Die Träger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises übernehmen Verantwortung. Sie leisten national oder international entscheidende Beiträge zu einer nachhaltigen Entwicklung – in Wirtschaft, Verwaltung und Forschung oder durch ehrenamtliches Engagement.

Die Preisträger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Forschung 2016

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Hochleistungsprozess für thermoelektrische Energiewandler (Sieger)

Jedes bisschen Energie ist wertvoll. Daher gilt es, kein Potential ungenutzt zu lassen – zum Beispiel durch die Umwandlung von überschüssiger Abwärme in Strom. Dazu nötig sind Thermoelektrische Generatoren (TEG) deren Herstellung bisher sehr aufwändig per Hand erfolgt und daher mit hohen Kosten verbunden ist. Das Forschungsteam von Evonik Creavis hat ein Verfahren entwickelt, bei dem die Einzelkomponenten der TEGs vollautomatisiert in einem einzigen Schritt produziert werden. Das Ergebnis sind höhere Stabilität, geringere Materialverluste und eine Reduzierung der bisherigen Herstellungskosten um deutlich mehr als 50%. Dadurch wird ein breiter Einsatz wirtschaftlich.

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DAPhNE – Mikrowellen im industriellen Maßstab (Top 3)

Im europäischen Verbundprojekt DAPhNE (Development of adaptive ProductioN systems for Eco-efficient firing Processes) wurden völlig neue Verfahren entwickelt, Mikrowellentechnologie im industriellen Maßstab einsetzen zu können und so „Energiefresser“ in der Glas-, Keramik- und Zementindustrie abzulösen. So kann mehr als die Hälfte an Energie im Vergleich zu konventionellen Anlagen und in Kombination mit regenerativen Energien zusätzlich COeingespart werden. Weitgehende Autonomie der Steuerung und Echtzeitkommunikation machen das Projektkonzept zudem für die Industrie 4.0 passfähig.

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Klimaneutraler Campus Leuphana Universität Lüneburg (Top 3)

Ein nachhaltiges Energiekonzept, das nicht nur die Universität selbst, sondern auch das angrenzende Wohngebiet vollständig mit Strom und Wärme aus erneuerbaren Energieträgern versor­gt – das ist das Ziel des Projekts „Klimaneutraler Campus Leuphana Universität Lüneburg“. Eine Besonderheit des Ansatzes ist die erfolgreiche Speicherung von Wärme aus dem Sommer für den Winter mittels eines untertägigen Aquifers, die „Königsdisziplin“ der Wärmespeicherung. Das Projekt wird zudem systematisch in die Lehre der Hochschule eingebunden.

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Deutscher Nachhaltigkeitspreis Forschung 2015

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C³ – Carbon Concrete Composite (Sieger)

C³ – Carbon Concrete Composite ist ein interdisziplinäres Projekt des gleichnamigen Vereins für einen neuen Materialverbund aus Carbonfasern und Hochleistungsbeton für die Bauindustrie, der zukünftig herkömmlichen Stahlbeton ablösen könnte. Ein klarer Vorteil für die Umwelt, denn C³ ist langlebiger und spart bis zu 50% Material ein und damit Ressourcen, Emissionen, Kosten und Energie. Das Konsortium bindet alle relevanten Akteure während der gesamten Produktentwicklung mit ein und strebt an, in 10 Jahren 20% des Betonbedarfs mit C³ zu decken.

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SEMIZENTRAL (Top 3)

SEMIZENTRAL Germany ist ein innovatives Konzept des Instituts IWAR der TU Darmstadt für Ver- und Entsorgung, das Lösungswege für Probleme der Urbanisierung aufzeigt. Das Projekt verknüpft Abwasser, Abfall, Energie und Wasser miteinander – Bereiche, die sonst getrennt organisiert werden. So kann u.a. der Trinkwasserbedarf um mehr als 30% reduziert werden bei gleichzeitig weniger Abwasser. Der modulare Aufbau eignet sich zudem perfekt für Entwicklungs- und Schwellenländer, weil er sich individuell an die Siedlungsentwicklung anpassen und mitwachsen kann.

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WIND-AREA (Top 3)

WIND-AREA ist ein Projekt des Frankfurter Forschungsinstituts für Architektur, Bauingenieurwesen und Geomatik zur Feststellung der potentiellen Wirtschaftlichkeit von Kleinwindkraftanlagen. Gemeinden, Landkreise und Privatpersonen können dank der Strömungssimulation von WIND-AREA erstmals exakt sehen, wie hoch die Energieausbeute an einem bestimmten Standort wäre und welcher Anlagentyp hier zu empfehlen ist. Ein völlig neues Konzept in der Kleinwindtechnologie – und damit ein wichtiger Schritt für die Energiewende.

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Deutscher Nachhaltigkeitspreis Forschung 2014

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ZINEG (Sieger)
Ein Forscherteam eines Konsortiums u. a. aus drei Universitäten (HU Berlin, LU Hannover, TU München) tritt mit der Zukunftsinitiative Niedrigenergiegewächshaus – ZINEG – an. Das Projekt zeigt eine Lösung auf, im Gartenbau- und Gewächshaussektor regionale Kreisläufe zu etablieren. Entwickelt wurde ein Solarkollektorgewächshaus, das durch clevere Wärmerückgewinnung den Bedarf an fossiler Energie für die Beheizung auf ein Minimum reduziert. Die neuen Gewächshäuser im ZINEG-Projekt sparen aber nicht nur Energie und Wasser. Die optimierte CO2-Versorgung der Pflanzen steigert den Ertrag um 20%. Außerdem haben die Forscher nachgewiesen, dass die Pflanzen noch gesünder wachsen und mehr gesundheitsfördernde Stoffe entwickeln. Der Ansatz ist vor allem deshalb geeignet den Wandel zur Green Economy voranzutreiben, weil er die regionale und klimafreundliche Herstellung von Massenprodukten ermöglicht und verbrauchernah gedacht ist.

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CARISMO (Top 3)
Ein Forscherteam des Kompetenzzentrums Wasser Berlin gGmbH stellt mit CARISMO ein völlig neues Konzept der Abwasserreinigung vor. Das Besondere: Durch das neue Verfahren können Kläranlagen vom Energieverbraucher zum -erzeuger werden, und das ohne Einbußen bei der Reinigungsleistung. Aus dem Abfallprodukt Abwasser wird so ein Energieträger. Das rechnet sich: CARISMO erzeugt mehr als das Dreifache der Strommenge, die das übliche Belebtschlammverfahren verbraucht. Wirtschaft und Umwelt profitieren so gleichermaßen von diesem wichtigen Beitrag zur Realisierung der Energiewende in Deutschland.

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Thermische Batterie (Top 3)
Ein Forscherteam der Leuphana Universität Lüneburg hat mit der Thermischen Batterie eine innovative Speicherlösung für Wärmeenergie entwickelt. In der Batterie wird die Wärme unter Verwendung besonders effizienter Salze gespeichert. Damit bieten die Forscher ein erfolgversprechendes und ökonomisches Konzept zum Umgang mit der starken Fluktuation erneuerbarer Energien – für den Massenmarkt. Denn der kompakte Hochleistungswärmespeicher bietet eine einfach einsetzbare Lösung auf Haushaltsebene. Ein serienreifes Produkt für den Weg in eine Green Economy.

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Forschungspreis „Nachhaltige Entwicklungen“ 2013

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VIP – Vorpommern Initiative Paludikultur (Sieger)
Das Forschungsteam der Universität Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern zeigte im Rahmen des Projektes VIP, dass man Moore auch nass effizient nutzen, somit Klima und Umwelt schonen – denn durch Entwässerung sind Moore für erhebliche CO2-Emissionen verantwortlich – und damit sogar Geld verdienen kann. Mit VIP bringt eine konjunktur- und strukturschwache Region ein Modellprojekt hervor, das weltweit für Moore angewendet werden kann.

www.paludiculture.uni-greifswald.de

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Jurybegründung
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GLOWA Jordan River (Top 3)
Das Forschungsprojekt GLOWA Jordan River hat im Kleinen geschafft, was im Großen noch nicht gelingt: Israelische, jordanische, palästinensische und deutsche Forscher arbeiten gemeinsam an Lösungen für die Konflikte um Wasser in einer krisenbeladenen Region. GLOWA Jordan River hat einen grenzüberschreitenden, Frieden stiftenden Effekt. Es zeigt anwendbare Möglichkeiten auf zur Verhinderung eines zu befürchtenden Zukunftsszenarios „Kriege um Wasser”.

www.glowa-jordan-river.de

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Jurybegründung
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Ressourcenschonendes Leichtbauverfahren für Betondecken (Top 3)
Unter Federführung der TU Kaiserslautern haben Partner aus Forschung und Wirtschaft ein ressourcenschonendes Leichtbauverfahren für Betondecken entwickelt. Durch das innovative Verfahren können Ressourcen in großem Umfang geschont und CO2-Emissionen reduziert werden. Das Projekt macht ein bisheriges Nischenprodukt massenmarktfähig und ermöglicht die breite Anwendung einer zukunftsweisenden Technologie im schwierigen Bedürfnisfeld „Bauen“.

www.massivbau-kl.de

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Jurybegründung

Forschungspreis „Nachhaltige Entwicklungen“ 2012

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Tomatenfisch (ASTAF-PRO) (Sieger)
Beim „Tomatenfisch“ (ASTAF-PRO), einem vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) entwickelten Aquaponiksystem, gedeihen Fische und Tomaten gemeinsam in einem Gewächshaus. Nahrungsproduktion vor Ort, kaum CO2-Emissionen, geringer Wasserverbrauch – das sind überzeugende Argumente, die das System Tomatenfisch zum Modell für das „Urban Farming“ machen. ASTAF-PRO hat neue Perspektiven für die Nahrungsmittelproduktion entwickelt.

www.igb-berlin.de

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Jurybegründung
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CuveWaters (Top 3)
Seit 2006 realisiert das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung in Kooperation mit der TU Darmstadt im namibischen Cuvelai-Etosha-Becken gemeinsam mit der örtlichen Bevölkerung das Projekt CuveWaters. Ziel ist es, natürliche Wasserquellen nutzbar zu machen und Lösungen für eine dezentrale und nachhaltige Wasserver- und entsorgung zu entwickeln. CuveWaters fördert Millenniumsziele und Nachhaltigkeit auf lokaler Ebene und stärkt Fähigkeiten und Strukturen vor Ort.

www.isoe.de

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Jurybegründung
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TES EnergyFacade (Top 3)
TES EnergyFacade ist ein von der Technischen Universität München entwickeltes Holzbausystem zur
energetischen Modernisierung und Dämmung von Altbauten. Die großformatigen Holztafelbauelemente
werden nach Vermessung der Fassade in Werkhallen vorgefertigt und an die Außenwände der Gebäude montiert. Das Projekt TES EnergyFacade adressiert mit der energetischen Sanierung von Bestandsbauten eine wichtige Aufgabe des Bausektors.

www.tum.de

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Jurybegründung

Deutschlands „grünster Preis“, nachhaltig in allen Facetten.

Die Arbeit des Organisationsbüros sowie Kongress und Preisverleihung werden konsequent an Grundsätzen nachhaltiger Veranstaltungsproduktion ausgerichtet. Das Gesamtprojekt ist klimaneutral; unvermeidliche Emissionen werden berechnet und kompensiert. In der Produktion wirken zahlreiche Unternehmen mit, die sich ihrerseits den Zielen einer nachhaltigen Entwicklung verpflichtet haben.

ZUM „GREEN EVENT“

Künstler schaffen Aufmerksamkeit für nachhaltige Entwicklung.

Internationale Künstler – wie im Jahr 2014 Nelly Furtado – sind zur Preisverleihung zu Gast in Düsseldorf und sorgen mit ihrer Medienaufmerksamkeit dafür, dass das Scheinwerferlicht hell auch auf das Thema Nachhaltigkeit leuchtet.

Zur Preisverleihung

Preisverleihung zum Deutschen Nachhaltigkeitstag.

Die Preisverleihung im Jubiläumsjahr findet am 8. Dezember im Rahmen des 10. Deutschen Nachhaltigkeitstages im MARITIM Hotel Düsseldorf statt. Die Veranstaltung hat sich als Pflichttermin der Green Economy zum Jahresende etabliert.

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