Ressourcenschonendes Leichtbauverfahrenh
für Betondecken

Ressourcenschonendes Leichtbauverfahren
für Betondecken

Ressourcenschonendes Leichtbauverfahren für Betondecken gehört zu den Top 3 des
Forschungspreises „Nachhaltige Entwicklungen“ 2013.

Kurzbeschreibung des Projektes
Unter Federführung der TU Kaiserslautern haben Partner aus Forschung und Wirtschaft ein ressourcenschonendes Leichtbauverfahren für Betondecken entwickelt. Die Innovation: Hohlkörper aus flexibel kombinierbaren Halbschalen werden in den Deckenkern integriert und ersetzen dort den bisher üblichen massiven Stahlbeton. Verschiedene Varianten ermöglichen sieben unterschiedliche Hohlkörperhöhen und damit den Einsatz in Decken ganz unterschiedlicher Stärke. Diese Innovation erweitert den Einsatz von Leichtbaudecken auf 80% aller Anwendungen. Dabei bestehen die Hohlkörper zu 100% aus Recyclingmaterial und können beim Abriss oder Rückbau problemlos getrennt werden. Die ersten Einsätze beim Düsseldorfer Vodafone Campus, dem Würzburger Novum Dienstleistungszentrum oder der Park Royal Upper Pickering Street in Singapur belegen die Praxistauglichkeit und eröffnen Chancen für Ressourcenschonung in erheblichem Umfang. Alleine in Deutschland ließen sich jedes Jahr mit der neuen Leichtbauweise 150.000 Tonnen Stahl und 7 Mio. Tonnen Beton einsparen – das entspricht etwa 400.000 Betonmisch-LKW.

Nominierungs-Begründung der Jury Durch konsequenten Einsatz der Technologie sind deutliche Ressourceneinsparungen möglich. So können bis zu 15% der CO2-Emissionen und bis zu 22% des Primärenergiebedarfs beim Bau von Betondecken reduziert werden. Die Technologie ist so konzipiert, dass das äußere Erscheinungsbild unverändert bleibt und übliche Prozesse und Verfahren der Baubranche nicht verändert werden müssen.

Das erhöht die Akzeptanz in der traditionell handelnden Branche. Die Umsetzung dieses Kooperationsprojektes auf dem Markt wurde gewährleistet durch die Einbindung eines Wirtschaftspartners von Beginn an. Das Projekt macht ein bisheriges Nischenprodukt massenmarktfähig und ermöglicht die breite Anwendung einer zukunftsweisenden Technologie im schwierigen Bedürfnisfeld „Bauen“. Die Jury würdigt dies mit einer Nominierung für den Forschungspreis „Nachhaltige Entwicklungen“.

Hintergrund
Der überwiegende Teil der Geschossdecken in Deutschland besteht aus massivem Stahlbeton, einem Verbundwerkstoff aus den Komponenten Beton und Bewehrungsstahl. Stahlbeton ist ein moderner, hoch leistungsfähiger und äußerst flexibler Baustoff. Nachteile sind hohes Gewicht und hoher Materialeinsatz sowie die energieintensive Herstellung. Eine sinnvolle Abhilfe schafft die Integration von Hohlkörpern im mechanisch schwach beanspruchten Kern bei so genannten Leichtbaudecken. Bisherige Leichtbaudecken konnten allerdings aufgrund der nötigen Stärken (35 – 60 cm) nur für 20% der Anwendungen im Bau eingesetzt werden. Weitere Informationen finden sie hier.

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