Stadt Pfaffenhofen
an der Ilm

Stadt Pfaffenhofen an der Ilm

Top 3 „Deutschlands nachhaltigste Kleinstädte und Gemeinden 2012“

Die bayerische Kleinstadt Pfaffenhofen a. d. Ilm liegt mit ihren 24.000 Einwohnern im Dreieck Ingolstadt, Augsburg, München. Pfaffenhofen ist eine wachsende Stadt und das in Zukunft erwartete Bevölkerungswachstum von 0,5 Prozent jährlich stellt die Stadt vor vielfältige Herausforderungen u. a. in den Bereichen Flächen- und Ressourcenmanagement, Infrastrukturentwicklung und Stabilisierung der Finanzlage.

Dem entgegen setzt die Stadt unter dem Motto „Guter Boden für große Vorhaben“ ein eindrucksvolles, breit angelegtes Maßnahmenspektrum einer nachhaltigen Stadtentwicklung, wovon eine Vielzahl bereits abgearbeitet ist. Heute bestimmt ein umfangreiches Stadtentwicklungskonzept die Leitlinien der Stadtentwicklung, das themenbezogen und unter Miteinbeziehung der Bürger Pfaffenhofens entwickelt wurde.

Pfaffenhofen sieht sich als ein Zentrum für Grüne Technologien und schonende Verfahren. Mit seinem vorbildlichen Biomasse-Heizkraftwerk, hat die Stadt nach Angaben des Umweltbundesamtes bereits 2001 als erste deutsche Kommune das Klimaschutzziel aus dem Kyoto- Protokoll erreicht. Die Stadt zeichnet sich durch eine lange Bio-Tradition aus und setzte frühzeitig auf die Veredelung, Verarbeitung und Vermarktung regionaler Lebensmittel. Mitgeprägt hat diese Entwicklung das Unternehmen Hipp, das hier seinen Sitz hat. Großer Wert wird in Pfaffenhofen auf die Bürgerbeteiligung gelegt. Dafür steht der intensive Bürgerdialog über das seit 2008 durchgeführte Aktionsprogramm „PAF und DU“ sowie das Jugendparlament, das bereits in siebter Folge seit 1998 tätig ist und den Dachverband der bayerischen Jugendparlamente mit aufgebaut hat. Transparenz über die Stadtpolitik erhalten die Bürger und Bürgerinnen u. a. über einen Livestream der öffentlichen Sitzungen des Stadtrates im Internet. Akzente setzt die Stadt auch in generationenübergreifenden Bildungs- und Integrationsmaßnahmen. Ziel dabei ist es, langfristig alle gesellschaftlichen Gruppen in das Stadtleben zu integrieren und den Gedanken der Nachhaltigkeit über die Generationen hinweg zu leben. 2011 erhielt Pfaffenhofen vom Umweltministerium Bayern das Gütesiegel „Nachhaltige Bürgerkommune Bayern“.

Pfaffenhofen überzeugte die Jury insbesondere im Themenfeld „Lebensqualität und Stadtstruktur“. Die bayerische Kleinstadt gilt als Modell für menschen- und unternehmensgerechte sowie naturnahe Stadtplanung. Ein zentrales Beispiel hierfür ist das sich in der Bauphase befindliche herausragende siedlungspolitische Projekt ecoQUARTIER. Hier erfolgt das Prinzip „Stadt der kurzen Wege“ sowie eine integrierte Verknüpfung u. a. von nachhaltigem Wohngebiet, Kompetenzzentrum ökologisch orientierter Unternehmen und landwirtschaftlichem Betrieb. Die Strom- und Wärmeerzeugung wird für alle Wohn- und Arbeitsbereiche vollständig aus regenerativen Energien erfolgen; die Baumaterialen sind zu 100 Prozent wohngiftfrei und ökologisch. Um eine Beteiligung der Bewohner zu gewährleisten, wird ein Quartiersbeirat eingesetzt, der aus Bewohnern, Stadtverwaltung und Wissenschaftlern zusammengesetzt ist. Außerdem werden Bildungs- und Betreuungseinheiten integriert.

Die Jury würdigt die umfangreichen und innovativen Maßnahmen der Stadt Pfaffenhofen mit einer Nominierung in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste Kleinstädte und Gemeinden 2012“. Zudem lobt sie das Projekt ecoQUARTIER als innovatives Modell für eine nachhaltige Stadtteilplanung und hat Pfaffenhofen unter die Top 3 in der Kategorie „Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2012 (Lebensqualität & Stadtstruktur)“ gewählt.

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