Procter & Gamble Gruppe Deutschland

Procter & Gamble Gruppe Deutschland

Die Procter & Gamble Gruppe Deutschland ist Sieger des
Sonderpreises „Ressourceneffizienz“ 2016.

Procter & Gamble ist der führende Markenartikelhersteller für den täglichen Körperpflege- und Reinigungsbedarf mit Marken wie Ariel, Gillette, Head&Shoulders und Pampers. Die insgesamt 105.000 Mitarbeiter erzielen 65,3 Mrd. $ Umsatz. Allein in Deutschland gibt es 10 Produktionsstandorte.

Procter & Gamble agiert als Konsumgüterhersteller in einer Branche, die über die Wertschöpfungskette betrachtet sehr ressourcenintensiv ist. P&G ist mit seiner Größe, dem breiten Produktportfolio und der weltweiten Geschäftstätigkeit ein Fokalunternehmen der Branche mit entsprechend großem Hebel und Verantwortung für Ressourcenschonung. Ressourceneffizienz ist daher ein Eckpfeiler in der Nachhaltigkeitsstrategie von P&G, der mit zahlreichen Maßnahmen über alle Wertschöpfungsstufen unterlegt ist. In den Unterstützungsfunktionen liegt der Effizienzfokus auf Energie, Papier und Wasser: Im Einkauf stellt P&G in Partnerschaften mit den Lieferanten zunehmend auf erneuerbare Rohstoffe um, d.h. nachhaltige, biobasierte Rohstoffe oder Recyclingmaterial. Beispielsweise konnte gemeinsam mit DuPont 2015 die Umstellung auf Ethanol aus nachhaltigen Agrarabfällen für über 7.000 t initiiert werden. P&G engagiert sich für nachhaltige Agrarrohstoffe und hat sich insbesondere die Umstellung auf 100% kontrolliert nachhaltiges Palmöl und dessen Rückverfolgbarkeit bis zu den Plantagen bis 2020 zum Ziel gesetzt. Bei Sekundärrohstoffen konnten in 2015 bereits 29.200 Tonnen Post-Consumer-Rezyklat in Produktverpackungen verarbeitet werden. Der Rezyklatanteil wird in 230 Mio. Ariel- und Lenorflaschen in Europa um weitere 3.800 t auf 25-50% erhöht. Im Kernbetrieb läuft die Umstellung auf eine ressourceneffiziente, nachhaltige Produktion mit den Eckpfeilern Wassereffizienz, Energieeffizienz und erneuerbare Energien.

Seit 2010 konnte der Wasserverbrauch in allen Werken weltweit um 21% pro Produktionseinheit gesenkt werden. Im Energiebereich wurden diverse Investitionen getätigt: Das Werk Crailsheim wird ab Ende 2016 mit 3 MW Kraftwärmekoppelung und einem hocheffizienten Wirkungsgrad von 90% mit Strom, Wärme und Kälte versorgt. P&G wird in großem Umfang erneuerbare Energien nutzen: Am Standort Texas wird ein Windpark errichtet, der ab 2017 den Strombedarf sämtlicher Wasch- und Reinigungsmittelwerke in den USA und Kanada zu 100% abdeckt. In der Nutzung der Produkte haben die Waschmittel einen großen Hebel auf den Energieverbrauch bei den Nutzern. Das neue Produkt Ariel 3in1 ist ein Flüssigwaschmitteltab, der mit 28,2 ml Dosierung im Vergleich zu derzeit 65ml den erforderlichen Waschmitteleinsatz erheblich reduziert. Ariel 3in1 enthält 10 Mal weniger Wasser als kompakte Flüssigwaschmittel. Dies bedeutet Materialeinsparungen und z.B. 13% weniger LKW-Transporte.

Procter & Gamble hat seinen großen Ressourceneffizienzhebel als Fokalunternehmen seiner Branche erkannt und adressiert die sich ihm bietenden Hebel Schritt für Schritt. Dabei schafft P&G auch beispielgebende Leuchttürme wie z.B. eine Produktionsstromversorgung in US-Standorten zu 100% aus erneuerbaren Energien und scheut dabei nicht vor größeren Investitionen zurück. Procter & Gamble wird von der Jury bestärkt, Maßnahmen konsequent auszuweiten, z.B. in der Umstellung auf 100% erneuerbare Energien für das Unternehmen insgesamt. Die Jury würdigt die Procter & Gamble Gruppe Deutschland für ihren ganzheitlichen Ressourceneffizienzansatz mit einer Prämierung mit dem Sonderpreis „Ressourceneffizienz“ 2016.

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