung bietet nicht nur langfristig werterhaltende Maßnahmen für einzelne Gebäude, sondern auch die Aufwertung von Stadtquartieren und damit die langfristige Steigerung der Lebensqualität urbaner Räume.

Das System hat bei Pilotprojekten in Deutschland und Skandinavien bereits seine Praxistauglichkeit bewiesen und für die Holzbaubranche einen neuen Absatzmarkt bei der Gebäudemodernisierung erschlossen. Vorbildlich ist auch die Kommunikation des Projektes: Branchenakteure werden regelmäßig über Fachpublikationen und Vorträge informiert. Eine Informationsplattform wird derzeit aufgebaut. Das Projekt TES EnergyFacade adressiert mit der energetischen Sanierung von Bestandsbauten eine wichtige Aufgabe des Bausektors. Die Jury honoriert dies mit einer Nominierung für den Forschungspreis „Nachhaltige Entwicklungen“

Hintergrund
Jedes zweite Haus in Deutschland ist zwischen 30 und 50 Jahre alt. Viele dieser Gebäude sind technisch und energetisch unzulänglich, verursachen hohe Betriebskosten und entsprechen nicht mehr den modernen Nutzerbedürfnissen. Sie müssen nachhaltig saniert werden, damit sie künftig ressourcenschonend betrieben werden können und die deutschen Klimaschutzziele hinsichtlich CO2-Emissionen und Energieeffizienz erfüllen. Das betrifft insbesondere die Fassadendämmung, die den Wärmeverlust reduziert und dadurch Heizenergie spart. Weitere Informationen finden sie hier.

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Gut zu wissen

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Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden zeichnet Kommunen aus, die eine umfassende nachhaltige Stadtentwicklung betreiben und bereits erfolgreich Projekte realisiert haben, wie Maßnahmen zu Klimaschutz, Energieeffizienz oder Bildungsprojekte. 

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Der DGNB Preis „Nachhaltiges Bauen“ ist Deutschlands wichtigster Architekturpreis der Nachhaltigkeit. Die Auszeichnung prämiert Gebäude, die eine nachhaltige Bauweise, innovative Lösungsansätze und eine herausragende gestalterische Qualität verbinden.