C³ –
Carbon Concrete Composite

C³ – Carbon Concrete Composite

C³ – Carbon Concrete Composite ist Sieger des
Deutschen Nachhaltigkeitspreises Forschung 2015.

Kurzbeschreibung des Projektes
Das interdisziplinäre Projekt C³ – Carbon Concrete Composite entwickelt mit 130 Partnern aus Forschung, Unternehmen und Verbänden einen neuen Materialverbund aus Carbonfasern und Hochleistungsbeton. C³ spart nicht nur bis zu 50% Material ein, sondern ist außerdem auch langlebiger und vielseitig einsetzbar. Das heißt, das neue Material reduziert Ressourcen, Energie und Kosten und zudem die Treibhausgasproduktion sehr stark und besitzt außerdem eine höhere Tragfähigkeit und eine geringere Korrosionsanfälligkeit als Stahlbeton. Und es wird innovativ weitergedacht: Bereits jetzt zeigen laufende Forschungsprojekte, dass die elektrische und thermische Leitfähigkeit von Carbon vielseitig eingesetzt werden kann, z.B. wird das direkte Beheizen der Wände oder der direkte Einbau von Sensorik in die Wand möglich. Ressourcenschonung verspricht auch die Möglichkeit, Carbonfasern aus Lignin zu gewinnen, einem nachwachsenden Rohstoff aus Holz. Ein weiterer großer Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Thema Brückensanierung.

Die Einbindung aller relevanten Akteure (u.a. aus Chemie- und Textilindustrie, Carbonfaserhersteller und Maschinenbau sowie Bauunternehmungen und Einrichtungen aus Wissenschaft und Forschung) während der gesamten Produktentwicklung erlaubt die Erzeugung eines innovativen Produktes, das den Bedürfnissen des Marktes absolut gerecht wird und großes Potential zur Markteinführung besitzt. Das Konsortium strebt an, in 10 Jahren mit C³ 20% der Betonnachfrage zu decken.

Prämierungs-Begründung der Jury
Die Erforschung und Etablierung des neuen Baustoffes C³ und die Entwicklung einer neuen Bauweise bietet einen vielversprechenden Ansatz, um einen Paradigmenwechsel im Bauwesen und somit der Stadtentwicklung einzuläuten. Das Projekt C³-Carbon Concrete Composite leistet einen wichtigen Beitrag, um einen einschneidenden Innovationsschub hervorzurufen und zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung beizutragen.

Hintergrund
Das Bauwesen verbraucht etwa die Hälfte aller Ressourcen weltweit, 40% des Gesamtenergieverbrauchs auf der Welt werden für die Nutzung von Bauwerken benötigt. Das dabei am häufigsten verwendete Material ist Stahlbeton, bei dem sich neben sehr hohem Ressourcenverbrauch und CO2-Ausstoß bei der Herstellung auch die begrenzte Lebensdauer negativ auf Umwelt und Wirtschaft auswirkt. Durch den Ersatz von Stahlbeton durch einen nachhaltigeren, langlebigen Baustoff, ergibt sich ein enormes Einsparpotential hinsichtlich Energie und Ressourcen. Weitere Informationen finden sie hier.

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Gut zu wissen

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