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Beeindruckende Vielfalt prägt das Finalistenfeld des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Design 2021

Zum ersten Mal prämiert der Deutsche Nachhaltigkeitspreis vorbildliche Beispiele nachhaltiger Gestaltung. Die Expertenjury wählte Ende September die Finalisten. Die Produkte, Lösungen und Systeme stammen aus ganz unterschiedlichen Branchen und reichen von Studentenprojekten bis zu Design-Ikonen etablierter Hersteller.

Überblick Trends und Themen bei den Finalisten des DNP Design 2021

Produkte aus recyceltem (Meeres-)Plastik sind ein eindeutiger Trend, den das Finalistenfeld des des ersten Deutschen Nachhaltigkeitspreises Design deutlich macht. Die Produkttypologien sind dabei sehr vielseitig – vom Kinderstuhl Charlie (ecoBirdy) über den Designerstuhl RUM des dänischen Labels Wehlers bis zu den Outdoormöbeln von Mater, vom Puma-Sportschuh LQDCELL Shatter über das Tokyo Cape von Jack Wolfskin bis zum Schmuck von Bracenet oder den Müllbeuteln Wildbag. Passend dazu wurde im Bereich der Zukunftsvisionen die maritime Müllabfuhr SeeElefant von der Jury zum Finalisten ernannt. Der Verein One Earth – One Ocean präsentiert unter diesem Namen ein Umsetzungskonzept zur effizienten Beseitigung von Plastikmüll aus den Meeren. „Dass Plastikmüll in den Gewässern weltweit eines der gravierendsten Umweltprobleme ist – verursacht durch unsere etablierten Produktions- und Konsummuster –, muss nicht mehr betont werden. Deshalb ist es genau richtig, dass sich zahlreiche Projekte mit diesem Thema befassen und der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Design diese entsprechend würdigt. Für zukünftige Produkte und deren Gestaltung gilt, solche Probleme durch ökologisches Design zu verhindern“, kommentiert Jurymitglied Prof. Dr. Christa Liedtke, Leiterin der Abteilung Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren am Wuppertal Institut sowie Professorin für Nachhaltigkeit im Design an der Folkwang Universität der Künste.

Ein starker Bereich ist auch das Bedürfnisfeld Mobilität und Transport. Zu den Finalisten zählen die unterschiedlichsten Verkehrsmittel mit Elektroantrieb, darunter die Autos e.GO und Sion (Sono Motors), der vom Design an die legendäre Isetta angelehnte Microlino, der Dreirad-Roller Microletta und der Personenzug Mireo von Siemens Mobility. Hinzu kommt das Bambusfahrrad My Boo, der aus in Deutschland angebautem Löwenzahn hergestellte Reifen Urban Taraxagum von Continental sowie das von Schwalbe initiierte Recyclingsystem für Fahrradschläuche.

Nachhaltige Mode und Textilien sind bereits etabliert und weiter auf dem Vormarsch, was die Vielzahl und auch die Vielfalt der Finalisten aus dem Bedürfnisfeld Kleidung und Accessoires belegt. Hier findet sich kreislauffähige Bademode von MyMarini, die FlipFlops „Cocolette“ aus ökologischen Materialien, Cradle-to-Cradle-Bettwäsche von Mary Rose, Biodiversität fördernde Mode von Cocccon, biologisch abbaubare Textilien von OceanSafe, das britsche Label Fanfare, Biounterwäsche von Erlich Textil, Bademäntel der klima- & ressourcen-positiven Textilmarke Kushel sowie nachhaltige Businesskleidung für Frauen von Nina Rein. „Ich bin äußerst angetan davon, dass die Einreichungen im Bereich Mode sowohl ökologisch, als auch sozial nachhaltig sind und zudem eine gesellschaftsrelevante Ästhetik visualisieren“, so Mara Michel, Geschäftsführerin des VDMD - Netzwerk für Mode.Textil.Interieur.Accessoire.Design e. V.

Das Thema Solarenergie spiegelt sich in den Finalisten Solemate von EET, einem Plug-In-Photovoltaikspeicher für die Steckdose, den Solardachziegeln SolteQ und dem Solarstromspeicher sonnenBatterie wider.

Auch Designklassiker wie das Mono A Besteck, der Stokke TrippTrapp, der Wiener Kaffeehausstuhl 214 von Thonet, der Artek-Hocker Stool 60, der Bordbar-Trolley rivet rocker_used oder der Staubsauger DC01 von Dyson sind in der engeren Auswahl des DNP Design.

Energie- und ressourcensparende Fertighäuser wie die Bio-Designhäuser von Baufritz, das Energieplushaus von SchwörerHaus oder die flexibel kombinierbaren Wikkelhouses aus Frischfaser-Wellpappe-Modulen zählen ebenfalls zu den Finalisten.

Durchgesetzt haben sich zudem Materialinnovationen in allen Bereichen: Nachhaltige Verpackungsmaterialien und -systeme wie das Mehrwegsystem für Versandverpackungen RePack, der erste deutsche Supermarkt und Onlineshop ohne Einwegverpackungen Original Unverpackt, die Aufbewahrungsbehälter Relics von Georgia von le Fort, die biovegane Folienverpackung Nachhälter von Grünkunft oder die essbaren Lebensmittelverpackungen von MealBag. Unter den neuartigen Textilien stachen die Skarvan Biobased Pants von Vaude sowie Bananatex®, das weltweit erste technische Gewebe aus Fasern der Bananenpflanze heraus. Zu den Baustoffen unter den Finalisten des DNP Design zählen der Verbundwerkstoff lightweight solutions von lisocore sowie der innovative Holzwerkstoff karuun aus Rattanpalmen.  

Eine Gruppe unter den Finalisten bilden zudem ressourcensparende Produkte wie feste Seifen und Shampoos (Duschbrocken, WE REDUCE!, alverde), Zahnputztabletten (Denttabs) oder Putzmittel (everdrop).

Welche der mehr als 100 Finalisten, die sich ab sofort mit dem Siegel „Finalist Deutscher Nachhaltigkeitspreis Design 2021“ schmücken und somit den Verbrauchern ein Stück Orientierung im Dschungel der Konsumwelt geben dürfen, werden am 3. Dezember auch zu Siegern ernannt? Es bleibt spannend!

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