Transformation gemeinsam umsetzen

Kommunale
Partnerschaften.

Kommunen sind weltweit die Orte, an denen sich Klimawandel und alle anderen ökologischen und sozialen Herausforderungen wie unter einem Brennglas konzentrieren. Gleichzeitig werden auf kommunaler Ebene Lösungen gefunden und Transformationsprozesse umgesetzt. Kommunale Partnerschaften leisten durch Austausch und Zusammenarbeit einen wichtigen Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz, aber auch zu Versöhnung und Friedenssicherung. 

Das sind die Sieger und Finalisten 2021

Diese drei Sieger und Finalisten haben die Jury überzeugt und konnten sich unter allen Nominierten durchsetzen.

Landkreis Karlsruhe mit Brusque, Brasilien (Sieger)

Die Kooperation zwischen dem Landkreis Karlsruhe und der Stadt Brusque in Brasilien entstand 2011 mit dem Fokus auf das Thema Klimaschutz. Schon bald kamen die anderen Nachhaltigkeitsdimensionen dazu. Die kommunalen Verwaltungen der beiden Partner werden dabei von Universitäten, Unternehmen und Interessensorganisationen aktiv unterstützt...

Stadt Landau in der Pfalz mit dem Distrikt Ruhango, Ruanda (Sieger)

Die Partnerschaft zwischen der Stadt Landau in der Pfalz und dem Distrikt Ruhango in Ruanda zeichnet sich durch eine außergewöhnlich starke zivilgesellschaftliche Komponente aus und wird vor allem durch die mittlerweile vier Landauer Partnerschaftsvereine getragen. In über 35 Jahren Partnerschaft konnten sie eine Vielzahl von Projekten entwickeln, die vor allen Dingen die Aspekte Bildung, Gesundheit und Wasserversorgung fördern und dort weitreichende Erfolge verbuchen können...

Stadt Leipzig mit Addis Abeba, Äthiopien (Finalisten)

Schon in den 1970er Jahren entstand eine Verbindung zwischen der Stadt Leipzig und Addis Abeba in Äthiopien - durch Leipzig als zentralen Standort für Afrikastudien. Im Jahr 2004 wurde ein Partnerschaftsvertrag unterzeichnet, der den Beginn für eine facettenreiche Kooperation ins Leben rief. Ein jeweils für zwei Jahre festgelegter Maßnahmenplan, der von den Oberbürgermeistern beider Städte unterzeichnet wird, schafft Verbindlichkeit...

Städte und Gemeinden
für die Agenda 2030.

Gesucht: Beispiele für besonders erfolgreiche Kooperationen mit dem Globalen Süden.

Seit 2018 werden in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global Kommunen in Deutschland mit ihren Partnerkommunen im Globalen Süden ausgezeichnet, die sich im Rahmen von Partnerschaften besonders vorbildlich für die Verwirklichung der Agenda 2030 engagieren.

Ziel des Preises ist es, Beispiele für besonders erfolgreiche Partnerschaften mit Vorbildcharakter zu identifizieren, in den Fokus einer breiteren Öffentlichkeit zu setzen und als Good Practices anderen deutschen und internationalen Kommunen vorzustellen. Der DNP Globale Partnerschaften soll Kommunen würdigen und zugleich aktivieren, als Multiplikatoren zur kommunalen Entwicklungszusammenarbeit beizutragen.

Gesucht

Partnerschaften zwischen Kommunen in Deutschland und im Globalen Süden.

Wettbewerb

Fragebogen: 
15.09. bis 22.10.2020.

Gebühr

Für die Teilnahme am Wettbewerb wird keine Gebühr erhoben.

Preisverleihung

Bundesminister Dr. Gerd Müller verkündete die Sieger am 4. Dezember 2020.

Die Schritte zum Preis.

Kommunen in Deutschland und im Globalen Süden bewerben sich als Tandem.

Anhand eines Fragebogens stellten deutsche Städte, Gemeinden und Landkreise bis zum 22.10.2020 Partnerschaften mit Kommunen im Globalen Süden (DAC-Liste des BMZ) vor, die die Agenda 2030 fördern. Die Partnerschaft musste aktuell laufen bzw. durfte nicht länger als 12 Monate abgeschlossen sein. Es zählten klare Fokussierung auf SDGs, konkrete Maßnahmen zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele in Deutschland und/oder dem Partnerland, hohe Nachhaltigkeitswirkung sowie eine mittelfristige Fortsetzungs- und Erfolgsperspektive.

Die Bewerbungen wurden von den Assessmentpartnern des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie und des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) ausgewertet. Die Nominierten konnten Video-Statements zur Bewerbung beitragen. Die Expertenjury entschiedt über die Sieger, die im Rahmen der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises am 4.12.2020 in Düsseldorf bekannt gegeben wurden. 

Die Jury.

Eine unabhängige Jury entschiedt über die Finalisten und Sieger auf Basis der Juryunterlagen, persönlicher Expertise der Juror/innen sowie von Erkenntnissen der durch sie repräsentierten Stakeholdergruppen. Unter den Jurymitgliedern waren 2020 u.a.:

Prof. Dr. Günther Bachmann

Leiter der Jury, früherer Generalsekretär des Rats für Nachhaltige Entwicklung

Nanda Bergstein

Director Corporate Responsibility Tchibo GmbH

Dr. Ingolf Dietrich

Ministerialdirigent, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Beauftragter für nachhaltige Entwicklungsziele

Jürgen Herzing

Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg

Prof. Dr. Imme Scholz

Stellv. Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE)

Ulrich Walter

Geschäftsführer der AUWA Holding GmbH

Dr. Stefan Wilhelmy

Bereichsleiter der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt, Engagement Global gGmbH

Vier gute Gründe mitzumachen.

Preisgeld

Die beiden Sieger-kommunen erhalten jeweils eine Summe von 30.000 € - für neue Projekte im Rahmen der Partnerschaft. 

Netzwerk

Die Sieger sind Bühnenakteure der Preisverleihung am 4. Dezember 2020.

Kommunikation

Die Finalisten und Sieger haben die Möglichkeit, kostenfrei das Siegel des DNP zu nutzen, um ihren Erfolg zu kommunizieren.

Beratung

Die Sieger erhalten eine Beratung zur klimafreundlichen Gestaltung der Partnerschaftsarbeit, vermittelt und finanziert durch die Allianz für Entwicklung und Klima.

FAQs

Die häufigsten Fragen zum Wettbewerb.

Freiwillige Kompensation im kommunalen Raum.

2020 wird die Allianz für Entwicklung und Klima in den Kommunalpreis eingebunden. Die Allianz setzt auf das Potential von freiwilligem Engagement und die Hebelwirkung von CO2-Kompensationsprojekten in Entwicklungs- und Schwellenländern. Über 700 Unterstützer haben sich der Allianz bereits angeschlossen: große und kleine Unternehmen, Kommunen und Behörden, Verbände, Hochschulen, Projektentwickler, Kompensationsanbieter und die Zivilgesellschaft. Ziel ist es, die Allianz für Entwicklung und Klima bei Städten und Gemeinden bekannter zu machen und die Akzeptanz der freiwilligen Kompensation von CO2-Emissionen im kommunalen Raum zu stärken.

Großer Auftritt für die Besten.

Die erfolgreichen Konzepte der Transformation verdienen Aufmerksamkeit, den Finalisten gebührt Wertschätzung. Die Sieger erhalten ihre Auszeichnungen vor Gästen aus Unternehmen, Kommunen, Politik, Forschung und Zivilgesellschaft. Es ist ihr Abend im Zeichen des Respekts für die unterschiedlichen Wege zum selben Ziel.

Alle bisherigen Preisträger.

Im dritten Jahr belohnt und motiviert der Erfolge beim DNP die teilnehmenden Kommunen in Deutschland und im Globalen Süden. Nominierung, Finalteilnahme und Auszeichnung entfalten Kraft in die Städte hinein. Die erfolgreichen Teilnehmenden profitieren durch die Berichterstattung der Stiftung DNP und die Resonanz in den Medien.

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