Deutscher Nachhaltigkeitstag
21. – 22. November 2019

Das war der 12. Deutsche Nachhaltigkeits­tag.

Am 21. und 22. November fand zum 12. Mal der Deusche Nachhaltigkeitstag statt. Im Mittelpunkt der beiden Kongresstage standen u. a. die Themen Biodiversität, Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung, Globale Partnerschaften, urbane Mobilität und grüne Startups. Impressionen gibt es im Highlight-Film.

Die 100 Antworten – in 100 Bildern.

Der 12. Deutsche Nachhaltigkeitstag gab 100 Antworten u. a. zu den Themen Klimaschutz, Digitalisierung, neuen Geschäftsmodellen, Biodiversität, urbaner Mobilität, Verpackungslösungen und globalen Kooperationen. Die Illustratorin Nadine Roßa hat für uns den Kongress begleitet – und visualisierte die 100 Antworten grafisch als Sketch Notes. 

100 Antworten.

Nachhaltigkeit ist endlich oben auf der Agenda. Nicht nur, weil die Herausforderungen wachsen – vor allem beim Klimaschutz. Sondern auch, weil die Jugend Druck macht und immer mehr Akteur/innen mitnimmt. Fakten werden zu kraftvollen Forderungen. Politik, Wirtschaft, Kommunen und Forschung müssen antworten und handeln. Schnell, groß, mutig. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis und der Kongress müssen Antworten liefern – fokussiert und qualifiziert. Aus erster Hand von denen, die wissen, erklären und entscheiden. Wir prämierten die Besten und fragten 100 Referent/innen, wie Transformation gelingen kann und welche Lösungen sie anbieten:

Internationale Expert/innen, Köpfe großer und kleiner Unternehmen, Spitzenpolitiker/innen und Vertreter/innen der Zivilgesellschaft. Sie alle beschreiben konkrete Beiträge zum Wandel. Der DNT 2019 am 21. und 22. November im MARITIM Hotel Düsseldorf stellte 100 Antworten u.a. zu Klimaschutz, Digitalisierung, neuen Geschäftsmodellen, Biodiversität, urbaner Mobilität, Verpackungslösungen und globalen Kooperationen zur Diskussion. Am 21.11.2019 wurde nachmittags im Kongress der Sonderpreis Digitalisierung, am Abend des 22.11.2019 in festlichem Rahmen der 12. Deutsche Nachhaltigkeitspreis und der 5. Next Economy Award verliehen.

Hier finden Sie das Kongressprogramm zum Download.

Das war das
KONGRESS­PROGRAMM #DNP12

Hier finden Sie das Kongressprogramm zum Download.

09:00 Uhr

Eröffnungsplenum

Saal Düsseldorf (EG)

Zehn Milliarden Menschen bevölkern den Planeten – auch bei knapper werdenden Ressourcen hat jeder von ihnen die gleiche Chance auf ein würdevolles Leben … Diese faszinierende Zivilisationsvision ist keine Tagträumerei, sondern längst in greifbarer Nähe. Sie ist technisch, ökonomisch und gesellschaftlich erreichbar. Was es dafür allerdings braucht, sind fundamentale Veränderungsprozesse, eine kulturelle Revolution oder auch – die Große Transformation. Dieser Kompasswechsel erfordert Wissen, Fähigkeiten, Haltung, vor allem aber das Zusammenspiel verschiedener Akteur/innen in geteilter Verantwortung, die Überwindung starrer Rollenbilder und Mut zur Kreativität. In welchen Arenen vollzieht sich die Große Transformation und welche Eigenschaften braucht es, um diesen tiefgreifenden Wandel voranzutreiben?

Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie

Saal Düsseldorf (EG)

Motorenmanipulationen haben Volkswagen in eine tiefe Vertrauenskrise gestürzt. Der größte Automobilhersteller der Welt sagt, er habe verstanden, und antwortet mit einer milliardenschweren Dekarbonisierungsstrategie. Wie nachhaltig ist der Paradigmenwechsel zur E-Mobilität? Kann ein E-Change ohne echten Werte- und Kultur-Change im Konzern gelingen? Wie geht Volkswagen mit Rohstofflieferanten aus Afrika um? Wie will VW auch mit E-Fahrzeugen Branchenprimus bleiben?

Ralf Pfitzner, Leiter Konzern Nachhaltigkeit bei Volkswagen

Saal Düsseldorf (EG)

Nach UN-Schätzungen werden 2050 zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben. Der zunehmende Urbanisierungsdruck führt zu steigender Luftverschmutzung, mehr Lärmbelastung, unzureichenden öffentlichen Verkehrssystemen und verstopften Straßen. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Forschung suchte 2019 neue und unkonventionelle Ansätze, die die urbane Mobilität von Menschen und Gütern befördern und gleichzeitig Wechselwirkungen auf die Lebensqualität, Sicherheit und Umwelt berücksichtigen. Aus einem anspruchsvollen Wettbewerb gingen drei Finalisten mit konkreten Ideen für eine nachhaltige, inklusive und ganzheitliche Verkehrswende hervor.

Arne Holst, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Berlin
Prof. Dr.-Ing. Christoph Hupfer, Projektleiter an der Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft
Raul Krauthausen, Gründer und Vorstandsvorsitzender des Sozialhelden e.V.

Saal Düsseldorf (EG)

Fleisch- und Flugverzicht sind das Gespräch der Stunde. Doch der mit Abstand größte CO2-Hebel liegt liegt im Immobiliensektor. Energetisch effizientes Bauen ist also angesagt. Die Standardfragen der Bauherr/innen, „Was bringt das?“ und „Wie finanziere ich das“, bedeuten in der Regel zwei getrennte Beratungsgespräche. Die Landesbank Baden-Württemberg macht aus zweien eins – und verknüpft Klimaschutz und Baufinanzierung zum „Stuttgarter Klimakredit“. Wie funktioniert die Antwort des Finanzsektors auf die Herausforderungen der Dekarbonisierung genau? Und was hat sie bisher gebracht?

Thomas Rosenfeld, Vorstand der Landesbank Baden-Württemberg

Saal Düsseldorf (EG)

Plastikmüll in den Weltmeeren, Gesund­heits­gefahren durch Weich­macher und Fragen von Energie- und Ressourcen­effizienz berühren alle wichtigen Zukunftsthemen. Politik, Handel und Verbraucher sind sich einig, dass der weltweite Plastikmüll reduziert werden muss. Gesucht: Konzepte, die Verpackungen wirklich vermeiden, reduzieren oder optimieren (und nicht nur so wirken), im Massenmarkt bezahlbar bleiben und den Verbraucher­bedürfnissen nach Hygiene, Information und Bequemlichkeit entsprechen. Aber welche Lösungen sind die vielversprechendsten? Der Chef des Grünen Punktes mit einer Einschätzung.

Michael Wiener, Geschäftsführender Gesellschafter und Chief Executive Officer bei Der Grüne Punkt - Duales System Deutschland

Saal Düsseldorf (EG)

Weg von der Plastikverpackung! Für Hersteller von Tiefkühlprodukten scheinbar eine unlösbare Aufgabe. Frosta, zweifacher Sieger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises, zeigt wie es gehen kann. In einer Weltpremiere präsentiert Frosta auf dem DNT eine neue, klimafreundliche Tiefkühl-Verpackung.

Hinnerk Ehlers, Vorstand Marketing, Vertrieb und Personal bei Frosta
Torsten Matthias, Marketingdirektor bei Frosta

Die globalen Herausforderungen beim Umwelt- und Klimaschutz machen ambitionierte Ziele und mutige Veränderungen erforderlich. Vor allem die global agierenden Konsumgüterunternehmen stehen in der Verantwortung, neue Wege aufzuzeigen und Nachhaltigkeit im Alltag der Menschen überall auf der Welt und in der Breite der Gesellschaft zu verankern. Ein gemeinsames Verständnis der Ziele und der Transformationsprozesse sind ein erster Schritt. Entscheidend ist dann, wie technisches Fachwissen und Innovationskraft gebündelt in konkretes Handeln umgesetzt werden, um Investitionen zu mobilisieren und Communities zu motivieren. Procter & Gamble setzt dabei auf globale Partnerschaften und lokale Initiativen. Die globale Nachhaltigkeitsverantwortliche des Konzerns liefert einen Change-Bericht zu konkreten Projekten und Allianzen.

Virginie Hélias, Chief Sustainability Officer bei Procter & Gamble

Saal Düsseldorf (EG)

Nach dem verheerenden Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza gegründet, um für bessere Bedingungen innerhalb der Lieferkette zu sorgen: Das Bündnis für Nachhaltige Textilien. Die Multi-Akteurs-Partnerschaft kümmert sich um Branchen-Herausforderungen, die einzelne Akteure allein nur schwer meistern können. Dabei setzt es auf das Prinzip der unternehmerischen Sorgfaltspflichten. Was hat sich seitdem verändert? Wie beantwortet das Bündnis Fragen nach fairer Entlohnung und besserem Umweltschutz?

Frank Zach, Referatsleiter Internationale Gewerkschaftspolitik Osteuropa (außer EU) & Asien-Pazifik des Deutschen Gewerkschaftsbundes und Mitglied im Steuerungskreis des Textilbündnisses

Moderation: Dr. Norbert Taubken, Geschäftsleitung von Scholz & Friends Reputation

Saal Düsseldorf (EG)

Das „Project Drawdown“ der amerikanischen Umweltaktivistin und Bestsellerautorin Dr. Katharine Wilkinson identifizierte die hundert effektivsten, bereits existierenden Methoden, um den Klimawandel nicht nur zu verlangsamen oder zu stoppen, sondern sogar umzukehren. Entgegen aller Erwartungen landete das Empowerment von Frauen im Spitzenfeld: Geschlechtergerechtigkeit kann den Klimawandel stoppen! Auf den ersten Blick eine steile These, auf den zweiten leuchtet sie auf bemerkenswerte Weise ein: Frauen sind nicht nur stärker von Klimakatastrophen betroffen als Männer. Ihr mangelhafter Zugang zu Bildung, Ressourcen und Rechten steigert den weltweiten CO2- Ausstoß. Wie ist das möglich? Welche Wirkungszusammenhänge hat das „Project Drawdown“ ermittelt? Wie kann Geschlechtergerechtigkeit für besseren Klimaschutz sorgen?

Dr. Katharine Wilkinson, Co-Autorin von „Drawdown – The most comprensive plan ever proposed to stop global warming“

11:30 Uhr

Pause

11:45 Uhr

Parallele Dialogforen

Saal Düsseldorf (EG)

Schmelzende Gletscher, steigende Meeresspiegel, Rekordhitzesommer: Die Fakten des Klimawandels sind nicht mehr ignorierbar. Lösungsansätze sind längst da – sie wurden auf Herz und Nieren geprüft und funktionieren bestens. Nur werden sie nicht oder zu zögerlich umgesetzt. Woran scheitert es, wer bremst? Wie lassen sich Hürden beseitigen? Welche Lösungen greifen kurzfristig?

Prof. Dr. Maja Göpel, Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirates der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen
Luisa Neubauer, Aktivistin für Fridays for Future
Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie
Dr. Katharine Wilkinson, Co-Autorin von „Drawdown – The most comprensive plan ever proposed to stop global warming“
Uwe Bergmann, Head of Sustainability Management bei Henkel

Moderation: Fritz Lietsch, Journalist und Chefredakteur des Magazins forum Nachhaltig Wirtschaften

Raum Mauritius (1. OG)

in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

In den Produktionsländern der Textilindustrie werden häufig Löhne gezahlt, die trotz Einhaltung gesetzlicher Mindestlöhne kaum zum Leben reichen. Wie können Marken- und Handelsunternehmen in Deutschland dazu beitragen, dass höhere und perspektivisch existenzsichernde Löhne gezahlt werden? In welchem Verhältnis stehen unternehmerische  Sorgfaltspflichten und gesetzliche Rahmenbedingungen? Was wurde bisher erreicht und wo gibt es noch Nachholbedarf?

Anneke Bremer, Projektmanagerin beim Bündnis für Nachhaltige Textilien (Einführung)
Dr. Jürgen Janssen, Leiter des Bündissekretariats für Nachhaltige Textilien (Einführung)

Dr. Sabine Ferenschild, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Südwind e.V. und Mitglied im Steuerungskreis des Textilbündnisses
Fabian Kusch, Leiter Purchasing/Nachhaltigkeit/Quality Assurance Materials bei Bierbaum-Proenen
Ansgar Lohmann, Leiter Corporate Social Responsibility bei KiK
Frank Zach, Referatsleiter Internationale Gewerkschaftspolitik Osteuropa (außer EU) & Asien-Pazifik des Deutschen Gewerkschaftsbundes und Mitglied im Steuerungskreis des Textilbündnisses
Anosha Wahidi, Referatsleiterin des Fachreferats 114 für Nachhaltige Lieferketten und Nachhaltigkeitsstandards im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Moderation: Dr. Norbert Taubken, Geschäftsleitung von Scholz & Friends Reputation

Raum Peking A + B (1. OG)

in Zusammenarbeit mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagment global

Ob sie sich in Lateinamerika, Afrika oder Europa engagieren – die Top 3 des DNP Kommunale Partnerschaften eint starke zivilgesellschaftliche Partizipation. Gerade bei Transformationsthemen wie Klimaanpassung, nachhaltiger Stadtplanung oder Bildung für nachhaltige Entwicklung zeigt sich, dass die globalen Herausforderungen die Partnerkommunen immer enger zusammenrücken lassen. Das Bild der klassischen Entwicklungszusammenarbeit verändert sich. Wie beginnt und gelingt “Partnerschaft auf Augenhöhe”? Bei welchen Themen lernen deutsche Kommunen von ihren Partnern? Was genau unterscheidet “Hilfe” von “Zusammenarbeit”?

Chumisa Natalia Thengwa, stellv. Leiterin beim Amt für Umweltplanung und Klimaschutz bei der eThekwini Municipality (Durban)
Jessica Baier, Abteilungsleiterin Themenpartnerschaften und internationaler Fachaustausch kommunal bei der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagment Global
Angela Gewiese, Stabsstelle Klimaschutz und Kreisentwicklung beim Landkreis Enzkreis
Silke Goethe, Referentin Entwicklungszusammenarbeit in der Senatskanzlei der Freien Hansestadt Bremen
Wolfgang Herz, Erster Landesbeamter beim Landkreis Enzkreis
Sven Trautmann, Referent im Referat Internationale Zusammenarbeit der Stadt Leipzig
Dr. Doris Witteler-Stiepelmann, Referatsleiterin Länder und Kommunen im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Moderation: Tina Teucher, Speakerin, Moderatorin, Autorin und Beraterin für nachhaltiges Wirtschaften

Raum Dubai (1. OG)

Wir haben es in der Hand, unser Konsumverhalten macht den Unterschied. Jeder weiß es, die meisten wirken resistent, manche konsumieren gelegentlich bewusst und die wenigsten kaufen konsequent nachhaltig. „Den Konsumenten“ determinieren Bildung, Einkommen und Milieu in seinem Verhalten – die Entwicklung hin zum nachhaltigeren Konsum geht zu langsam. Wie verändern wir schneller Gewohnheiten, an denen wider besseres Wissen festgehalten wird? Welche Anreize müssen Hersteller und Handel setzen? Wo fehlen Angebote, die Nachfrage schüren könnten? Und welche Kommunikation kann nachhaltigen Konsum unterstützen?

Jenan Mouhamed Ali, Senior Sustainability Manager bei Coca-Cola European Partners Deutschland
Holger Danneberg, Leiter Produktentwicklung bei Werkhaus
Raphael Fellmer, Aktivist, Gründer und Geschäftsführer von Sirplus
Nicole Hanisch, Mitglied der Geschäftsführung beim Rheingold Institut
Karl-Robert Romboy, Senior Consultant bei METRO Deutschland

Moderation: Dr. Meike Gebhard, Geschäftsführerin von Utopia

Raum Teneriffa (1. OG)

in Zusammenarbeit mit dem Grünen Punkt – Duales System Deutschland

Kunststoffverpackungen türmen sich in deutschen Haushalten zu Müllbergen. Das öffentliche Bewusstsein ist geschärft und der Druck gegen die Plastikflut wächst, doch noch sind die Gesetze des Marktes stärker als kleinteilige Verbote. Alternative Verfahren und Materialien sind längst vorhanden. Trotzdem kommt immer noch kein funktionierender Kunststoff-Recylingmarkt in Gang. Warum sollen mehr Rezyklate in Verpackungen verarbeitet werden, solange neues Plastikgranulat deutlich billiger ist? Welche Antworten geben Politik, Hersteller und Handel? Wie kann ein gemeinsames Vorgehen gegen die Plastikflut umgesetzt werden?

Jürgen Dornheim, Section Head Corporate Packaging R&D Innovation & Sustainability bei Procter & Gamble Germany
Alexander Janz, Stv. Leiter des Referats WR II 5 „Vermeidung und Verwertung von Verpackungsabfällen, Wertstoffrückgewinnung“ im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Nukleare Sicherheit
Maria Schäfer, Funktionsbereichsleitung Nachhaltigkeit Ware bei REWE
Jörg Deppmeyer, Geschäftsführer Vertrieb bei Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland
Viola Wohlgemuth, Expertin für Chemie und Plastik bei Greenpeace

Moderation: Claudia Fasse, Geschäftsführerin bei Fasse + Bieger Strategische Kommunikation

13:00 Uhr

Pause & Networking

13:00 - 14:00 Uhr am BMBF-Stand auf der Empore (1. OG)

in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Von A nach B zu gelangen ist für die meisten Menschen fester Bestandteil ihres Alltags. Dennoch fehlen an vielen Stellen praktikable, sichere und umweltfreundliche Mobilitätsangebote. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Forschung suchte 2019 innovative Lösungen für die Mobilität der Zukunft. Aus einem anspruchsvollen Wettbewerb gingen drei Finalisten hervor, die sich auf spannende Diskussionen mit allen interessierten Kongressgästen freuen. Im Mittelpunkt der drei nominierten Projekte steht der Mensch unterwegs – zu Fuß, barrierefrei oder im autonomen, öffentlichen Nahverkehr.

14:00 Uhr

Parallele Dialogforen

Saal Düsseldorf (EG)

Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung soll die Ziele der Agenda 2030 erreichen, doch angesichts von Klimakrise und Artensterben steht sie auf dem Prüfstand. Trotz internationalen Lobes waren zahlreiche Verbesserungen erforderlich, wie ein Peer Review im November 2018 ergab. Was hat sich seit der Aktualisierung getan? Welche Antworten gibt die Bundesregierung auf den wachsenden öffentlichen Druck?

Dr. Stefan Bauernfeind, Leiter des Referats für nachhaltige Entwicklung im Bundeskanzleramt
 

Innovativ, unternehmerisch und direkt setzt sich das internationale Studierendennetzwerk ENACTUS gemeinsam mit zahlreichen Partnern dafür ein, die Welt im Kleinen zu verbessern. Nachhaltigkeit für Menschen in schweren Lebenslagen, Umwelt und Natur bilden dabei die Grundsteine der Ideenentwicklung. Doch bei guten Ideen allein soll es nicht bleiben - positiver Impact ist das Ziel. Schon heute als Studierender gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und sich dadurch als Führungskraft von morgen profilieren -wie das funktioniert, erklären

Lukas Kortendieck, Teamleitung HR bei bei ENACTUS Mannheim
Miriam Triassi, Projekleiterin bei ENACTUS Mannheim
 

Die Klimakrise gilt derzeit als größte Bedrohung der globalen Gesundheit. So haben Hitzewellen nicht nur negative Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, sondern sorgen auch für die Verbreitung von Infektionskrankheiten und Allergien. Die neue Disziplin „Planetary Health“ betont die zahlreichen Co-Benefits von gesundem Verhalten – beispielsweise ist eine fleischreduzierte Diät gut für Körper und Erde zugleich. Warum die Klimakrise ein medizinischer Notfall ist, der buchstäblich unter die Haut geht, und was hilft erklärt

Dr. Eckart von Hirschhausen, Arzt, Moderator und Kabarettist
 

Innovationen für mehr Nachhaltigkeit liefern die neun Gründer/innen, die aus einem anspruchsvollen Wettbewerb um den Next Economy Award, der Auszeichnung für nachhaltige Startups, hervorgingen. Den NEA vergibt die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis zum fünften Mal zusammen mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung und dem DIHK. Die Nominierten stellen unmittelbar nach ihrer Präsentation vor der Jury in einem „Elevator-Pitch“ auch dem Kongresspublikum ihr Geschäftsmodell vor. In 60 Sekunden! Die Stimmen der Zuschauer bestimmen die Sieger mit; sie erhalten am Abend ihre Auszeichnungen. 

Die Finalisten des Next Economy Awards
 

Moderation: Tina Teucher, Speakerin, Moderatorin, Autorin und Beraterin für nachhaltiges Wirtschaften

Raum Mauritius (1. OG)

in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Immer mehr Unternehmen gestalten ihre Lieferketten umweltgerecht und fair. Dies kommt nicht nur kritischen Verbraucherstimmen entgegen, sondern zahlt auch auf die Profitabilität ein: Verantwortungsvolle Ressourcengewinnung und Produktion beugen Rohstoffrisiken vor und stellen die Versorgung von Lieferanten sicher. Eine enge Zusammenarbeit entlang der Lieferkette optimiert darüber hinaus einzelne Prozessschritte. Welche Faktoren zeichnen gelingende Kooperationen aus? Wie können sie zur Erreichung der Agenda 2030 beitragen? 

Konstantin Bark, Director Sustainable Business & Communications bei Unilever
Jens Harder, Vice President Corporate Purchasing bei Grohe
Julius Palm, Director of Sustainability & Innovation bei followfood
Eva-Maria Reinwald, Fachpromotorin für Globale Wirtschaft und Menschenrechte bei SÜDWIND e.V. – Institut für Ökonomie und Ökumene
Birgit Schwenk, Leiterin der Unterabteilung G I für Grundsatzangelegenheiten und planungsrelevante Rechtsetzung am Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Moderation: Manfred Belle, Fachpromotor für die Sustainable Development Goals beim Eine Welt Netz NRW e.V.

Raum Peking A + B (1. OG)

Die Welt erstickt an Plastik. Alleine der Müllstrudel im Pazifik ist vier Mal so groß wie Deutschland. Weniger Plastik produzieren? Davon sind wir weit entfernt. Dann zumindest eine funktionierende Kreislaufwirtschaft, aber auch dieser Ansatz kommt bislang nicht richtig in Gang. Und doch gibt es sie, die Leuchtturmprojekte, in denen Techniken entwickelt, neue Allianzen geknüpft und damit ungewohnte Antworten gegeben werden. Zum Beispiel beim Recycling von Windeln. So dreht sich Plastik in neuen Bahnen und nicht mehr im Pazifik.

Nicolas Defauw, CFO and Vice President Sustainability, Global Baby and Feminine Care at Procter & Gamble
Dr. Stefanie Deuser, International Chemicals Management bei BASF
Dr. John Layman, Chief Technologist and Founding Inventor bei Pure Cycle Technologies
Dr. Volker Rehrmann, Head of TOMRA Recycling/Mining & Circular Economy
Elke Salzmann, Referentin Ressourcenschutz im Team Mobilität und Reisen beim Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.

Moderation: Claudia Fasse, Geschäftsführerin bei Fasse + Bieger Strategische Kommunikation

Raum Teneriffa (1. OG)

in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) 

Die aktuellen gesetzlichen Anforderungen im Gebäudebereich reichen nicht aus, damit der Sektor einen hinreichend großen Beitrag zu den Klimaschutzzielen leisten kann. Dabei gibt es zahlreiche Beispiele, die deutlich machen, was heute schon geht: Gebäude, die mehr sind als „nahezu klimaneutral bis 2050“ und eine aktive Rolle beim Erreichen der Paris-Ziele einnehmen. Was sind die wichtigsten Stellschrauben auf dem Weg hin zu klimapositiven Gebäuden – im Neubau und im Bestand? Was muss politisch, gesellschaftlich und in der Planungs- und Baupraxis passieren, damit wir endlich vorwärts kommen?

Johannes Kreißig, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
Günter Manhardt, Schulleiter des Schmuttertal-Gymnasiums Diedorf
Prof. Clemens Richarz, Architekt bei der Bundesarchitektenkammer
Prof. Matthias Rudolph, Professor für Gebäudetechnologie und klimagerechtes Entwerfen an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und Projektleiter bei Transsolar Energietechnik
Mette Qvist, CEO bei der Green Building Council Denmark

Moderation: Fritz Lietsch, Journalist und Chefredakteur des Magazins forum Nachhaltig Wirtschaften

Raum Dubai (1. OG)

in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Kooperation mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Gleichzeitige Förderung von nachhaltiger Entwicklung und internationalem Klimaschutz – dieses Ziel verfolgt die Allianz für Entwicklung und Klima des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Gut durchdachte CO2-Kompensationsprojekte sorgen für effizienten Klimaschutz und fördern parallel den wirtschaftlichen und technologischen Fortschritt vor Ort. Mehr als 400 Partner aus Unternehmen, Verbänden, Behörden und der Zivilgesellschaft engagieren in der Allianz über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus. Was ließ sich in einem Jahr erreichen? Welche Ziele verfolgen die Unterstützer? Und wie kann man mitmachen?

u.a. mit

Dr. Harald Diaz-Bone,Bereichsleiter Klimapolitik und -finanzierung bei First Climate
Apu Gosalia, Chairman Task Force Nachhaltigkeit beim Verband der Europäischen Schmierstoffindustrie (UEIL)
Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Franz Josef Radermacher, Leiter des Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung (FAW/n)

Moderation: Dr. Norbert Taubken, Geschäftsleitung von Scholz & Friends Reputation

15:15 Uhr

Pause

15:30 Uhr

Abschlussplenum

Saal Düsseldorf (EG)

Die Agenda 2030 und die mit ihr verbundenen Sustainable Development Goals (SDGs) lassen sich nicht in Alleingängen oder durch Insellösungen erreichen. Starke, interdisziplinäre Netzwerke und Kooperationen auf Augenhöhe sind gefragt. Faire Arbeitsbedingungen, besserer Umweltschutz, klimaschonendes Wirtschaften: Was konnten Zusammenschlüsse wie das Textilbündnis oder die Allianz für Entwicklung und Klima bisher erreichen? Was können wir von den Besten lernen – den für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominierten Globalen Partnerschaften?

Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Saal Düsseldorf (EG)

Ein mit-entscheidendes Instrument der Transformation ist die Investition in nachhaltig agierende Unternehmen - und der Stopp der Finanzierung "unnachhaltiger" Geschäftsmodelle. Das fordert Investoren, Banken und Unternehmen heraus. Neue Ideen sind gefragt, damit transparente und geeignete Informationen zu ökologischen und sozial-gesellschaftlichen Maßstäben bei der Unternehmensführung bereitstehen. Welche Wege bietet die Technologie an? Welche neuen Geschäftsmodelle zeichnen sich in einem globalen, nachhaltigen und wertebasierten Finanzsystem ab?

Georg Kell, Gründer und ehemaliger Exekutivdirektor des Global Compact der Vereinten Nationen sowie Vorsitzender des englisch-deutschen Vermögensverwalters Arabesque 

Saal Düsseldorf (EG)

Paula Caballero. Sie gilt als Erfinderin der Sustainable Development Goals (SDGs). Gegen erhebliche Widerstände initiierte sie 2012 ein Format, das es in der Geschichte der Vereinten Nationen noch nie gab: Mit den 17 Nachhaltigkeitszielen einigt sich die Weltgemeinschaft erstmals auf für alle Länder geltende, klare Ziele zur Nachhaltigkeit, auf prüfbare Indikatoren und neue politische Instrumente. Die SDGs werden die internationale Zusammenarbeit in zentralen Politikbereichen über Jahrzehnte prägen. Was konnten sie bereits bewirken? Und wie weit sind wir noch entfernt von der Vision einer generationengerechten Weltordnung?

Paula Caballero, Geschäftsführerin für die Bereiche Klima und Wasser bei Rare und Leiterin der Abteilung für Wirtschaft, Soziales und Umwelt im Kolumbianischen Außenministerium a.D. 

Saal Düsseldorf (EG)

Der Bausektor transfomiert sich – und die Zeit drängt. Weltweit ist die Branche für ein Drittel der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Dabei sind klimapositive Gebäude längst keine Zukunftsmusik mehr – sie sind gelebte Realität und übernehmen eine aktive Rolle beim Erreichen der Klimaschutzziele. Woran scheitern flächendeckende Maßnahmen in der Bundesrepublik? Und welcher gesetzlichen Rahmenbedingungen bedarf ein echter Paradigmenwechsel?

Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

Saal Düsseldorf (EG)

2019 – ein wichtiges Jahr in der deutschen Nachhaltigkeitspolitik: Der alarmierende UN-Bericht zum Artensterben, Diskussionen um Meeresmüll und Verpackungsflut, zudem die Klimaproteste von Jugendlichen weltweit. Die Bundesregierung handelt: ein wegweisendes Klimapaket, das Verbot von Einwegplastik und Einkaufstüten, ein Insektenschutzprogramm. Die Reaktionen auf die Weichenstellungen der Bundesregierung gehen weit auseinander - von zufriedenem Schulterklopfen bis hin zu harter Kritik. Wie hat 2019 die Umweltpolitik verändert und welche Schlüsse ziehen wir daraus – auch für die Politik und die Gesellschaft allgemein?

Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

17:00 Uhr

Ende

Dies waren u.a. die Referent/­innen
und Moderator/­innen des
Deutschen Nachhaltigkeits­tages 2019

Grösste Plattform der Nachhaltigkeit.

Der Deutsche Nachhaltigkeitstag ist der führende nationale Kongress rund um Nachhaltigkeit. Er richtet sich an CEOs und Nachhaltigkeitsexperten aus Unternehmen und Verwaltung sowie an Experten aus Politik, Forschung, Medien und Gesellschaft. Mit jährlich rund 2.000 Gästen ist die zweitägige Veranstaltung die meistbesuchte Kommunikationsplattform zu den drängenden Nachhaltigkeitsfragen unserer Zeit.

Heute vernetzen, morgen gestalten.

Immer mehr junge Menschen wünschen sich einen Job mit Sinn. Der Fair Future Day 2019 vernetzte sie mit Deutschlands führenden Nachhaltigkeitsakteur/innen und gab Antworten auf die Fragen von morgen. Die Teilnehmenden erhielten freien Eintritt zum zweitägigen Kongress im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitstages.

Führende Köpfe der Nachhaltigkeit.

Hunderte renommierte Fachleute gestalten seit 2008 das Programm des Deutschen Nachhaltigkeitstages.

Gut zu wissen

Neuigkeiten und Informatives rund um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis

Die diesjährigen Ehrenpreisträger

Die Ehrenpreise des Deutschen Nachhaltigkeitspreises gingen in diesem Jahr an Bundespräsident a. D. Joachim Gauck, die kolumbianische Umweltaktivistin Paula Caballero, „Simply Red“-Frontmann Mick Hucknall und den dänischen Architekten Bjarke Ingels.

Green Event

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist ein Green Event: hinsichtlich Umweltschutz, Energie- und Ressourceneffizienz, sinnvoller Logistik und sozialer Standards. So richtet er Kongress und Preisverleihung klimaneutral aus und unterstützt zusätzlich soziale Projekte.

Wertvolle Kooperationen

Als unverzichtbarer Teil des Deutschen Nachhaltigkeitspreises begleiten uns jährlich zahlreiche Unternehmen, Organisationen und Institutionen mit ihrem Engagement auf einem nachhaltigen Weg.

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