Next Economy Award Preiskugel

Startup-Wettbewerb des DNP

Next Economy Award.

Der NEA ist die nationale Spitzenauszeichnung für Gründer/innen, die den Wandel zur „nächsten“, nachhaltigeren Wirtschaft mitgestalten. Bewerben können sich in den letzten fünf Jahren gegründete Unternehmen und Organisationen, die mit innovativen Geschäftsmodellen die soziale und ökologische Transformation vorantreiben.

Über den Tellerrand kochen GmbH

Die Über den Tellerrand kochen GmbH nutzt das Kochen als Medium interkulturellen Austauschs und bietet gemeinsam mit Geflüchteten Kochkurse, Kochbücher und Caterings an.

Seit 2015 kamen über eine Mio. Asylsuchende nach Deutschland. Viele leben nach wie vor in Massenunterkünften, haben keine Arbeit und kaum Kontakt zu Beheimateten, was das Ankommen erschwert. Gleichzeitig wachsen durch negative Schlagzeilen und fehlenden Austausch Ängste und Vorurteile der Beheimateten.

Für ein nachhaltiges und interkulturelles Miteinander und um Austausch auf Augenhöhe zu ermöglichen, bringt Über den Tellerrand kochen beide Seiten über Kochprojekten zusammen. Das Sozialunternehmen bietet Kochkurse an, die von Geflüchteten geleitet werden. Sie können so erste Berufserfahrung im deutschen Arbeitsmarkt sammeln und bekommen eine Verdienstperspektive. Geflüchtete können auf diese Weise außerdem Kochinteressierten in einem angenehmen Rahmen ihr Können und ihre Kultur zeigen. Ca. 600 Teilnehmende pro Jahr konnten mit den Kursen bisher erreicht werden. Interkulturelle Caterings sind ebenfalls Teil des Angebotes. Über hochkarätige Veranstaltungen (z.B. Bürgerfest des Bundespräsidenten, Tag der offenen Ministerien) macht das Unternehmen auf seine Angebote aufmerksam. Daneben gestaltet und vertreibt es Kochbücher gemeinsam mit Köchen mit und ohne Fluchthintergrund und erreicht damit Menschen, die sich für internationale Küche interessieren, aber bisher wenig mit Flucht und Migration zu tun hatten. Bisher wurden bereits 15.000 Kochbücher verkauft. Alle Gewinne fließen in die Umsetzung der Begegnungsprojekte.

Durch die Über den Tellerrand-Projekte werden die Menschen hinter dem Begriff „Flüchtling“ vorgestellt. Sie werden zu GastgeberInnen und die klassische Geber-Nehmer-Logik, die Projekte im Integrationsbereich oft kennzeichnet, wird umgekehrt. Beheimatete erhalten durch gemeinsames Kochen und den kulinarischen Genuss einen positiven Zugang zur Kultur und Lebenswelt der Geflüchteten. Dies ist oft der Anstoß für intensiveres Kennenlernen oder ehrenamtliches Engagement. Die Angebote sollen Verallgemeinerungen und stereotype Annahmen hinterfragen und die gegenseitige Akzeptanz zwischen den Menschen fördern.

Über den Tellerrand kochen ist in Berlin zu Hause, stellt aber umfassendes Material und Unterstützung für die Umsetzung von „Satelliten“-Projekten anderorts zur Verfügung. So sind über 30 Regionalgruppen in Deutschland und im deutschsprachigen Raum entstanden. Das Angebot soll auf weitere Standorte ausgeweitet, die Anzahl der Kurse und der Absatz der Kochbücher innerhalb der nächsten drei Jahre verdoppelt werden.

Über den Tellerrand kochen schafft über das positiv belegte Thema Kochen interkulturellen Austausch und Akzeptanz zwischen Menschen, die sich sonst vielleicht nicht begegnet wären. Vor allem das Satellitenkonzept, mit dem sich die Über den Tellerrand-Projekte unkompliziert in die Breite tragen lassen und das so eine große Reichweite entwickeln kann, hat die Methodikteams überzeugt. Sie würdigen das Unternehmen mit einer Nominierung für den Next Economy Award in der Kategorie „Change“.

 

 

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