Die Nominierten des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für Städte und Gemeinden stehen fest.

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Das sind die Nominierten für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis im Jubiläumsjahr.

Diese 15 Städte und Gemeinden haben sich mit herausragenden Leistungen im Wettbewerb unter allen Teilnehmern durchgesetzt und für eine Nominierung in den jeweiligen Kategorien qualifiziert. Zur Zeit führen wir Interviews in diesen Kommunen durch, im Rahmen derer weitere Informationen generiert werden. Die Assessmentpartner diskutieren mit den Städten und Gemeinden alle relevanten Punkte der Bewerbung und beziehen sie in ihre Abwägung und Darstellung gegenüber der Jury ein. Die Expertenjury wählt auf dieser Basis in ihrer Sitzung am 25. September die Top 3 aus und entscheidet über den Sieger.

Großstädte

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Stadt Aachen

Aachen ist in der Breite nachhaltigen Handelns gut aufgestellt. Eine Vielzahl an Projekten sind seit 1992 bereits umgesetzt worden und auch aktuell ist die Stadt in NRW in unterschiedlichen Bereichen aktiv. So nimmt Aachen bei der E-Mobilität eine Vorreiterrolle ein und hat sich große Ziele gesetzt: Bis 2050 sollen die Verkehrsmittel in der Stadt vollständig ohne fossile Kraftstoffe auskommen. Dabei soll die benötigte Energie klimaneutral hergestellt werden. Klimafreundlich zeigt sich die Stadt außerdem im städtebaulichen Kontext. Als Teilnehmer im Smart-City-Programm der EU GUGLE konzentriert sich Aachen auf eine umwelt- und sozialverträgliche Gebäudesanierung mit ökonomischen Nutzen. Damit einher geht die familienfreundliche Stadtplanung, in der unter anderem die Sicherheit und das Zusammenleben gefördert werden. Bildungs- und Zukunftschancen schafft Aachen bspw. durch hervorragende Integrationsangebote, die die Stadt aufgrund ihrer Lage im Dreiländereck schon lange umsetzt und stetig erweitert.

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Landeshauptstadt Hannover

Hannover ist in vielen Aspekten kommunaler Nachhaltigkeit Vorbild. Die Bundeshauptstadt der Biodiversität stützt sich dabei auf eine langjährige Tradition nachhaltiger Stadtentwicklung, auf einen starken Rückhalt in der Politik und der Zivilgesellschaft sowie auf ein modernes Verwaltungsmanagement: Die Hannoveraner leben Nachhaltigkeit, wie sich auch in einer sehr hohen Beteiligungskultur zeigt. Sozial gerechte und inklusive Quartiere, eine klimaneutrale Stadtverwaltung, kulturelle Teilhabe an Programmen wie „Jugend lebt Stadt“ oder „UNESCO-City of Music“ sowie eine umfassende Förderung des Radverkehrs sind nur einzelne Beispiele, die Hannovers Exzellenz in Sachen Nachhaltigkeit verdeutlichen. Das „Verwaltungs-entwicklungsprogramm 2016-2020“ sowie ein Investitionsmemorandum sind nur zwei Garanten für eine nachhaltige Zukunft der niedersächsischen Landeshauptstadt.

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Stadt Bottrop

Die nordrhein-westfälische Stadt Bottrop überzeugt primär durch äußerst innovative Maßnahmen im Klimaschutz und der Ressourcenschonung. Mit einer Vielzahl an Projekten in unterschiedlichsten Bereichen begegnet sie trotz, oder gerade wegen, einer schwierigen Haushaltslage dem Klimawandel und treibt beispielhaft die Energiewende voran. In 2010 wurde die „Innovation City Ruhr | Modellstadt Bottrop“ ins Leben gerufen – hier werden im „Labor Bottrop“ Ideen und Lösungen entwickelt, wie den Herausforderungen des Klima- und Strukturwandels im urbanen Raum begegnet werden kann. Dabei steht stets die projektorientierte Zusammenarbeit von Bürgerschaft, Kommune, Wirtschaft und Wissenschaft im Fokus. Die Einbindung der Bürgerschaft ist generell ein wesentlicher Aspekt von Bottrops Nachhaltigkeitspolitik. So wurde auch die „Vision der Stadtentwicklung“ partizipativ erarbeitet, in der verstärkt auch ökonomische und soziale Themen, wie das bereits bestehende Quartierszentrum „Startklar“ zu Integration von Geflüchteten, integrativ mitgedacht werden.

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Stadt Heidelberg

In Heidelberg ist Klimaschutz ein integraler Bestandteil der Stadtentwicklung. Dies ist insbesondere sichtbar in der seit 2008 entstehenden, weltweit größten Passivhaus-siedlung. Auf dem Gebiet eines stillgelegten Güterbahnhofs leben aktuell bereits 3.200 Menschen, die in dem neuen Quartier neben den Wohnhäusern bald schon Kinos, Geschäfte, Bürogebäude und weitere Infrastruktur im Passivhausstandard aufsuchen können. Die baden-württembergische Stadt punktet außerdem mit einer ausgeprägten Willkommenskultur, die durch das International Welcome Center Heidelberg gesteuert wird. Nicht zuletzt begreift Heidelberg Nachhaltigkeit als ein Thema, das es in alle Bildungsbereiche zu integrieren gilt: Bildung für nachhaltige Entwicklung hat demnach vorbildlich in der Kita, in Schulen und der Universität Einzug gehalten. 

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Stadt Gelsenkirchen

Gelsenkirchen gelingt es seit rund 20 Jahren auf kreative Art und Weise, den Herausforderungen aus dem Strukturwandel zu begegnen und eine nachhaltige Zukunft zu gestalten. Dabei setzt die Stadt im Ruhrgebiet mit der bundesweit höchsten Armutsquote gemäß der Vision „Lernende Stadt“ in erster Linie auf Bildung für nachhaltige Entwicklung und die Förderung von Bottom-Up-Prozessen. Für diese ausgezeichneten Leistungen wurde Gelsenkirchen für die Mitarbeit am Nationalen Aktionsplan BNE ausgewählt. Die Stadt begreift auch ihr industrielles Erbe als Chance. Mit nachhaltigen und kreativen Konzepten wie dem postindustriellen „Urwald Rheinelbe“ nutzt sie Industriebrachen vorbildlich. Auch in punkto internationaler Verantwortung überzeugt Gelsenkirchen. Als bundesweit erste Stadt hat der Rat die lokale Umsetzung der Agenda 2030 beschlossen. Der Bezug städtischen Handelns soll systematisch auf die SDGs hergestellt und evaluiert werden.

Städte mittlerer Größe

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Stadt Friedrichshafen

Nicht nur in ihrer Region ist die Stadt Friedrichshafen am Bodensee in Sachen kommunaler Nachhaltigkeit Vorbild. Insbesondere ihre Governance-Strukturen sind beispielhaft und weisen eine außergewöhnlich bodenständige und zugleich innovative, systematische und beständige Nachhaltigkeitspolitik auf. Friedrichshafen sieht sich aufgrund einer ungebrochenen Entwicklungsdynamik und florierender Industriebetriebe einer komfortablen Finanzausstattung gegenüber, zugleich ist sich die Stadt den damit verbundenen Herausforderungen, wie Siedlungswachstum oder hohes Verkehrsaufkommen, bewusst. Deshalb bindet Friedrichshafen die Bürgerinnen und Bürger in Workshops oder Online-Plattformen früh und intensiv in Entscheidungsprozesse ein. Zudem veröffentlicht die Stadt seit 2003 alle zwei bis drei Jahre einen Nachhaltigkeitsbericht und begleitet ihr Handeln mit Erfolgskontrollen. Auch in den anderen Themenfeldern ist die Stadt im Süden Baden-Württembergs exzellent aufgestellt. Unter anderem fördert sie den Ausbau erneuerbarer Energien und der E-Mobilität, sie ist Gründungsmitglied im Bündnis der Kommunen für biologische Vielfalt und bietet ein umfassendes Angebot zur Bildung für nachhaltige Entwicklung. Nicht zuletzt punktet Friedrichshafen mit herausragenden Aktivitäten in der Integrationsarbeit und nachhaltigkeitsbezogenen Kooperationen.

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Stadt Nordhorn

Die an der Grenze zu den Niederlanden liegende Stadt Nordhorn hat es durch einen einzigartigen Strukturwandel geschafft, eine sichere und vielfältige Wirtschaft zu etablieren ohne an Lebens- und Umweltqualität einzubüßen. Neben der ökonomischen Transformation hat die Stadt mit umfassenden Maßnahmen insbesondere im Bereich Klimaschutz, im Radverkehr und der allgemeinen Lebensqualität überzeugt. Unter anderem werden alle städtischen Bezugsstellen mit Ökostrom und Ökogas versorgt. Ein Bürgerwindpark trägt zur Förderung erneuerbarer Energie bei. Qualitativ hochwertige Grünflächen werden trotz Innenverdichtung erhalten, Wasserwege geschützt und Bauwerksbegründung vorangetrieben, nicht zuletzt um der Stadtnatur ihren Raum zu geben. Zudem unterstützt Nordhorn seine Fahrradfahrer mit einem Ausbau der entsprechenden Infrastruktur sowie mit tollen Projekten wie Stadtradeln, einem E-Lastenfahrrad- und Fahrradverleih. Die niedersächsische Stadt hat ein lebendiges Zentrum, das geprägt ist von kulturellen und sozialen Einrichtungen sowie einer vielfältigen Einzelhandelslandschaft. Ein beispielhaftes Wohnraumversorgungskonzept sorgt für ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum.

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Stadt Geestland

Die Stadt Geestland weiß: Ihre Bürgerinnen und Bürger sind ihr größtes Kapital. Erst 2015 aus der Fusion der Stadt Langen und der Samtgemeinde Bederkesa entstanden, setzt Geestland daher auf eine kommunikative Nachhaltigkeitsstrategie. Viele kreative Ansätze hat die offene Kultur schon hervorgebracht, die auf einem beispielhaften Nachhaltigkeitsmanagement fußen. Der Bürgermeister selbst hat sich zum Nachhaltigkeitsmanager weiterbilden lassen, in der Verwaltung wurden Verantwortliche zur Verankerung der Nachhaltigkeitsstrategie bestimmt. Bemerkenswert ist auch der Zugang zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung: Als Multiplikatorin für den Klimaschutz wurde eine Jugendumweltmanagerin eingesetzt. Sie entwickelt entsprechende Projekte und setzt diese mit Kindern und Jugendlichen auf Augenhöhe um. Stets die Vielfalt im Blick, hat die niedersächsische Stadt auch im Bereich Integration Maßstäbe gesetzt. In der Flüchtlingsfirma „Anpacken“ z. Bsp. finden Geflüchtete Arbeitsmöglichkeiten im öffentlichen Bereich. Außerdem soll eine eigene Wohnungsbaugesellschaft der Altersarmut entgegenwirken.

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Stadt St. Ingbert

St. Ingbert im Saarland ist aufgrund seiner industriekulturellen Bedeutung vollständig in das UNESCO-Biosphärenreservat Bliesgau integriert. Nicht nur aufgrund dieser einzigartigen Begebenheit der Wechselbeziehung zwischen Stadt und Land hat Nachhaltigkeit in St. Ingbert Tradition. Auch das bemerkenswerte Engagement und Zusammenspiel der Stadtverwaltung, der lokalen Wirtschaft, der Naturschutzbündnisse und der Bürgerschaft bringt das städtische nachhaltige Handeln voran. Mit innovativen Projekten trägt St. Ingbert zum Schutz der Biodiversität bei. Bspw. wird in diesem Jahr ein Wettbewerb zur Gestaltung faunafreundlicher Gärten der Bürgerinnen und Bürger ausgelobt. Auch in der Vermittlung von Nachhaltigkeit zeigt sich St. Ingberts Stärke. Die kommunale Volkshochschule, auch Biosphären-VHS genannt, bietet Kurse mit dem Schwerpunkt Bildung für nachhaltige Entwicklung (u.a. mit einem Reparatur-Café und einer Kunstschule) und Integration an. Im Allgemeinen geht St. Ingbert in der Integration von Geflüchteten mit gutem Beispiel voran. Neben einer eigenen Stabstelle sorgen insbesondere auch die Bürger für eine hohe Willkommenskultur.

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Stadt Herten

Nachhaltigkeit in Herten in Westfalen bedeutet vorrangig, das Erbe der Bergbauvergangenheit neu zu gestalten. Trotz den großen Herausforderungen des Strukturwandels und einer schwierigen Haushaltslage gelingt es der Stadt auf bemerkenswert innovative Weise, den Klimaschutz voranzutreiben, Integration zu gestalten und die Wirtschaft auf dem Weg zur Konsolidierung zu unterstützen. Der Ansatz der „Grünen Stadt“ ermöglicht eine hohe Lebensqualität in der Metropolregion. Mit der Verknüpfung von Industrielandschaft, landwirtschaftlichen Flächen und Parks lebt kein Hertener Bürger mehr als 500 m vom Freiraum entfernt. Auch der Fahrradanteil erhöhte sich u.a. durch diese Stadtplanung signifikant. In dem einzigartigen kommunalen Wasserstoff-Kompetenzzentrum h2herten machen sich Institutionen und Unternehmen für die Energiewende stark. So erholt sich auch Hertens Wirtschaft: Dank zunehmend regionaler Wertschöpfung in kleineren Betrieben, wie im Bereich der energetischen Sanierung, konnten neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Kleinstädte und Gemeinden

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Gemeinde Ascha

In der Gemeinde Ascha am Bayrischen Wald wird die Energiewende bereits gelebt. Die 2016 als „Bioenergiedorf“ ausgezeichnete Kommune ist mit großen Schritten unterwegs zur autarken Versorgung mit Erneuerbaren Energien und leistet damit zusätzlich einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung. Die Gemeinde setzt nicht nur auf eine nachhaltige Erzeugung von Energie, auch die effiziente und bewusste Nutzung von Ressourcen wird durch Sanierungsmaßnahmen und Projekte zur Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger gefördert. Das kommunale Flächenmanagement vereint die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum mit einem Quartiers- und Leerstandskonzept, berücksichtigt in der Planung aber auch attraktive Grün- und Freiflächen. Neben dem spürbaren Commitment von Politik und Verwaltung beeindruckt Ascha durch die vielfältigen Bildungs- und Freizeitangebote, die eine lebendige und integrative Dorfkultur schaffen.

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Gemeinde Saerbeck

Im nördlichen Münsterland liegt die NRW-Klimakommune Saerbeck. Der ortseigenen Bioenergiepark erzeugt Strom aus Sonne, Wind und Biogas, auf den Dächern vieler Bürgerinnen und Bürger gibt es Solaranlagen und die öffentlichen Gebäude der Gemeinde werden mit einem regenerativen Wärmenetz beheizt. Den Prozess der lokalen Energiewende hat Saerbeck von Anfang an gemeinsam mit der Bevölkerung gestaltet und damit eine große Akzeptanz und Identifikation erreicht. Auch die lokale Wirtschaft wird in Klima-Projekte integriert und profitiert von den positiven Standorteffekten. Mit dem Klimaschutz-Tourismus ist nicht nur ein neuer Wirtschaftszweig entstanden, der „Saerbecker Weg“ dient auch als Inspiration für andere interessierte Kommunen. Darüber hinaus vermittelt ein vielfältiges Klimabildungs-Angebot praxisnah Wissen für alle Altersgruppen.

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Stadt Eltville am Rhein

Eingebettet in eines der bekanntesten deutschen Weinanbaugebiete, den Rheingau, liegt die Stadt Eltville am Rhein. Grundlage für die nachhaltige Stadtentwicklung ist die „Vision Eltville 2030“, die 2011 von einer Gruppe engagierter Bürger entwickelt und in der Folge im engen Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft fortgeschrieben wurde. Erste Maßnahmen sind bereits umgesetzt: bei der 2017 fertig gestellten Neugestaltung des Rheinufers wurde der Altstadtbereich für den Autoverkehr gesperrt, eine neue Promenade bietet mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer. Die „FamilienStadt“ hat ein breites Kultur- und Freizeitangebot für alle Altersgruppen geschaffen und überzeugt mit umfangreichen Maßnahmen zur Integration von Geflüchteten. Auch für ökologische Nachhaltigkeit setzt Eltville sich ein, beispielsweise durch die Beteiligung an der Kampagne „Bienenfreundliches Hessen“ und durch eine nachhaltige Waldbewirtschaftung.

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Stadt Spremberg

Eine zentrale Herausforderung für die brandenburgische Stadt Spremberg ist der Strukturwandel, ausgelöst unter anderem durch den Rückbau von Braunkohle-Anlagen und die Verlagerung von Produktionsstandorten. Spremberg begreift den Umbruch als Chance und setzt auf Infrastrukturmaßnahmen und Gründungsförderung, aber auch auf eine Weiterentwicklung der industriellen Wirtschaftsbasis. Eine enge Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Forschung dient als Impulsgeber für diesen Prozess. Mit Erfolg: in den vergangenen zehn Jahren konnte die Stadt die Arbeitslosigkeit mehr als halbieren. Mit einem breiten Bildungs- und Betreuungsangebot steigert die Stadt ihre Attraktivität für Zuzügler und hat unter dem Motto „Du fehlst hier!“ ein Marketing-Konzept entwickelt, um gezielt die Gruppe der Rückkehrer anzusprechen. Das innerstädtische Bildungs- und Freizeitzentrum, ein Mehrgenerationenhaus sowie Projekte zur Integration von Geflüchteten und Angebote für Langzeitarbeitslose ergänzen das umfassende Konzept für eine lebendige und inklusive Stadtgesellschaft.

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Gemeinde Nettersheim

Die Eifelgemeinde Nettersheim im Kreis Euskirchen hat schon in den 1980er Jahren die Weichen für eine nachhaltige Regionalentwicklung gestellt – eine gute Entscheidung in einer Region, die sich durch einzigartige Natur- und Kulturschätze auszeichnet. Das Naturzentrum Eifel ist im Bereich der Umweltbildung überregional bekannt und ein beliebtes Ziel für Schulklassen und Touristen. Dem Strukturwandel im ländlichen Raum stellt Nettersheim eine Gesamtstrategie entgegen, um mit Maßnahmen beispielsweise im Bereich Infrastruktur, Wohnraum und Betreuung die Attraktivität der Gemeinde zu steigern. Im Bereich Klimaschutz zeichnet sich die Gemeinde durch ein strategisches Vorgehen aus: nach der Verabschiedung des integrierten Klimaschutzkonzeptes im Jahre 2012 wurde zunächst ein Klimaschutz-Manager eingestellt, um die Umsetzung der Maßnahmen in der Anfangsphase zu begleiten. Seit 2014 berät die Energieagentur Eifel Privatleute und Unternehmen in allen Belangen des Klimaschutzes.

Der Wettbewerb.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden zeichnet Vorreiter der kommunalen Nachhaltigkeit aus. Prämiert werden Kommunen, die im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten eine umfassende nachhaltige Stadtentwicklung betreiben und in den wichtigen Themenfeldern der Verwaltung erfolgreiche Nachhaltigkeitsprojekte realisiert haben. Bei der Vergabe werden auch finanzschwache Bewerber berücksichtigt, die trotz eingeschränkter Möglichkeiten nachhaltig agieren.

Die zugrunde liegende Methodik wird kontinuierlich weiterentwickelt, um Fortschritte im Feld der kommunalen Nachhaltigkeit, praktische Erfahrungen und Feedback der Teilnehmer zu berücksichtigen. In 2016 wurde der Fragebogen umfassend überarbeitet, um den Bearbeitungsaufwand deutlich zu reduzieren. Wesentliche methodische Neuerung war die Einführung einer zweiten Wettbewerbsphase für das Spitzenfeld der Städte und Gemeinden in jeder Kategorie. Diese Vorgehensweise hat sich bewährt und wird auch im diesjährigen Wettbewerb fortgeführt bzw. um die Kommunikation der interviewten Städte und Gemeinden (Nominierte) erweitert.

Die erste Phase des Wettbewerbs basiert auf einem Online-Fragebogen. Dieser ist in drei Bereiche gegliedert und erhebt anhand geschlossener und offener Fragen Herausforderungen, Strategien und konkrete Maßnahmen in den zentralen Themenfeldern kommunaler Nachhaltigkeit.

Die Assessmentteams des Deutschen Instituts für Urbanistik, des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie und von ICLEI werten die Ergebnisse der bearbeiteten Fragebögen aus. Ergebnis dieses Prozesses ist eine Shortlist aus den besten Kommunen jeder Kategorie (Nominierte). Anschließend erhalten alle Bewerber Anfang Juli ein Feedback, ob sie zur Teilnahme in der zweiten Wettbewerbsphase ausgewählt wurden. Die jeweiligen Nominierten in den drei Größenklassen werden dazu eingeladen, vor Ort die eigenen Nachhaltigkeitsleistungen ausführlicher vorzustellen.

In der zweiten Wettbewerbsphase werden die Assessmentpartner (Difu, Wuppertal Institut oder ICLEI) die Nominierten jeder Größenklasse nach Terminabstimmung für ein Interview (ca. 2 - 4 Stunden) vor Ort besuchen. Bezugnehmend auf die Angaben im Fragebogen werden die Nachhaltigkeitsleistungen der Kommunen näher beleuchtet und vertiefende oder klärende Rückfragen gestellt.

Die Assessmentpartner werten die Ergebnisse der Interviews aus und stellen alle Nominierten der Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für Städte und Gemeinden vor. Die Jury – von Stiftungsverein und Kuratorium des Deutschen Nachhaltigkeitspreises in jedem Jahr neu zusammengesetzt – entscheidet über die Top 3 und Gewinner.

Deutschlands nachhaltigste Großstadt 2012

STADT FREIBURG

„Nachhaltige Stadtentwicklung funktioniert als Leitlinie für Politik und Bürgerschaft nur dann, wenn sie in ihren Zielen und konkreten Umsetzung für die Menschen verständlich und nachvollziehbar ist. Die Auszeichnung als Deutschlands erste nachhaltigste Großstadt 2012 hat uns angespornt, gemeinsam mit allen Akteuren vor Ort unsere Nachhaltigkeitsziele konsequent zu verfolgen und die Bürgerschaft zu eigenem Engagement zu motivieren: Nicht mit theoretischen Programmen, sondern mit handfesten Beispielen aus dem Alltag.

Gleichzeitig ist der Deutsche Nachhaltigkeitspreis eine Anerkennung für das jahrelange Engagement von Politik, Gesellschaft und Verwaltung und wird als Anstoß verstanden, noch intensiver eine integrierte Nachhaltigkeitspolitik strategisch zu verankern. Die Verknüpfung einer Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung als ein Instrument strategischer Nachhaltigkeitssteuerung zu etablieren, ist dafür ein konkretes und bisher bundesweit einmaliges Beispiel.“

(Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon)

 

Deutschlands nachhaltigste Stadt mittlerer Größe 2012

STADT NEUMARKT IN DER OBERPFALZ

„Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis 2012 war für uns eine großartige Bestätigung für einen zehnjährigen Nachhaltigkeitsprozess in unserer Stadt, der mit einem Stadtratsbeschluss 2002 begonnen wurde und aus dem mittlerweile viele greifbare Ergebnisse hervor gegangen sind.

Hier ist insbesondere das Bürgerhaus als Kristallisationspunkt für bürgerschaftliches Engagement und das neu eingerichtete Amt für Nachhaltigkeitsförderung als Impulsgeber für eine nachhaltige Entwicklung zu nennen. Gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern können dadurch praktische Antworten auf drängende Zukunftsfragen wie z.B. den Demographischen Wandel, der Integrationsthematik und der Klimaproblematik gegeben werden. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis hat uns motiviert, diesen eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu gehen.”

(Oberbürgermeister Thomas Thumann)

Deutschlands nachhaltigste Großstadt 2013

STADT AUGSBURG

„Für Augsburg hat der Deutsche Nachhaltigkeitspreis eine gute Möglichkeit geboten, unsere langjährigen und vielfältigen Nachhaltigkeitsaktivitäten deutschlandweit gebündelt vorzustellen und als Nachhaltigkeitsstadt wahrgenommen zu werden.

Mit der Auszeichnung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises ist eine große Wertschätzung verbunden. Denn es ist kein Preis, den eine Stadt mal eben so bekommt. Seine Stärke liegt in der Breite der berücksichtigten Aktivitäten und in der Qualität des Auswahlprozesses durch eine Jury, der wichtige Nachhaltigkeitsinstitutionen wie Wuppertal Institut, Rat für Nachhaltig Entwicklung, Difu und ICLEI angehören.

Neben der Anerkennung von außen hat die Auszeichnung auch innerhalb unserer eigenen Stadt viel bewirkt, indem sie alle Akteure – ob in der Zivilgesellschaft oder in der Wirtschaft, im Stadtrat oder in der Verwaltung – persönlich in ihrem Engagement bestärkt.

Insgesamt unterstützt und stärkt der Preis den gesamten Nachhaltigkeitsprozess: So sind zum Beispiel unsere „Zukunftsleitlinien für Augsburg“ als Grundlage des Stadtentwicklungskonzepts, das derzeit entwickelt wird, noch breiter aufgestellt.

Vor allem ist die Langzeitwirkung der Auszeichnung nicht zu unterschätzen. Denn die Auszeichnung mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ist für Augsburg kein Grund, zufrieden zu sein, sondern Ansporn und Verpflichtung!“

(Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl)


Deutschlands nachhaltigste Stadt mittlerer Größe 2013

STADT PIRMASENS

„Es ist eine große Auszeichnung, dass es Pirmasens im Wettbewerb um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nach 2012 zum zweiten Mal unter die ersten Drei geschafft hat. Dass wir 2013 sogar den ersten Platz erreichen konnten, macht mich sehr stolz.

In Pirmasens ist man es gewohnt, mit Wandel kreativ umzugehen. Grundlage unseres Handelns bildet unsere Strategie, die Herausforderungen aus Strukturwandel, demografischer Entwicklung und Ökologie mit abgestimmten Projekten in vielen Politikbereichen der Stadt engagiert anzunehmen und daraus Chancen für unsere Stadt zu entwickeln. Dass wir damit richtig liegen, beweist die Auszeichnung als ‚Deutschlands nachhaltigste Stadt mittlerer Größe 2013‘.

Eine Teilnahme am Deutschen Nachhaltigkeitspreis lohnt sich, weil ein unabhängiger Blick der Fachjury auf die strategischen Ziele einer Kommune ein großer Motivationsschub für alle Beteiligte ist, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen.”

(Oberbürgermeister Dr. Bernhard Matheis)

Deutschlands nachhaltigste Großstadt 2014

STADT DORTMUND

„Wir wurden aufgrund unserer integrierten politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Aktivitäten als ‚Deutschlands nachhaltigste Großstadt 2014′ ausgezeichnet. Da der Deutsche Nachhaltigkeitspreis als inoffizielle Meisterschaft der Kommunen für das Zusammenwirken von Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft gilt, sind wir auf diesen Preis besonders stolz!

Die Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises bedeutet für uns ganz klar einen Imagegewinn. Das, was wir hier tun, erzielt bundesweite Wahrnehmung und Beachtung. Das zeigt sich unter anderem darin, dass die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW (LAG 21 NRW) den nächsten bundesweiten Netzwerk 21-Kongress im Oktober 2016 in Dortmund durchführt oder die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) Dortmund im MiGlobe-Netzwerk haben möchte. Allein diese Beteiligungen sind Ansporn, uns auch weiterhin mit dem Thema ‚Nachhaltigkeit’ zu befassen. Wir bleiben dran und hoffen, dass sich viele weitere Kommunen anschließen!“

(Oberbürgermeister Ullrich Sierau)

Deutschlands nachhaltigste Stadt mittlerer Größe 2014

STADT LUDWIGSBURG

„Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist eine Auszeichnung und Wertschätzung für die herausragende Arbeit und das zahlreiche, hingebungsvolle Engagement aller Beteiligten aus Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung. Er ist auch Anerkennung für den damit bewiesenen Mut, die Herausforderungen der nachhaltigen Stadtentwicklung anzunehmen und sie als Chance aktiv zu gestalten.

Die Stadt Ludwigsburg ist sich ihrer globalen Verantwortung bewusst und hat sich deshalb entschieden, das Preisgeld in Höhe von 35.000 Euro in die bestehende Klimapartnerschaft mit der Stadt Kongoussi im Norden von Burkina Faso zu investieren, um dort für die Menschen in der Sahelzone eine bessere Wasserversorgung zu erreichen.

Die Auszeichnung ist gleichzeitig Ansporn und Auftrag für uns, den bisherigen Weg weiter engagiert zu verfolgen. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis liefert wertvolle Impulse und die notwendige Motivation für die Fortsetzung der erfolgreichen Arbeit um die nachhaltige integrierte Stadtentwicklung. Dabei ist er auch ein wertvoller Türöffner bei Förderprojekten und beflügelt den Erfahrungsaustausch mit nationalen wie internationalen Partnern.“

(Oberbürgermeister Werner Spec)


Deutschlands nachhaltigste Gemeinde 2014

GEMEINDE FURTH

„Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis macht aufmerksam. Nachbargemeinden fragen nach und das Thema Nachhaltigkeit kann besprochen werden.

Für uns  ist der Preis ein Multiplikationsinstrument. Besonders in den Bereichen Energie und Umwelt haben wir ein scharfes kommunales Profil und können mit Verweis auf den Preis nicht nur weitere Türen öffnen. Auch der eine oder andere Förderbonus findet aufgrund der Auszeichnung leichter seinen Weg zu uns. Besuchsgruppen aus der ganzen Welt und Anfragen für Fachvorträge beweisen die Außenwirkung der Auszeichnung.“

(Erster Bürgermeister Andreas Horsche)

Deutschlands nachhaltigste Großstadt 2015

STADT KARLSRUHE

„Die Auszeichnung zu ‚Deutschlands nachhaltigste Großstadt 2015′ ist für Karlsruhe ein großartiger Erfolg und würdigt unsere Anstrengungen um eine soziale, ökologische und wirtschaftlich verantwortliche Entwicklung auf Grundlage des ‚Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Karlsruhe 2020′. Damit wird insbesondere das vielfältige Engagement aller Beteiligten ausgezeichnet – sei es für den Umwelt- und Klimaschutz, nachhaltige Mobilität oder die Förderung der sozialen Teilhabe. In Kommunen können Menschen ihre Umwelt am direktesten beeinflussen und gestalten. Der Preis trägt dazu bei, nachhaltige Entwicklung als Leitfaden der Stadtpolitik weiter auszubauen und ihr neuen Schwung zu verleihen. Es ist mir deshalb ein besonderes Anliegen, andere Kommunen zu ermutigen, ebenfalls das Thema ‚Nachhaltige Stadtpolitik’ aufzugreifen und sich am nächsten Wettbewerb zu beteiligen.”

(Umweltbürgermeister Klaus Stapf)

Deutschlands nachhaltigste Stadt mittlerer Größe 2015

STADT KEMPTEN

„Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis 2015 ist für die Stadt Kempten einerseits eine Auszeichnung für das bisher Erreichte. Andererseits ist er eine Verpflichtung, in den Anstrengungen für eine nachhaltige Zukunftsplanung nicht nachzulassen.

An erster Stelle steht dabei das Wohl der Bürgerinnen und Bürger. Das Ziel ist es, dass die Menschen sagen: ‚Kempten ist meine Stadt, hier lebe ich gerne.’ Um ihnen zu zeigen, dass die politischen Entscheidungsträger den gleichen Wunsch haben, hat sich der Stadtrat langfristige politische Leitlinien gegeben – die Strategischen Ziele 2030. Mit ihnen sollen die Voraussetzungen für eine weiterhin positive Entwicklung der Stadt geschaffen werden. Sie wurden einstimmig verabschiedet und lauten: Wirtschaftsstandort stärken, Stärkung der Finanzkraft, Zusammenleben aktiv gestalten, Kultur und Tourismus fördern sowie Klima, Umwelt, Mobilität – nachhaltig planen und handeln.

Auf diese Weise sollen nicht nur vorhandene Stärken weiter ausgebaut werden. Es gilt, mit Blick auf kommende Generationen in allen Bereichen vorausschauend zu planen und zu handeln.”

(Oberbürgermeister Thomas Kiechle)


Deutschlands nachhaltigste Gemeinde 2015

NORDSEEINSEL JUIST

„Der Gewinn des Deutschen Nachhaltigkeitspreises hat unser Ansehen extrem gestärkt. Selbstbewusst stellen wir Juist als Deutschlands nachhaltigste Kleinstadt/Kommune vor. Von allen Seiten erhalten wir viel Lob für unsere Aktivitäten und immer mehr Unterstützung. Dies gilt insbesondere für kommunalinterne Politik, aber auch für die landes- und bundesweite Politik. Im Bereich des nachhaltigen Tourismus hat uns der Gewinn einen gewaltigen Sprung nach vorn beschert. In der Zwischenzeit werden wir von vielen Institutionen aufgefordert an Projektausschreibungen teilzunehmen. Konkret können wir die Projekte ‚Juistus Klimaretter’ und ‚plastikfreies Juist’ stärker vorantreiben. Ich selbst habe nochmals einen großen Motivationsschub erhalten.“

(Bürgermeister Dieter Patron)

Deutschlands nachhaltigste Großstadt 2016

Stadt Nürnberg

“Die mehrmalige Teilnahme am Wettbewerb hat uns dabei geholfen, Strukturen und Prozesse zu hinterfragen und an den Anforderungen einer nachhaltigen Stadtentwicklung auszurichten. Wir setzen dabei auf integrierte, d.h. ressortübergreifende Abstimmungsprozesse sowie eine breite Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Nürnbergs. Die Auszeichnung als “Deutschlands nachhaltigste Großstadt 2016″ würdigt unsere Arbeit in den vergangenen Jahren und sorgt nicht zuletzt auch bei Verbänden, Unternehmen und Engagierten hier vor Ort für Anerkennung. Wir sind ausgesprochen stolz auf den Preis und hoffen, dass sich das “Wir sind nachhaltig”-Gefühl und die damit verbundene Verantwortung für künftiges gemeinsames Handeln auch weiterhin in der Stadtgesellschaft spiegelt.”

(Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly)

Deutschlands nachhaltigste Stadt mittlerer Größe 2016

STADT DELITZSCH

„Der Nachhaltigkeitspreis stellt für die Stadt Delitzsch nicht das Ziel des über viele Jahre erfolgten Agierens dar, sondern eine Etappe in der vielfältigen Ausprägung des Nachhaltigkeitsgedankens. Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft, soziale Gesamtverantwortung und Familienfreundlichkeit begreifen die Delitzscher Bürger als Gesamtheit.

Wir freuen uns über die Würdigung unserer Arbeit durch den renommierten Preis und verstehen ihn als Ansporn für unser weiteres Handeln.“

(Oberbürgermeister Dr. Manfred Wilde)

 


Deutschlands nachhaltigste Gemeinde 2016

Gemeinde Alheim

“Aus unserer Sicht ist die Auszeichnung als Deutschlands nachhaltigste Gemeinde 2016 eine große Anerkennung und der Dank unserer seit Jahren vorgenommenen Netzwerkarbeit mit breitem Nachhaltigkeitsspektrum – dies ist vom Gefühl her sicherlich der „Nobelpreis für Alheim“! Wir sind uns sicher, dass die hohe Auszeichnung die Menschen im Alheimer Land in ihrem Engagement weiterhin beflügeln wird und sogar schon einen ganz konkreten Beitrag geleistet hat. Die Gemeindevertretung hat kürzlich mit einstimmigem Beschluss die Hauptsatzung der Gemeinde Alheim durch  die folgende Präambel ergänzt: „Die Entwicklung der Gemeinde Alheim orientiert sich an den von den Vereinten Nationen verabschiedeten Zielen einer nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs) und der Hessen Charta der 100 Kommunen für den Klimaschutz“ . Damit ist Nachhaltigkeit auch zukünftig als Zielvorgabe des täglichen Handelns in Alheim festgelegt.”

(Bürgermeister Georg Lüdtke)


Bewerber um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden füllen einen benutzerfreundlich gestalteten, elektronischen Fragebogen aus. Hier spielen sowohl die individuellen Nachhaltigkeitsherausforderungen, denen sich eine Stadt oder Gemeinde zu stellen hat, als auch die Strategien und konkreten Nachhaltigkeitsmaßnahmen in verschiedenen Themenfeldern der nachhaltigen Stadtentwicklung eine Rolle.

Die Assessmentteams des Deutschen Instituts für Urbanistik, des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie und von ICLEI werten die Ergebnisse der bearbeiteten Fragebögen nach einem "sechs-Augen-Prinzip" aus. Ergebnis dieses Prozesses ist eine Shortlist aus den besten Kommunen jeder Kategorie (Finalisten). Anschließend erhalten alle Bewerber ein Feedback, ob sie zur Teilnahme in der zweiten Wettbewerbsphase ausgewählt wurden. Das jeweilige Spitzenfeld in den drei Größenklassen wird dazu eingeladen, vor Ort die eigenen Nachhaltigkeitsleistungen ausführlicher vorzustellen.

In der Jurysitzung wählt die Expertenjury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, die Sieger und Finalisten aus. In den Tagen nach der Jurysitzung werden alle Teilnehmer darüber informiert, ob sie nominiert wurden oder nicht.

Die Bekanntgabe und Auszeichnung der Sieger erfolgt im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitstages. Die abendliche Veranstaltung richtet sich an (Ober-)Bürgermeister und Nachhaltigkeitsexperten aus Kommunen sowie an Gäste aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Politik, Forschung und Medien.

Der Preis ist mit über € 100.000,- dotiert.

Die erfolgreichste Groß-, Mittel- und Kleinstadt bzw. Gemeinde erhält von der Allianz Umweltstiftung jeweils € 35.000,- für nachhaltige Projekte. Die Summe wird zweckgebunden für ein konkretes, neu konzipiertes Nachhaltigkeitsprojekt in der entsprechenden Stadt oder Gemeinde bzw. als Kapital des Preisträgers im Rahmen der Beantragung von Fördermitteln für ein solches Nachhaltigkeitsprojekt zur Verfügung gestellt. Die Auszahlung erfolgt nach Abstimmung der Projektdetails unmittelbar durch die Allianz Umweltstiftung.

Die gemeinnützige Allianz Umweltstiftung – im Jahr 1990 von der Allianz AG (heute SE) mit einem Stiftungskapital von 100 Millionen DM gegründet – fördert vor allem Projekte, die nicht nur Natur und
Umwelt im Blick haben, sondern die Menschen und ihre Bedürfnisse einbeziehen und auf eine nachhaltige Verbesserung der Umwelt abzielen. Die von der Stiftung geförderten Projekte sollen Umweltaspekte mit sozialen, kulturellen und bildungsbezogenen Anliegen verknüpfen.

www.umweltstiftung.allianz.de

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Hier geht es zur Bewerbung.

Fordern Sie hier Ihren Zugangscode zum geschützten Bereich des Wettbewerbs an und werfen Sie einen Blick in den Fragebogen. Der Fragebogen kann innerhalb der gesamten Bewerbungszeit online bearbeitet werden. Erst wenn Sie den Fragebogen einreichen, nehmen Sie verbindlich am Wettbewerb teil.

Häufige Fragen haben wir hier für Sie beantwortet.

ZUM FRAGEBOGEN

Die Jury entscheidet.

Die Expertenjury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, wählt Top 3 und Sieger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für Städte und Gemeinden aus. Dieses Gremium – jährlich berufen durch das Kuratorium der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis – repräsentiert die relevanten Stakeholdergruppen und bringt Erfahrungen und Perspektiven aus Kommunen, Forschung, Zivilgesellschaft und Politik in den Entscheidungsprozess ein.

Prof. Dr. Günther Bachmann

Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wird alle drei Jahre von der Bundeskanzlerin berufen, aktuell im Juni 2016. Er berichtet an das Bundeskanzleramt. Die Aufgaben des fünfzehnköpfigen Gremiums sind die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und die Benennung von konkreten Handlungsfeldern sowie die Durchführung eigener Projekte. Der Rat ist in seiner Agenda unabhängig. Er soll Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen machen.

Prof. Dr. Günther Bachmann leitet die Geschäftsstelle des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Nach seinem Studium der Landschaftsplanung war er von 1983 bis 2001 im Umweltbundesamt tätig, zuletzt in der Verantwortung zum Bundes-Bodenschutzgesetz. Innerhalb dieser Zeit war er mehrmals zu Studien- und Beratungszwecken im Ausland. Er ist Herausgeber von Loseblattwerken sowie Verfasser von Kommentaren zum Bodenschutzgesetz. Seit der Einrichtung des Nachhaltigkeitsrates 2001 ist er für diesen tätig. 2014 wurde Prof. Dr. Bachmann von der Stiftung Universität Lüneburg zum Honorarprofessor bestellt. Als Generalsekretär des Nachhaltigkeitsrates koordiniert er dessen politische und organisatorische Arbeit und treibt mit Impulsen und Initiativen das Nachhaltigkeitsdenken in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft voran. Er ist Vorsitzender der beiden Jurys des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für Unternehmen und für Städte. Als Redner und in zahlreichen Aufsätzen nimmt er zu aktuellen Fragen der Nachhaltigkeitspolitik und des Umweltschutzes Stellung. Er ist in wissenschaftlichen Beiräten, Stiftungskuratorien sowie in europäischen und internationalen Netzwerken tätig.

Martin Haas

Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. und Inhaber des haas cook zemmrich STUDIO 2050

Nach seinem erfolgreich abgeschlossenen Studium war der Diplom Ingenieur Martin Haas von 1995 bis 2012 als Mitarbeiter und Partner bei Behnisch Architekten tätig, wo er unter anderem die Verantwortung für die Nord/LB in Hannover, die Unilever Zentrale und den Marco Polo Tower in Hamburg sowie für das Ozeaneum in Stralsund trug. Den Schwerpunkt seiner Arbeit legt Haas auf die Entwicklung innovativer und nachhaltiger Architektur. Im April 2012 gründete er zusammen mit David Cook und Stephan Zemmrich nach 6 Jahren der Partnerschaft sein eigenes Büro „haas cook zemmrich STUDIO2050″ mit Projekten im In- und Ausland. Darüber hinaus ist Haas sowohl Mitinitiator und Vizepräsident der DGNB als auch wissenschaftlicher Beirat der Bauhaus SOLAR Weimar. Außerdem hat er seit 2008 eine Gastprofessur an der University of Pennsylvania in Philadelphia USA sowie an der Universita di Sassari in Italien inne.

Markus Lewe

Oberbürgermeister der Stadt Münster

Markus Lewe (Jahrgang 1965) studierte bis 1989 Verwaltungswissenschaften an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung. Nach dem Studium arbeitete er in verschiedenen Tätigkeitsbereichen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Anschließend übernahm er eine Position als Revisor im Bischöflichen Generalvikariat Münster und stieg zum Leiter des Referats Controlling und der Organisationsentwicklung im Bistum auf. Während dieser Tätigkeit wurde Lewe im Jahr 1999 zum Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Münster Südost gewählt. Von 2007 an war er außerdem Vorsitzender der CDU Münster, bevor er in 2009 zum Oberbürgermeister der Stadt Münster gewählt wurde. Im September 2015 wurde Markus Lewe in seinem Amt als Oberbürgermeister bestätigt. Seit 2013 ist er Mitglied im Präsidium des Deutschen Städtetages. Am 1. Juni 2017 wurde Herr Lewe zum Präsidenten des Deutschen Städtetages ab dem 1. Januar 2018 gewählt.


Prof. Dipl.-Ing. Martin zur Nedden

Wissenschaftlicher Direktor und Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Urbanistik

Martin zur Nedden (Jahrgang 1952) war vom Jahr 2006 bis zum Jahr 2013 Beigeordneter für Stadtentwicklung und Bau der Stadt Leipzig. Nach seinem Studium der Raumplanung an der TU Wien und dem Städtebaureferendariat nahm er Tätigkeiten als Planer in Kommunen unterschiedlicher Größenordnung in Westdeutschland (u. a. Unna, Bochum) wahr. Ab dem 01.11.2013 übernahm zur Nedden die Leitung des Deutschen Instituts für Urbanistik. Er war u.a. langjähriger Vorsitzender des Bau- und Verkehrsausschusses des Deutschen Städtetages. Von 2013-2015 war Martin zur Nedden Präsident der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL). Er ist u.a. Mitglied der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) e.V. SRL und a.o. Mitglied des Bund Deutscher Architekten (BDA).

Roland Schäfer

Bürgermeister der Stadt Bergkamen und Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes

Roland Schäfer (Jahrgang 1949) studierte Rechtswissenschaften an der Universität Bielefeld. Nach seinem Zusatzstudium der Verwaltungswissenschaften im Jahr 1976 folgte in den Jahren 1977 bis 1983 eine Tätigkeit am Lehrstuhl für Öffentliches Recht an der Universität Bielefeld. Von 1983 bis 1988 arbeitete Schäfer in verschiedenen Dezernaten im Regierungspräsidium Arnsberg. 1984 bis 1985 folgte eine Abordnung zur Kreisverwaltung Soest. In den Jahren 1988 bis 1989 war Roland Schäfer in der Kommunalabteilung des Innenministeriums Nordrhein-Westfalen tätig. Im Anschluss folgte bis zum Jahr 1998 seine Amtszeit als Stadtdirektor der Stadt Bergkamen. 1998 wurde Roland Schäfer vom Rat zum hauptamtlichen Bürgermeister der Stadt Bergkamen gewählt. Seit dem Jahr 1999 ist er direkt gewählter hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Bergkamen. Roland Schäfer ist seit dem 1. Juli 2015 Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), zuvor war er 1. Vizepräsident. Zudem ist er 1. Vizepräsident des Städte- und Gemeindebundes NRW (StGB NRW).

Ulrike Schell

Mitglied der Geschäftsleitung der Verbraucherzentrale NRW

Ulrike Schell hat an der Rheinischen-Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn
Ernährungswissenschaften studiert. Seit Anfang der 80er Jahre ist sie bei der Verbraucherzentrale NRW mit verschiedenen Schwerpunkten in den Themenfeldern Umwelt & Klimaschutz sowie Ernährung & Lebensmittel tätig. Ulrike Schell ist Mitglied der Geschäftsleitung bei der Verbraucherzentrale NRW und leitet den Bereich Ernährung und Umwelt. Hier sind ihre Themenschwerpunkte u.a. Nachhaltige Entwicklung, SDGs und Nachhaltiger Konsum, Ressourcenschutz und Klimaschutz – global und lokal. Ulrike Schell setzt sich für mehr Wertschätzung für Lebensmittel und Konsumprodukte ein. Sie vertritt die Verbraucherzentrale NRW in fachlichen Gremien auf Landes- und Bundesebene. U.a. ist sie Mitglied des geschäftsführenden Vorstands von KlimaDiskurs.NRW. Privat ist sie im Vorstand des Öko-Institut e.V.


Prof. Dr. Uwe Schneidewind

Präsident des Wuppertal Institutes für Klima, Umwelt, Energie GmbH

Prof. Dr. Uwe Schneidewind (Jahrgang 1966) studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Köln und an der HEC School of Management, Paris. Nach seinem Studium war er im Bereich Strategische Umweltberatung/ Organisationsberatung bei Roland Berger & Partner in Düsseldorf tätig. 1995 promovierte er an der Universität St. Gallen. An die Promotion schloss sich 1998 eine Habilitation an. Es folgte eine Professur an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg im Bereich Produktionswirtschaft und Umwelt sowie eine Stellung als Dekan im Fachbereich Informatik, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften. Von 2004 bis 2008 war Prof. Schneidewind Präsident der Universität Oldenburg. Seit März 2010 hat er eine Professur für „Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit“ an der Bergischen Universität Wuppertal inne und ist Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Institutes für Klima, Umwelt, Energie GmbH.

Dr. Lutz Spandau

Vorstand der Allianz Umweltstiftung

Dr. Lutz Spandau (Jahrgang 1957) studierte Landschaftsarchitektur und Ökologie an der TU München-Weihenstephan. Als akademischer Rat am Lehrstuhl für Landschaftsökologie der TU München arbeitete er mit Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Haber in vielen nationalen und internationalen Projekten zur Ökosystemforschung. Für seine wissenschaftliche Tätigkeit wurde er mit dem Thurn und Taxis Forschungspreis ausgezeichnet. Im Jahr 2013 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Seit 1991 ist Dr. Spandau Vorstand der mit 50 Mio. Euro Grundstockvermögen ausgestatteten Allianz Umweltstiftung. Er ist für die Konzeption und Struktur der Stiftung und der Förderprojekte verantwortlich. Er wurde u. a. 2004 mit der Bayerischen Umweltmedaille ausgezeichnet. Dr. Spandau ist u. a. Mitglied des Naturschutzbeirats beim Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender der Audi Stiftung für Umwelt GmbH sowie Mitglied im Naturschutzbeirat des Landes Berlin.

Wolfgang Teubner

Geschäftsführer des ICLEI Europasekretariats in Freiburg

Wolfgang Teubner studierte politische Wissenschaften und englische Literatur. Nach Arbeiten u. a. für das Institut für Kommunalpolitik in Freiburg und einer Zusatzqualifikation als Berater für den europäischen Binnenmarkt trat er 1992 eine Stelle bei ICLEI – Local Governments for Sustainability an. Teubner verfügt über mehr als 20 Jahre Berufserfahrung in der interkommunalen Zusammenarbeit in verschiedenen Themenfeldern rund um nachhaltige Stadtentwicklung, inklusive Umweltmanagement, Lokale Agenda 21 und Klimaschutz. Bis heute war er an mehr als 100 europäischen und internationalen Projekten oft in leitender Funktion beteiligt. Von 1994 bis 1997 koordinierte er ICLEIs europäische Kampagne „Städte für den Klimaschutz“ und bis 1999 das europäische „Lokale Agenda 21 Trainingsprogramm“. Ab 1994 war er in die Entwicklung der Kampagne nachhaltiger Städte und Gemeinden in Europa involviert und an den Entwürfen der „Aalborg Charta“ und der „Aalborg Commitments“ beteiligt. 1996 und 1997 war er Jurymitglied des „European Sustainable City Award“. Seit 2010 ist Wolfgang Teubner Geschäftsführer des ICLEI Europasekretariats, dessen Leitung er schon seit 2002 als Prokurist und Exekutivdirektor übernommen hatte.


Dr. Stefan Wilhelmy

Bereichsleiter der „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt, Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen.

Von 2007 bis 2012 war Dr. Wilhelmy als Projektleiter, ab 2009 auch als stellvertretender Abteilungsleiter mit den Arbeitsschwerpunkten Migration und Entwicklung auf lokaler Ebene, kommunale Dreieckspartnerschaften, kommunale Klimapartnerschaften, kommunale Partnerschaftskonferenzen und Studien in der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt tätig. Im Juli 2012 übernahm Dr. Wilhelmy die Leitung der Abteilung SKEW, seit Januar 2017 leitet Dr. Wilhelmy die SKEW, die mittlerweile aus vier Abteilungen besteht, als Bereichsleiter.

Als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg war er von 1997 bis 2007 mit den Forschungsschwerpunkten kommunale Entwicklungszusammenarbeit, Entwicklungspolitik, nachhaltige Entwicklung, Indikatorenforschung, lokale Agenda 21 und Religion und Konflikt beauftragt. Als Politikwissenschaftler hat er in dieser Zeit auch seine Promotion zum Thema: „Theorien und Messkonzepte zur Analyse der Nachhaltigkeit in internationalen Beziehungen“ abgeschlossen und seither zahlreiche nationale und internationale Entwicklungs- und Forschungsprojekte geleitet.

Dr. Kirsten Witte

Leiterin des Programms LebensWerte Kommune bei der Bertelsmann Stiftung

Dr. Kirsten Witte wurde 1966 in Soest geboren. Nach ihrem VWL Studium arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin bis 1994 an der Universität Münster. Im gleichen Jahr promovierte sie zum Thema „Ordnungspolitische Perspektiven der Europäischen Union“. Von 1994 bis 2001 war Dr. Kirsten Witte in verschiedenen Funktionen bei der Stadt Münster tätig. Für die Bertelsmann Stiftung arbeitet sie seit 2001 und seit 2005 leitet sie hier das Programm LebensWerte Kommune.


Nutzen Sie den Wettbewerb!

Schon die Wettbewerbsteilnahme kann wertvolle Erkenntnisse bringen. Alle Wettbewerbsteilnehmer erhalten kostenfreie Kongresskarten. Die nominierten Kommunen sind Ehrengäste der Preisverleihung und können Erfolge breit nach innen und außen kommunizieren. Die Sieger erhalten ein Preisgeld von € 35.000,- und die „Preiskugel“.

Unabhängig von der Siegchance führt bereits die Teilnahme am Wettbewerb zu einer intensiven Auseinandersetzung mit den Nachhaltigkeitsleistungen. Die Beantwortung der Fragen sowie die tiefergehende Erläuterung im Rahmen der Interviews der Nominierten kann wertvolle Erkenntnisse bringen; die detaillierte Beschäftigung mit Nachhaltigkeitsleistungen schärft den Blick für Erfolge und Potenziale.

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Nominierung und Preis belohnen, motivieren und inspirieren die Akteure in der Verwaltung und die Bürger der Kommune. Für die Maßnahmen verwaltungsinterner und lokaler Kommunikation werden allen Nominierten Siegel zur Verfügung gestellt, mit denen sie ihren Wettbewerbserfolg kommunizieren können. Sie werden intensiv in die Berichterstattung der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. und ihrer Kooperations- und Medienpartner einbezogen.

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Alle Wettbewerbsteilnehmer erhalten kostenfreie Kongresskarten. Die Top 3 der Kommunen in jeder Größenkategorie bekommen Ehrenkarten für Kongress und Preisverleihung.

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Die Sieger erhalten die Preiskugel aus Aluminium, eine Handarbeit aus einem kleinen sauerländischen Unternehmen der Aluminiumverarbeitung. Sie symbolisiert das Logo des Deutschen Nachhaltigkeitspreises und hat einen hohen Wiedererkennungswert. Die Top 3 in jeder Größenklasse erhalten eine Plexiglasurkunde.

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Die erfolgreichste Groß-, Mittel- und Kleinstadt bzw. Gemeinde wird von der Allianz Umweltstiftung mit jeweils € 35.000,- für nachhaltige Projekte gefördert.

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Diese Projekte wurden erfolgreich realisiert.

Die drei Sieger des Jahres 2012 haben das Preisgeld der Allianz Umweltstiftung bereits eingesetzt:
In Freiburg floss die Summe von € 35.000,- in das Projekt "Schulverwaldung", bei dem Schulklassen im Freiburger Schulwald arbeiten und lernen - und so intensiv Natur erleben. Das Förderprogramm "Nachhaltigkeit neu lernen" profitierte in Neumarkt i.d.Opf. von dem Preisgeld. In Wunsiedel wird das Preisgeld für die Praxisklasse der Jean-Paul-Mittelschule verwendet, in der Schüler mit erhöhtem Förderbedarf einen theoriereduzierten, praxisnahen Unterricht erhalten.

Prof. Dr. Günther Bachmann

Der Wettbewerb wird dichter und die Teilnahme ambitionierter. Das gilt für die Unternehmen, aber auch unter den Kommunen regt der Deutsche Nachhaltigkeitspreis zu mehr Aufmerksamkeit und gegenseitigem Lernen an.
Als Belohnung winkt eine glanzvolle Preisverleihung. Beides gehört zusammen in einer Kultur der Zukunftskompetenz.

Prof. Dr. Günther Bachmann Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung

Die nachhaltigsten Städte und Gemeinden 2016.

Kommunen, die im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten eine umfassende nachhaltige Stadtentwicklung betreiben und in den wichtigen Themenfeldern der Verwaltung erfolgreiche Nachhaltigkeitsprojekte realisiert haben, wurden mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden 2016 ausgezeichnet.

ZU DEN PREISTRÄGERN

Deutschlands führender Kongress für nachhaltige Entwicklung.

Am 25. November 2016 trafen sich Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zum intensiven Dialog über Wirtschaftsthemen und die relevanten Nachhaltigkeitsfragen aus Kommunen und Forschung. Der Kongress vernetzt Profis und bietet die Chance, vorbildliche Entwicklungen in der deutschen Nachhaltigkeitslandschaft zu verfolgen.

ÜBER DEN KONGRESS

Unabhängig, neutral und transparent.

Die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. richtet den Wettbewerb, den Kongress und die Preisverleihung als unabhängiges Multistakeholder-Projekt aus, das frei ist von Partikularinteressen aus Politik, Wirtschaft oder Zivilgesellschaft. Diese Unabhängigkeit wird auch durch die Finanzierungsstruktur gewährleistet.

ÜBER PARTNER UND FÖRDERER