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„Der DNP hat schon vor vielen Jahren einzigartige Maßstäbe gesetzt“ – Interview (Teil 2)

Nachdem wir im ersten Teil des Interviews mit DNP Design-Jurymitglied Prof. Johann Tomforde über seine persönliche Geschichte sowie die Rolle der Nachhaltigkeit in der Automobilbranche gesprochen haben, geht es im zweiten Teil um den DNP Design.

Unter anderem geht es um die Fragen, wodurch sich nachhaltiges Design auszeichnet, warum es an der Zeit ist, dass der DNP um die Kategorie Design erweitert wird und wie Designer/innen von einer Teilnahme am Wettbewerb profitieren können.

Was kann/soll ein Preis für nachhaltiges Design – neben den vielen vorhandenen Designpreisen – bringen?

JT: In der Regel werden Designwettbewerbe branchenspezifisch (oft von Unternehmen gesponsert) nach deren funktionalen, technischen und ästhetischen Kriterien ausgeschrieben. Es ist also an der Zeit, dass der Deutsche Nachhaltigkeitspreis um die immer wichtigere Disziplin Design erweitert wird – aber in der vorhin von mir geschilderten Tragweite. Der jetzt neu ausgeschriebene DNP Design setzt dafür die umfassenden Bewertungs-Maßstäbe.

Warum sollten sich Unternehmen, Designer/innen, Studierende beteiligen?

JT: Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis hat schon vor vielen Jahren mit seinen Kriterien einzigartige Maßstäbe gesetzt. Weit über die Grenzen hinweg hat der DNP in Gesellschaft, Politik und den Medien einen international beachteten Stellenwert erreicht, mit dessen Nominierung und erst recht dem Preis jeder nachhaltig Kreative belohnt werden möchte! Durch die weite Auslegung des Teilnehmerspektrums nicht nur auf Unternehmen und Designfirmen spezifischer Branchen haben alle Studierenden und Professionals, die besonders nachhaltige Gestaltungs- und Systemlösungen geschaffen haben, eine große Chance zur Verbreitung und verbesserten Wahrnehmung ihrer vorbildlichen Arbeiten in der Öffentlichkeit.

Warum ist nachhaltiges Design wichtig und wie würden Sie es definieren?

JT: Wer sich in der heutigen Zeit noch wagt, Produkte zu gestalten oder Systeme zu konzipieren, die nicht den Mindest-Nachhaltigkeits-Standards entsprechen, der wird sich selbst als Designer disqualifizieren. Als eine der wenigen „Generalisten und Architekten zu gestaltender Gesamtsysteme“ haben Designer/innen nicht nur die Chance, sondern auch die Verantwortung, den aktuellen Klimarettungsdiskussionen greifbare Inhalte und vorzeigbare Anmutungen zu verleihen, die dann die Menschen auch begehrenswert finden.

Wie in Teil 1 schon ausführlicher kommentiert, hier in Kurzform meine wichtigsten Anforderungen an nachhaltiges Design:

1. Nachhaltigkeit muss für die gesamte Wertschöpfungskette, die tägliche Nutzung und den gesamten Lifecycle gelten.
2. Energieeffizienz, Ressourcenschonung, Second Life Recycling, ultraemissionsarmer Betrieb, nutzerfokussierte Ergonomie und alltagstaugliche Multifunktionalität gehören zu den wichtigsten Kriterien, die selbstverständlich sein sollten für nachhaltiges Design.
3. Aber zunehmend auch die Digitale Transformation im Design-Prozess, beim Herstellprozess und für die KI-unterstützte smarte, intelligente Nutzung als Systemdesign-Nachhaltigkeit.
 

Hier lesen Sie Teil 1 des Interviews.
Alle Informationen zum DNP Design finden Sie auf der Wettbewerbsseite.

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