Wissenschaftsjahr 2020 und DNP.

Deutscher
Nach­hal­tig­keits­preis
Forschung.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) lobt den 9. Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung zum Thema urbane Bioökonomie aus. Anders als in den Vorjahren stehen diesmal nicht abgeschlossene Projekte, sondern innovative Ideen im Mittelpunkt. Diese wurden bei einem virtuellen Makeathon am 18./19. Juni 2020 entwickelt.

Das sind die Finalisten.

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In urbanen Räumen sammeln sich zahlreiche Roh- und Nährstoffe. Wie auf einer Einbahnstraße gelangen täglich Tonnen von Lebensmitteln in die Städte, deren Überreste ...

Urban Pergola

In wachsenden Städten wachsen auch die Herausforderungen: Grünflächen weichen für die Errichtung von Gebäuden und Straßen. Versiegelte Flächen und Fassaden entwickeln sich ...

Waste-to-Resource-Unit

In Städten fallen erhebliche Mengen von Lebensmittelabfällen an. Allein in Berlin sind es täglich etwa 1500 Tonnen. Diese werden derzeit üblicherweise ...

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek

„Das Wissenschaftsjahr Bioökonomie sieht ein wenig anders aus als seine Vorgänger. Statt auf großen und kleinen Veranstaltungen finden wir uns häufig virtuell zusammen. Der Online-Makeathon zur Urbanen Bioökonomie ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie die virtuelle Zusammenarbeit gelingen kann. Alle Teams haben sich mit großer Begeisterung und Kreativität der Herausforderung gewidmet, innovative Ideen für Städte zu entwickeln, in denen biologische Rohstoffe intelligent genutzt werden. Ich bedanke mich bei allen Teilnehmenden für ihren Ideenreichtum und Einsatz für nachhaltige Konzepte. Den Finalisten drücke ich die Daumen für die laufende Online-Abstimmung. Ich bin sehr gespannt, welche der Ideen das Rennen macht.“

Die Finalisten im TV.

Am 2., 3. und 4. November 2020 werden die entwickelten Ideen jeweils um 18:30 Uhr in der Wissenschaftssendung "nano" bei ZDF/3Sat ausgestrahlt. Schauen Sie rein und stimmen Sie für Ihren Favoriten ab! Alle Voting-Teilnehmer/innen haben die Möglichkeit Online-Tickets für den Kongress des Deutschen Nachhaltigkeitstages am 3. und 4. Dezember 2020 zu gewinnen.

Erfolgreiche Premiere für den Bioökonomie-Makeathon.

80 Teilnehmer/innen traten am 18. und 19. Juni zum virtuellen Ideenwettbewerb an.

In diesem Jahr prämiert der Forschungspreis erstmals wissenschaftliche Ansätze, die bei einem Ideenwettbewerb entstanden. Im virtuellen Raum trafen sich am 18. und 19. Juni ca. 80 Teilnehmer/innen aus Forschung, Kommunen, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und zahlreichen anderen Feldern, um in interdisziplinären Teams Chancen der urbanen Biookönomie auszuloten. Im größten Makeathon, der je zu diesem Thema organisiert wurde, ging es um neue Konzepte zur Produktion, Nutzung und Verwertung von biologischen Roh- und Reststoffen.

Denn jede Stadt ist eine gigantische und vielseitige Quelle für Lebensmittel, Textilien, Holz, Grünschnitt uvm. - jeden Tag fallen bspw. in Berlin ca. 1.000.000 Bananenschalen, 62 Tonnen Kaffeesatz, 40 Tonnen Grünschnitt, 2.200 Tonnen Lebensmittelabfälle an. Bisher landen solche Stoffe größtenteils im Abfall – obwohl sie häufig noch verwendet werden können. So wird z. B. Kaffeesatz bereits heute als Bestandteil zur Herstellung von hochwertigen Outdoortextilien oder Kaffeebechern verwendet. Meist sind Städte aber noch Einbahnstraßen für Ressourcen aus aller Welt.

Sicher ist: Das muss nicht sein, es geht auch anders! Eine Stadt, in der organische Stoffströme intelligent geleitet und biologische Ressourcen bestmöglich genutzt werden, ist die Vision der „urbanen Bioökonomie“: Diese sieht eine Stadt als engmaschiges System großer und kleiner Kreisläufe und Stoffströme, in denen nichts vergeudet wird, mit denen sogar Geld verdient oder gespart werden kann. Eine Stadt, die Nahrungsmittel z. B. mit innovativen Urban Farming-Methoden selbst produziert und dabei effiziente Kreislaufsysteme nutzt. Eine Stadt, in der intelligente IT-Lösungen Transport, Lagerung sowie bedarfsorientierte Verteilung und Nutzung von Ressourcen optimieren. 

Genau hier setzt der Ideenwettbewerb an: Bei der Entwicklung neuer Konzepte zur Produktion, Nutzung und Verwertung von biologischen Roh- und Reststoffen wie z. B. Lebensmittel(-resten) oder Grünschnitt. Bei einem innovativen Umgang mit allem, was bisher als biologischer Rohstoff in die Stadt hineinkommt oder als Abfall die Stadt verlässt. 

Teilnehmende

Forscher/innen, Doktorand/innen, Studierende, Young Professionals, Vertreter/innen aus Unternehmen, Kommunen, kreative Praktiker/innen und Querdenker/innen

Einzel- und Gruppenbewerbungen waren möglich.

Bewerbung

Mit Kompetenzen in den Wissenschaften sämtlicher Fachrichtungen, IT, Logistik, Verwaltung, Einzelhandel, Gastronomie, Abfall sowie Ver- und Entsorgung.

Makeathon

Die ausgewählten Bewerber/innen werden zu interdisziplinären Teams zusammengestellt und trafen sich vom 18. bis 19. Juni 2020 virtuell zum Ideenwettbewerb.

Preis

Auswahl der besten Ansätze durch das Assessmentteam; Entscheidung über die Finalisten durch die Jury; Auswahl der Sieger über ein Public Voting; Preisverleihung am 4.12.2020 in Düsseldorf

Die Schritte zum Preis.

Ideengeber/in werden.

Für den Wettbewerb (2.3. bis 30.4.2020) konnten sich Einzelpersonen oder Personengruppen der o.g. Bereiche mit ihren Kompetenzen sowie mit konkreten Problemstellungen, die sie gerne im Rahmen des Makeathons adressieren möchten, über einen Online-Fragebogen bewerben. Ein Auswertungs-team des BMBF sichtet alle Bewerbungen und wählt Kandidat/innen für den Makeathon aus.

Während des virtuellen Makeathons (18.6. bis 19.6.2020) erarbeiteten interdisziplinäre Teams neuartige Ideen/Konzepte/ Lösungsansätze im Bereich der urbanen Bioökonomie.

Die Expertenjury (15.9.2020) entschied über die drei Finalisten; in einem anschließenden Public Voting werden die erarbeiteten Ideen einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt, welche den Sieger bestimmt.

Im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitstages (3. bis 4. Dezember 2020) werden die Ideen der Finalisten prominent vorgestellt; während der festlichen Preisverleihung am Abend des zweiten Tages wird der Sieger bekannt gegeben, der mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung ausgezeichnet wird.

Bioökonomie-Förderung

Für eine lebenswerte Zukunft sind Innovationen nötig, die Umweltaspekte mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interessen in Einklang bringen. Die Bioökonomie treibt den Wandel zu einem nachhaltigen und klimaneutralen Wirtschaftssystem voran. Die Bundesregierung unterstützt diese Entwicklung mit einer Vielzahl von Förderprogrammen.

Die Jury.

Eine unabhängige Jury wählte aus dem Kreis der eingereichten Lösungskonzepte die Finalisten aus.
Diese Juror/innen entschieden in 2020:

Uwe Bergmann

Director Sustainability Management der Henkel AG & Co. KGaA

Dr. Heinz-Jürgen Bertram

Vorsitzender des Vorstands der Symrise AG

Dr. Alberto Bezama

Leiter der Arbeitsgruppe "Bioökonomie und Biomasseressourcen" am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)

Dr. Daniela Büchel

Bereichsvorstand Handel Deutschland – Ressort HR / Nachhaltigkeit REWE Group

Dr. Achim Dercks

Stv. Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) e.V.

Dr. Carsten Gerhardt

Partner bei Kearney

Prof. Dr. Evi Hartmann

Inhaberin des Lehrstuhls für BWL, insb. Supply Chain Management, an der Friedrich-Alexander- Universität Erlangen-Nürnberg

Dr. Peter Jahns

Geschäftsleiter der Effizienz-Agentur NRW

Bettina Klump-Bickert

Leitung Nachhaltigkeitsmanagement DAW SE

Prof. Dr. Mojib Latif

Professor am Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel (GEOMAR)

Prof. Dr. Kirsten Meyer

Professorin für Praktische Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin

Reiner Nagel

Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur Architekt und Stadtplaner BDA, DASL

Dr. Katharina Reuter

Geschäftsführung UnternehmensGrün e.V. Bundesverband der grünen Wirtschaft

Prof. Alexander Rudolphi

Präsident der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen DGNB e.V.

Olaf Tschimpke

Vorsitzender - NABU International Naturschutzstiftung

Susanne Wartzeck

Präsidentin Bund Deutscher Architekten (BDA)

Vier gute Gründe mitzumachen.

Die Teilnahme beim DNP bietet Chancen und bringt unmittelbaren Nutzen – nicht nur für die Sieger.

Netzwerk

Online-Tickets für alle Teilnehmenden (begrenztes Kontingent); die Finalisten sind zusätzlich Ehrengäste der Preisverleihung. Ihre Ideen werden während des Deutschen Nachhaltigkeitstages (3./4. Dezember 2020) prominent präsentiert.

Kommunikation

Alle Nominierten können das Siegel des Deutschen Nachhaltigkeitspreises nutzen, um ihren Erfolg nach innen und außen zu kommunizieren.

Förderberatung

Die Nominierten erhalten eine Förderberatung und ein professionelles Medientraining, um ihre Ideen erfolgreich weiterentwickeln zu können.

Preis

Die Sieger sind Bühnengäste der Verleihung, wo sie ihre Preiskugeln vor großem Publikum von prominenten Laudator/innen entgegennehmen.

FAQs

Die häufigsten Fragen zum Wettbewerb.

Alle bisherigen Preisträger.

Seit 2012 belohnen Erfolge beim DNP die Forscher/innen. Finalteilnahme und Auszeichnung entfalten Kraft in die Forschungseinrichtungen hinein. Die erfolgreichen Bewerber/innen profitieren von ihrem Erfolg aber auch nach außen. Die Auszeichnung erleichtert es, Partner und Förderer zu finden. Auch die Berichterstattung der Stiftung DNP hilft bei der Knüpfung von Kontakten und Vermarktung der Forschungsergebnisse. 

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