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Gemeinde Ascha

Die Gemeinde Ascha gehört zu den Top 3 in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste Kleinstädte und Gemeinden 2016″.

In der kleinen Gemeinde Ascha in Bayern (ca. 1.600 Einwohner) hat Nachhaltigkeit Tradition. Insbesondere durch einen starken ehrenamtlichen Einsatz des Bürgermeisters, der sich seit mehr als 20 Jahren für das Thema begeistert, und seines Teams wird Klimaschutz und soziales Engagement in Ascha gelebt. Die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger ist dabei selbstverständlich.

Ausgangspunkt der Nachhaltigkeitspolitik in der bayrischen Gemeinde ist die Einführung eines Lokalen Agenda 21-Programms im Jahr 1998. Darauf aufbauend wurde das „Zukunftsforum Ascha“ initiiert, mit der Aufgabe, der Gemeindeentwicklung wirkungsvolle Impulse zu geben und alle Interessen einzubinden. Arbeitskreise zu verschiedenen Themen sollen gewährleisten, dass sich sowohl Institutionen, Verbände und Vereine, aber auch Privatpersonen an dem Prozess zur nachhaltigen Kommune beteiligen. Die Ziele der Lokalen Agenda 21 wie das Schaffen von Arbeitsplätzen, die Schonung der Umwelt und eine Stärkung des Gemeinsinns wurden seitdem eindrucksvoll umgesetzt und findet national wie international Anerkennung.

So verfolgt Ascha ein ganzheitliches Klimaschutzkonzept mit dem Ziel, bis 2020 eine autarke Energieversorgung zu verwirklichen. Anhand vieler Maßnahmen konnte dieses Ziel bereits zu 92% erreicht werden: Die Versorgung mit diversen erneuerbaren Energien (u.a. Solar, Biogas, Biomasse, Wasser- und Windkraft) wurde kontinuierlich ausgebaut, Bayerns erstes Nahwärmenetz sowie eine flächendeckende Solar-Straßenbeleuchtung ist in Ascha zu finden. Ein erfolgreiches Ökobonussystem für neue Wohnsiedlungen schafft Anreize zum nachhaltigen Bauen. 

Und auch die jungen Bürgerinnen und Bürger werden durch das „Fifty-Fifty“-Konzept in den Schulen für nachhaltiges Engagement sensibilisiert. Außerdem schafft eine Bildungsstation zu Biodiversität (u.a. eine Streuobstwiese mit 100 Sorten und ein Imkertag) Bewusstsein für den Umweltschutz.

Dass der Gemeinsinn in Ascha große Bedeutung hat, zeigen Initiativen wie das Nachbarschaftsprojekt „Hallo Nachbar“. Der Gemeinde gelingt es darüber hinaus auf eindrucksvolle Weise, zugleich Dorferneuerung (u.a. durch Reaktivierung des Ortskerns) und Erhalt der Dorfkultur (bspw. durch einen traditionellen und der Allgemeinheit zugänglichen Brotbackofen) sicherzustellen. Der Herausforderung einer effizienten Mobilität im ländlichen Raum begegnet die Gemeinde mit einem kostenlosen Busservice für Kita- und Schulkinder sowie mit dem Ausbau der Fahrradwege in der Region. Die Verwaltung bietet zudem ein Sharing-Modell mit einem Elektroauto an und subventioniert die Anschaffung von e-Rollern.

Die Jury begeistert das außergewöhnliche Engagement der kleinen bayrischen Gemeinde Ascha, das durch eine Vielzahl an Akteuren getragen wird. Sie würdigt die gemeinschaftliche Beharrlichkeit und das gelebte Leitbild „Von der Vergangenheit in die Zukunft“ mit einer Nominierung Aschas für die Kategorie “Deutschlands nachhaltigste Kleinstädte und Gemeinden 2016″.

 

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