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Botschafterin der Hoffnung.

Jane Goodall wurde berühmt als Primatenforscherin und gilt heute als eine der bedeutendsten Kämpferinnen für Umwelt- und Artenschutz. Sie ist nicht nur Mahnerin, sondern Botschafterin der Vision, dass der Planet noch nicht verloren ist. In dieser Woche feierte die letztjährige Ehrenpreisträgerin ihren 84. Geburtstag.

Ein Schimpansenruf, ein sogenannter „Chimphoot“, hallt durch einen Festsaal in München: Die 400 Gäste lauschen gebannt einer zierlichen Frau auf der Bühne – eine Szene, die sich fast täglich auf der ganzen Welt wiederholen kann.

Die Frau ist die weltbekannte britische Verhaltensforscherin, Umweltaktivistin und UN-Friedensbotschafterin Jane Goodall. In ihrem Leben hat sie bereits früh gelernt, Tiere zu beobachten und mit ihnen zu kommunizieren – so wie einst der von ihr als Kind verehrte Dr. Doolittle. Sie spricht nicht nur perfekt „Schimpansisch“, sondern erreicht mit ihrer Botschaft „There´s still a lot left worth fighting for“ die Menschen auf der ganzen Welt. Seit 60 Jahren lebt sie für den Erhalt der Vielfalt auf diesem Planeten und lebt es selbst vor, authentisch, glaubwürdig, überzeugend und verständlich.

Als junge Frau bricht Jane Goodall alleine auf in den tansanischen Regenwald in Gombe, um Schimpansen zu studieren und mehr über das „Missing Link“ zwischen Tierwelt und Mensch zu erfahren. Dank ihrer bahnbrechenden Studien wird diese Linie durchlässiger und hat unser Selbstverständnis als Mensch verändert. Die junge Forscherin gibt ihren „Studienobjekten“ Namen, entdeckt als eine der Ersten, dass sie Emotionen haben wie wir und so intelligent sind, Werkzeuge nicht nur zu nutzen, sondern herzustellen. Eine Gabe, die bislang dem Menschen vorbehalten schien – eine echte Revolution. Und dann geht sie geradlinig, beherzt und unerschrocken auch ihren weiteren Weg: Sie beendet ihre Feldstudien und beschließt, sich zukünftig ganz für den Erhalt der Umwelt und das Leben der Schimpansen und anderen Menschenaffen einzusetzen. Seither reist Jane Goodall als Natur- und Friedensaktivistin rund um den Globus, um Menschen für den Schutz von Tieren und der Umwelt zu inspirieren. 1977 gründete sie das Jane Goodall Institute for Wildlife Research, Education and Conservation, das sich heute in 30 Ländern für den respektvollen Umgang mit Menschen, Tieren und der Natur einsetzt.

Dabei hat sie stets „das Ganze“ im Blick und erkannte früh, dass wir ohne die Menschen vor Ort auf verlorenem Posten kämpfen. Ihr Ansatz der Community Based Conservation verbindet moderne Methoden des Naturschutzes, Wiederaufforstung und Klimaschutz mit Bildung, Gesundheitsförderung und Armutsbekämpfung – heute auch mit großen internationalen Partnern wie etwa NASA, Google und Forrest Watch. Um vor allem auch zukünftige Generationen als Verbündete zu gewinnen, ist Bildung der Schlüssel. So rief Goodall gemeinsam mit Schülern in Afrika 1991 das Kinder- und Jugendprogramm „Roots & Shoots“ ins Leben. Heute existieren mehr als 10.000 Gruppen in über 100 Ländern, die sich mit kleinen und größeren Umwelt- und Sozial-Projekten für eine bessere Welt engagieren. Dafür wurde sie von Kofi Annan zur UN-Friedensbotschafterin ernannt: „Es ist nicht nur notwendig, dass die Menschen aufhören, sich gegenseitig zu bekämpfen. Sie müssen auch aufhören, ihre Umwelt zu zerstören!”, so ihr Credo.

Weitere Informationen zur Arbeit von Jane Goodall erhalten unter www.janegoodall.de 

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