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Deutscher Nachhaltigkeitspreis Forschung zeigt innovative Ideen zur urbanen Bioökonomie

In diesem Jahr prämiert der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Forschung wissenschaftliche Ideen dazu, wie biologische Rohstoffe Städte noch lebenswerter machen. Drei von einer Expertenjury ausgewählte Projekte stehen ab sofort online zur Wahl.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek zeichnet die überzeugendste Idee am 4. Dezember 2020 im Rahmen der Gala des 13. Deutschen Nachhaltigkeitspreises in Düsseldorf aus und sagte anlässlich des Starts der Abstimmung: „Das Wissenschaftsjahr Bioökonomie sieht ein wenig anders aus als seine Vorgänger. Statt auf großen und kleinen Veranstaltungen finden wir uns häufig virtuell zusammen. Der Online-Makeathon zur Urbanen Bioökonomie ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie die virtuelle Zusammenarbeit gelingen kann. Alle Teams haben sich mit großer Begeisterung und Kreativität der Herausforderung gewidmet, innovative Ideen für Städte zu entwickeln, in denen biologische Rohstoffe intelligent genutzt werden. Ich bedanke mich bei allen Teilnehmenden für ihren Ideenreichtum und Einsatz für nachhaltige Konzepte. Den Finalisten drücke ich die Daumen für die laufende Online-Abstimmung. Ich bin sehr gespannt, welche der Ideen das Rennen macht.“

Folgende Projektideen aus einem virtuellen Ideenwettbewerb, in dem Wissenschaftler, Studierende sowie Vertreter/innen des Einzelhandels, der Entsorgungswirtschaft und von Kommunen zusammengebracht wurden, stehen im Finale:

Hinter der Idee „Waste-to-Resource-Unit – Urbane Bioökonomie zur ganzheitlichen Nutzung organischer Abfälle“ steht der Aufbau einer modularen Bio-Raffinerie, die die Umwandlung von Lebensmittelabfällen in hochwertige Ressourcen ermöglichen soll. Gemischte Lebensmittelabfälle aus Kantinen und Mensen werden in einer „Waste-to-Resource-Unit“ hygienisch aufgearbeitet und in ihre Bestandteile wie z. B. Eiweiß und Stärke zerlegt. Möglich ist so auch die Gewinnung von Pigmenten oder Vitaminen für die Lebensmittelproduktion. Dank einer modularen Bauweise soll die Waste-to-Resource-Unit vor Ort leicht einsetzbar sein und damit Transportwege auf ein Minimum reduzieren. Insgesamt kann so die effiziente Nutzung von biologischen Rohstoffen in Städten gesteigert und die Umweltbelastung gesenkt werden.

Das Konzept „Urban Pergola – Grüne Netze für den Großstadtdschungel“ will mit grünen Pflanzennetzen Fassaden und Straßen vor Erwärmung schützen. Zwischen Gebäuden angebracht entstehen so Grünflächen in einer neuen Ebene der Stadt. Neben der Luftreinigung und CO2-Bindung sollen die Netze auch natürliche Brücken zwischen städtischen Lebensräumen bilden. So können sich Insekten und andere Tiere sicher innerhalb der Stadt bewegen und begrünte Fassaden und Dächer erschließen. Pilotprojekte könnten vor allem öffentliche Gebäude wie z.B. Schulen oder Museen sein, aber auch für den privaten Gebrauch ist die Urban Pergola geeignet.

Das Team des Projektes „loopsai – Künstliche Intelligenz natürlich integriert“ will die Stoffströme einzelner Unternehmen wirtschaftlich sinnvoll und maximal ressourceneffizient miteinander vernetzen. Dazu soll eine intelligente Open-Source-Software genutzt werden, die Lebensmittelabfälle digital erfasst und anderen Unternehmen für die Weiternutzung anbietet. So könnte etwa eine Pilzfarm den in einem Café angefallenen Kaffeesatz als Pflanzboden verwenden. Dabei soll die Software soll auch dazulernen können - Annahmen aus der Künstlichen Intelligenz sollen in der Praxis überprüft und die Erkenntnisse aus der Praxis in die Software zurückgespielt werden.

Die die Finalisten werden am 2., 3. und 4. November 2020 in der 3sat-Wissenschaftssendung „nano“ vorgestellt. Weitere Informationen unter www.forschungspreis.de.

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