Die nominierten Unternehmen des Jahres 2016 erbringen Spitzenleistungen bei der Bewältigung ökologischer und sozialer Herausforderungen der Zukunft. Sie sind wichtige Impulsgeber auf dem Weg zu einer Green Economy.

Deutschlands nachhaltigste Großunternehmen 2016

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Evonik Industries AG

Evonik Industries ist ein weltweit führendes Unternehmen der Spezialchemie. Durch die Entwicklung neuer Produkte und Geschäftsmodelle will der Essener Konzern einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten. Nachhaltigkeit ist in den Handlungsfeldern Umwelt, Sicherheit, Gesundheit und Mitarbeiter fest verankert. So wird beispielsweise mit Öladditiven der Kraftstoffverbrauch von Hydraulikmaschinen signifikant reduziert. Gut die Hälfte seines Umsatzes erwirtschaftet Evonik mit Produkten, die Ressourceneffizienz unterstützen.

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Grohe AG

Grohe produziert und vertreibt Sanitärtechnik und stellt den Herausforderungen der Branche eine Vielzahl cleverer Produkte entgegen. Produkte, die zum Beispiel den Wasserverbrauch halbieren — und das ohne Einschränkung für den Verbraucher. Dieser kann auch mit Hilfe der „Grohe Blue®“ Technologie sauberes, wohlschmeckendes Trinkwasser direkt aus dem Wasserhahn beziehen und so komplett auf Mineralwässer verzichten. Die Armaturen überzeugen durch Langlebigkeit und – sollte man sie doch einmal entsorgen – mit einem sehr hohen Recyclinganteil.

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Procter & Gamble GmbH

Procter & Gamble ist der zweitgrößte Konsumgüterhersteller der Welt. Etwa vier Milliarden Mal am Tag kommen Verbraucher auf der ganzen Welt laut eigener Aussage mit P&G-Produkten in Berührung. Konsequenterweise ziehen sich die Aspekte der Nachhaltigkeit wie ein roter Faden durch die Unternehmensgeschichte – Sustainability als Leitlinie quer über alle Stufen der gesamten Wertschöpfungskette. Deutschland ist der zweitgrößte Innovationsstandort von P&G nach den USA. Nicht zuletzt wegen der hohen Investitionen in Forschung & Entwicklung konnte der ökologische Fußabdruck in den letzten zehn Jahren mehr als halbiert werden.

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Symrise AG

Der Anbieter von Duft- und Geschmackstoffen hat erkannt, welch gefährliche Auswirkungen Klimawandel, Umweltverschmutzung und unkontrollierte Ressourcennutzung auf die Rohstoffversorgung haben. Konsequenterweise richtet Symrise sein Nachhaltigkeitsbestreben kontinuierlich auf die Verfügbarkeit biobasierter Rohstoffe aus und minimiert seinen ökologischen Fußabdruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette. So sollen bis 2020 sämtliche Schlüsselrohstoffe aus nachhaltigen Quellen beschafft werden und gleichzeitig alle Lieferanten auditiert sein.

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Tchibo GmbH

„Eine 100 % nachhaltige Geschäftstätigkeit“ – Nachhaltigkeit als Bestandteil der DNA. Das Hamburger Familienunternehmen Tchibo befindet sich auf gutem Weg, dieses Ziel zu erreichen. Etwa die Hälfte des Kaffees kommt heute aus Plantagen, die die hohen ökologischen, sozialen und ökonomischen Anforderungen erfüllen – bis 2020 sind 100 % anvisiert. Hohe Produktqualität, eine sozial- und umweltverträgliche Produktion – Stichwörter „Bio-Baumwolle“, „FSC®-Holz“ – und intelligente Logistikprozesse bilden die Eckpfeiler über das gesamte Sortiment des Geschäftsbereichs Gebrauchsartikel.


Deutschlands nachhaltigste mittelgroße Unternehmen 2016

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Alnatura Produktions- und Handels GmbH

Alnatura ist das Vorzeigeunternehmen der Bio-Lebensmittelbranche. Das hessische Unternehmen vertreibt Lebensmittel und Textilien aus ökologischer Landwirtschaft bzw. zertifizierter Fasererzeugung. Nachhaltigkeit in allen Stufen der Wertschöpfung: Ökostrom in den Alnatura-Filialen, Tierwohl-Konzept für Legehennen, Initiative für den Umstieg auf Bio-Landbau. Soziale Nachhaltigkeit beweist der Bio-Pionier durch Mitarbeitervielfalt, flexible Arbeitszeitmodelle und eine hohe Ausbildungsquote.

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elobau GmbH & Co. KG

Das familiengeführte Unternehmen stellt seit 1972 Sensoren und Bediensysteme her und zählt zu den international führenden Anbietern von berührungsloser Sensortechnik. Die Produkte zeichnen sich durch niedrigen Energieverbrauch und Langlebigkeit aus und werden klimaneutral produziert. Bei elobau ist das Umwelt- und Energiemanagement integrierter Bestandteil des zertifizierten Managementsystems. Die Lieferanten werden regelmäßigen Audits nach ökosozialen Kriterien unterzogen. Gesellschaftliches Engagement gehört ebenfalls zum Nachhaltigkeitsverständnis.

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FUCHS PETROLUB SE

Bei dem Hersteller von Schmierstoffen stehen ökonomisches, ökologisches und soziales Handeln in Einklang. Der Familienbetrieb zeichnet sich durch eine überdurchschnittliche Innovationsgeschwindigkeit aus, mit Auswirkungen auch auf die nachhaltigen Produkteigenschaften der Schmierstoffe, z.B. die PLANTO-Serie mit einem hohen Anteil nachwachsender Rohstoffe. Das Nachhaltigkeitsmanagement findet sich in allen Stufen der Wertschöpfungskette: Neuartige Mischtanks mit konischem Ablauf erlauben eine bessere Reinigung und nulI Abfall, Rückführung und Wiederverwendung von Kühlwasser und auch die Schmierstoffe selbst werden nach Ende der Nutzung wiederverwertet.

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Interface Europe

Bereits seit 1994 ist mit Mission Zero® der Nachhaltigkeitsgedanke in die unternehmerischen Managementansätze des Bodenbelagherstellers eingebettet und fester Bestandteil der betrieblichen Wertschöpfung. Bis 2020 soll das Versprechen, alle negativen Auswirkungen auf die Umwelt durch das Unternehmen zu vermeiden, erfüllt sein. Die Interface-Produkte haben den niedrigsten CO₂-Fußabdruck der Branche. In den letzten 20 Jahren konnten die Treibhausgasemissionen, der Wasserverbrauch und der Deponiemüll um quasi 100 % gesenkt werden. Parallel dazu wurde der Anteil erneuerbarer Energien um 95 % gesteigert. Die Hälfte aller zum Einsatz kommender Rohstoffe ist recycelt oder biobasiert.

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Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau eG

Die Genossenschaft produziert Milch und Milchprodukte höchster Qualität und fördert den Erhalt der Kulturlandschaft und bäuerliche Traditionen. „Investieren in eine nachhaltige Zukunft“ lautet ein zentrales Motto der Molkerei Berchtesgadener Land. Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil der Unternehmensstrategie. Milch als austauschbares Niedrigpreisprodukt einerseits und gesteigerte Kundensensibilität in punkto Fairness, Herkunft und Tierwohl anderseits – diesem augenscheinlichen Widerspruch entgegnet die Molkerei mit deutlich über dem Marktniveau liegenden Einkaufspreisen, dem stetigen Ausbau des Bio-Sortiments und zahlreichen anderen nachhaltig wirkenden Maßnahmen entlang der Wertschöpfungskette.


Deutschlands nachhaltigste KMU 2016

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BeoPlast Besgen GmbH

Der Hersteller von Kunststoffkomponenten und –bauteilen für die Automobilindustrie hat sich der Nachhaltigkeit verschrieben und in Sachen Energiesparen und Emissionsschutz tiefgreifend umstrukturiert. „Ökologisch sinnvolle Maßnahmen sind auch bedeutend für die Ökonomie des Unternehmens“ – für die Unternehmensleitung ist das Thema Nachhaltigkeit ein starker Wachstumstreiber. Das Unternehmen arbeitet klimaneutral und setzt komplett auf E-Mobilität. In der Produktion werden erdölbasierte durch biobasierte Rohstoffe ersetzt. Ziel ist es, ausschließlich zertifizierte Lieferanten als Geschäftspartner zu akzeptieren.

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FOND OF BAGS

Das Kölner Unternehmen entwickelt und vertreibt hochwertige und funktionale Taschen und Bags von „Baby“ bis „Business“, darunter den beliebten Schultornister „ergobag“. Nachhaltigkeit ist von Beginn an fest im Unternehmen verankert. Seit der Gründung werden Stoffe verwendet, die aus bis zu 100 % upgecycelten PET-Flaschen bestehen, wodurch bereits 972 Tausend Badewannen Wasser und 502 Heißluftballs CO₂ eingespart werden konnten. Ebenfalls im Fokus: gute Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten, die mittels Auditierung auf Basis des Code of Conducts und Überprüfung bei vor-Ort-Besuchen sichergestellt und transparent kommuniziert werden. Bevorzugter Transportweg ist die Seefracht, der Versand erfolgt klimaneutral.

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Life Food GmbH / Taifun-Tofuprodukte

Life Food setzt sich seit 30 Jahren für gesunde und nachhaltig produzierte Lebensmittel ein. Die auf Tofu-Basis produzierten und unter dem Namen „Taifun“ bekannten Lebensmittel sind cholesterinfrei und haben Bio-Qualität. Durch forcierten Sojaanbau in Europa werden kritische Agrarimporte (Dürren oder Urwaldrodung) vermieden. Die Nachhaltigkeit im Geschäftsmodell von Life Food überzeugt besonders deutlich beim Produktionsvergleich zwischen Rindfleisch und Tofu mit nahezu 100 % niedrigen Werten bei den Treibhausgasemissionen, Wasserverbrauch und Ackerfläche.

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Mobisol GmbH

Der als Start-up gegründete Energieversorger ist in Ostafrika tätig und bietet dort mit Solaranlagen saubere und günstige Lösungen für Haushalte und Kleinstunternehmen ohne Anbindung an das Stromnetz. Damit trägt das junge Unternehmen wesentlich dazu bei, dass sich die örtlich konventionelle Energieversorgung auf Basis von z.B. Kohle nicht weiter ausbreitet. Auch Petroleumlampen und Generatoren kommen deutlich weniger zum Einsatz. Mit der Vernetzung von Anlagen soll die Stromversorgung an Schulen oder Krankenstationen sichergestellt werden.

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sonnen GmbH

Das Unternehmen ist Marktführer für intelligente Lithium-Speichersysteme in Deutschland. Diese Schlüsseltechnologie ermöglicht es, dass die zyklisch vorhandene Energie aus Sonne und Wind gespeichert werden kann und damit stabil und 24/7 vorhanden ist. Zusammen mit einer Photovoltaikanlage und einer Sonnenbatterie kann ein Haushalt den größten Teil seines Strombedarfs selbst abdecken. Eine lange Lebensdauer kennzeichnet die Produkte, deren Einsatz die herkömmlichen Stromkosten um bis zu 80 % senken. Mit Hilfe intelligenter Thermostate können auch die Heizkosten um ein Viertel reduziert werden.


Deutschlands nachhaltigste Marken 2016

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Andechser Molkerei Scheitz GmbH (ANDECHSER NATUR)

ANDECHSER NATUR ist eine authentische und seit 30 Jahren fokussierte Biomarke der Molkerei. Die Markenstärke ist sehr hoch und über Jahre stabil. Slogan: Natürliches natürlich belassen. Ein Markenhandbuch mit Hinweisen für die Mitarbeiter unterstützt eine homogene Kommunikation. Eine Kuhpatenschaft macht die Rückverfolgbarkeit für den Konsumenten „erlebbar“. Alle Produkte tragen den Namen „Bio“ und werden nach Bioland-Standards produziert. Die Markenbekanntheit ist mit über 80 % sehr hoch, ebenso stark die Reputation und das Vertrauen der Kunden.

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FOND OF BAGS (ergobag)

ergobag besticht seit Gründung 2010 mit dem Markenkern Ergonomie, Individualität und Nachhaltigkeit. Bei allen Kooperationen wird explizit der jeweilige Markenfit zu Nachhaltigkeit überprüft. Kooperationen mit nicht passenden Unternehmen werden kategorisch abgelehnt. Eine hohe Produktqualität gewährleistet geringe Reparaturquoten und überwiegend positive Beurteilung auf einschlägigen Einkaufsportalen und in den sozialen Medien. Nachhaltigkeit ist immer Teil der Kommunikation. Im Markt hat ergobag eine hohe Sichtbarkeit. Der Markenerfolg zeigt sich letztlich auch durch verstärkte Nachahmung durch Wettbewerber.

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Laverana GmbH & Co. KG (lavera)

Lavera gilt als Pioniermarke im Bereich der Naturkosmetik in Deutschland. Im Rahmen der Markenführung wird ein umfassender Nachhaltigkeitsansatz verfolgt. Verschiedene Produkttests und Kundenbewertungsportale bescheinigen eine sehr hohe Produktqualität. Dem Unternehmen ist es gelungen, die Marke intensiv mit der Mode- und Lifestylewelt zu verknüpfen – ein Grund für das starke Wachstum auch jenseits der klassischen Distribution für Naturkosmetik . Eine Nischenmarke mit starken Ambitionen.

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NATURSTROM AG

Die Nachhaltigkeit ist seit Gründung der glaubwürdige und zentrale Markenkern der soliden und stabilen Ökostrommarke. Selbst die Kunden setzen nicht selten die Marke in der eigenen Kommunikation ein. In der Kommunikation berichtet das Unternehmen in Form von Statistiken, Newslettern und Inhouse-Veranstaltungen regelmäßig von Meilensteinen und Nachhaltigkeitsthemen. Der Stromtarif wird mit „sehr gut“ bewertet. Innovative Angebote wie Quartiersmanagement und Ladekarten für E-Autos wecken Aufmerksamkeit und Interesse und schaffen Kundenbindung.

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Weleda AG

Weleda – das bedeutet anthroposophischer Markenansatz seit bald 100 Jahren. „Im Einklang mit Mensch und Natur.“ Bei der ausgewogenen und starken Nachhaltigkeitsmarke stehen Ökologie und Ethik stets im Mittelpunkt. Das Unternehmen weist eine hohe Wertschöpfungstiefe auf und erzielt dadurch eine optimale Kontrolle über die Wertschöpfungskette. Die Markenbekanntheit ist mit 97% bei Naturkosmetik einzigartig. Zahlreiche Auszeichnungen und eine hohe Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt sind starke Indizien für die ausgeprägte Reputation und das Vertrauen bei den Stakeholdern.


Sonderpreis „Ressourceneffizienz“ 2016

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Fliegl Fahrzeugbau GmbH

Im Fokus ist und bleibt ganz klar die Nachhaltigkeit. Die Anhänger und Aufleger des Fahrzeugbauers sind auf Wirtschaftlichkeit, Leichtbau und Nutzlastmaximierung ausgelegt, aber auch auf Stabilität und Langlebigkeit, Flexibilität und Zuverlässigkeit über Jahre. Nachhaltigkeit findet sich in allen Stufen der Wertschöpfung: Das eigene Biobrennstoff-Heizkraftwerk reduziert den Ölverbrauch um die Hälfte. Obligatorisch die mehrmalige Benutzung von Wasser und die Warmwasseraufbereitung durch Solaranlagen. In der Produktion besticht die Kreislaufnutzung – so wird Verpackungsholz als Brennmaterial genutzt, Bremsleitungsreste werden zu Granulat verarbeitet, das wiederum recycelt wird.

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Procter & Gamble GmbH

Der Hersteller von Markenartikeln für den täglichen Bedarf beweist vorbildliche Ressourceneffizienz. Nachhaltigkeit ist Kernbereich des wirtschaftlichen Handelns und in Planung, Forschung und Produktion verankert. So konnten mit unterschiedlichsten Maßnahmen die Treibhausgasemissionen seit 2010 trotz Wachstums um 5 % reduziert werden. Gleichzeitig wurde der Wasserverbrauch pro Produktionseinheit um 21 % gesenkt. Der Anlagenbetrieb wird sukzessive auf regenerative Energien umgestellt. Zur Erreichung der hohen Nachhaltigkeitsziele unterhält P&G zahlreiche Partnerschaften mit Industriepartnern und auch Wettbewerbern.

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Voigt & Schweitzer GmbH & Co. KG

Die Unternehmensgruppe ist Spezialist für nachhaltige Oberflächenveredlung von Stahl. Für Stahl gibt es zu Feuerverzinken, das neben einer höheren Haltbarkeit zu einer deutlich günstigeren Klimabilanz führt, keine nachhaltige Alternative. Mit duroZINQ®geht Voigt & Schweitzer noch einen Schritt weiter und bietet das weltweit erste Cradle-to-Cradle-zertifizierte Korrosionsschutzsystem an. Ressourceneffizienz findet sich in allen Wertschöpfungsstufen: Der Strombedarf wird weitestgehend aus regenerativen Energien gedeckt. Im Einkauf gilt die Maxime „Lieferung mit gleichzeitiger Abholung“ und in der Produktion greift ein ganzheitliches Recyclingkonzept.


Die Nominierten des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Forschung 2016

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DAPhNE – Mikrowellen im industriellen Maßstab

Im europäischen Verbundprojekt DAPhNE (Development of adaptive ProductioN systems for Eco-efficient firing Processes) wurden völlig neue Verfahren entwickelt, Mikrowellentechnologie im industriellen Maßstab einsetzen zu können und so „Energiefresser“ in der Glas-, Keramik- und Zementindustrie abzulösen. So kann mehr als die Hälfte an Energie im Vergleich zu konventionellen Anlagen und in Kombination mit regenerativen Energien zusätzlich COeingespart werden. Weitgehende Autonomie der Steuerung und Echtzeitkommunikation machen das Projektkonzept zudem für die Industrie 4.0 passfähig.

 

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Hochleistungsprozess für thermoelektrische Energiewandler

Jedes bisschen Energie ist wertvoll. Daher gilt es, kein Potential ungenutzt zu lassen – zum Beispiel durch die Umwandlung von überschüssiger Abwärme in Strom. Dazu nötig sind Thermoelektrische Generatoren (TEG) deren Herstellung bisher sehr aufwändig per Hand erfolgt und daher mit hohen Kosten verbunden ist. Das Forschungsteam von Evonik Creavis hat ein Verfahren entwickelt, bei dem die Einzelkomponenten der TEGs vollautomatisiert in einem einzigen Schritt produziert werden. Das Ergebnis sind höhere Stabilität, geringere Materialverluste und eine Reduzierung der bisherigen Herstellungskosten um deutlich mehr als 50%. Dadurch wird ein breiter Einsatz wirtschaftlich.

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Klimaneutraler Campus Leuphana Universität Lüneburg

Ein nachhaltiges Energiekonzept, das nicht nur die Universität selbst, sondern auch das angrenzende Wohngebiet vollständig mit Strom und Wärme aus erneuerbaren Energieträgern versor­gt – das ist das Ziel des Projekts „Klimaneutraler Campus Leuphana Universität Lüneburg“. Eine Besonderheit des Ansatzes ist die erfolgreiche Speicherung von Wärme aus dem Sommer für den Winter mittels eines untertägigen Aquifers, die „Königsdisziplin“ der Wärmespeicherung. Das Projekt wird zudem systematisch in die Lehre der Hochschule eingebunden.