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DNP hilft vor Ort in Laos.

Ein Leben mit Behinderung ist vielerorts schwierig - dabei sind wir alle früher oder später auf Hilfe angewiesen. Aus diesem Grunde ermöglichte der DNP in Kooperation mit dem Kleine Hilfsaktion e.V. den Bau eines Ausbildungszentrums für Menschen mit Behinderung im laotischen Luang Prabang. Unsere Kollegin Aileen Wichmann war im Dezember vor Ort.

„Wir brauchen immer Hilfe. Entweder als Kind, oder als Greis. Und dazwischen gibt es eine Zeit, in der die meisten von uns nicht behindert sind. Es gibt also gar nicht diese Dichotomie zwischen behindert und nichtbehindert, sondern nur zwischen behindert und zeitweise nicht behindert.“

Mit diesen Worten beschrieb Raul Krauthausen, unser letztjähriger Forschungspreissieger mit dem Projekt Elevate und diesjähriges Jurymitglied beim DNP, den Begriff des „Disability Mainstreaming“. Behinderung ist eben kein Nischenthema. Es geht uns alle an, denn früher oder später sind wir selbst betroffen. Diese dringend nötige Entwicklung wird vor allem in Ländern wie z. B. Laos deutlich. Fehlender Impfschutz, mangelnde Verkehrssicherheit und zahlreiche Unfälle mit Landminen - die Liste der Risiken ist lang. Der unzureichende gesellschaftliche Support und die lokale Infrastruktur machen den Betroffenen das Leben unnötig schwer.

Aus diesem Grunde ermöglichte der Deutsche Nachhaltigkeitspreis in Kooperation mit dem Kleine Hilfsaktion e.V. den Bau eines Ausbildungszentrums für Menschen mit Behinderung im laotischen Luang Prabang. Jaah, die Gründerin der ortsansässigen XonPhao Disabled People Working Group, ist selbst von Geburt an behindert und konnte mit ihrem herausragenden Engagement eine Existenzgrundlage für 29 andere Betroffene schaffen. Die Mitarbeiter/innen leben und arbeiten an zwei Standorten, dem Hauptsitz in der Hauptstadt Vientiane und der vom DNP finanzierten Zweigstelle in Luang Prabang. Ihren Lebensunterhalt bestreitet die Gruppe mit Handarbeiten wie Nähen und Basteln. Hierbei werden überwiegend lokale Rohstoffe wie laotische Baumwolle eingesetzt. Viele Produkte wie z. B. Rührstäbchen aus Bambus oder Bienenwachstücher stellen echte Alternativen zu sonst üblichen Einwegprodukten aus Plastik dar und werden gleich vor Ort verkauft.

Unsere Kollegin Aileen Wichmann war im Dezember in Luang Prabang, um sich vor Ort einen Eindruck zu verschaffen: „Die Umsetzung des Projektes ist aus meiner Sicht mehr als gelungen und birgt jetzt und in Zukunft großes Potenzial. Mit dem Geld, das der DNP gespendet hat, wurde eine einfache Hütte um zwei große Anbauten inkl. Inventar (Tische, Wasserkrüge etc.) erweitert. Außerdem wurden zwei Profi-Nähmaschinen und Handarbeitsmaterial für die hiesige Produktion angeschafft. Von den Einnahmen können die Mitarbeiter/innen recht gut leben, auch das Schulgeld für ihre Kinder können sie so stemmen. Das Produktionsmaterial wie beispielsweise Baumwolle stammt größtenteils aus Laos selbst. Es gibt enge Kooperationen mit verschiedenen ethnischen Minderheiten aus noch entlegeneren Regionen, die Rohstoffe und andere handgefertigte Produkte beisteuern.“

Zukünftig sollen in der Zweigniederlassung auch Betroffene aus dem Umland geschult werden. Ausgestattet mit Handarbeitsmaterial haben sie so die Möglichkeit von zuhause aus zu arbeiten und ein eigenes Einkommen zu generieren. Zusätzlich sollen ein kleines Café sowie Schlafmöglichkeiten für Touristen angeboten werden. Hierfür bietet das neue Gebäude, welches unweit des gewaltigen Mekong Flusses liegt, optimale Voraussetzungen und wird so für zusätzliche Einkünfte sorgen.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Projektwebsite.

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