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Peer Review Report: Deutscher Nachhaltigkeitspreis als Best Practice-Empfehlung.

Foto: Ralf Rühmeier, © Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE)

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hat gestern im Rahmen der 18. RNE-Jahreskonferenz in Berlin den sogenannten Peer Review, ein internationales Expertengutachten zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik, veröffentlicht. In diesem Jahr war die ehemalige neuseeländische Premierministerin Helen Clark Chefin der Expertengruppe.

Der Peer Review Report untersucht, wie Deutschland mit der Umsetzung seiner Nachhaltigkeitsziele vorankommt. „Ein ‚nachhaltiges‘ Deutschland muss ein fortschrittliches, innovatives, offenes und lebenswertes Land sein. Es zeichnet sich durch eine hohe Lebensqualität und wirksamen Umweltschutz aus,“ so heißt es in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung (aktualisierte Version von 2016, Berlin 2017, S. 18).

Obwohl Deutschlands Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung weltweit hoch eingeschätzt werden, ist laut Bericht noch viel zu tun, um einen erfolgreichen deutschen Weg hin zu Nachhal­tigkeit zu gestalten. Denn bislang, so die Expertengruppe, hat eine Transformation von Kon­sumverhalten, Produktion, ethischen Grundsätzen und Handeln hin zu mehr Nachhal­tigkeit noch lediglich sehr begrenzt stattgefunden. Um die für 2030 gesetzten Ziele der Nachhaltigkeitsstrategie zu erfüllen, sind weitere grundlegende Veränderun­gen erforderlich und werden im Bericht als Empfehlung statuiert.

Auch der Deutsche Nachhaltigkeitspreis findet Erwähnung in den Empfehlungen der Experten: „Wir begrüßen den Deutschen Nachhaltigkeits­preis als Best Practice, die gute Einblicke in die Dynamik, die Seriosität und die Kultur gewährt, die für die Schaffung nachhaltiger Wirtschaft notwendig sind. Wir sind über­zeugt davon, dass die Verbesserung und Erweiterung der Kommunikation in bedeuten­dem Maß zur Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie beitragen wird.“ (The 2018 Peer Review on the German Sustainability Strategy, S. 60)

Alle Empfehlungen auf einen Blick:

  1. Funktionierendes fortsetzen, Gutes ausbauen und Unzulängliches verändern.
  2. Die institutionelle Architektur zur Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeits­strategie effektiver gestalten.
  3. Die eigenen Ziele ehrgeiziger setzen.
  4. Förderung eines befähigenden Umfelds, wo niemand zurückgelassen wird.
  5. Die Bundesregierung sollte ihre zentrale Koordinierung stärken und gravierende Abweichungen von den selbst gesteckten Zielen entschieden angehen (off track indicators).
  6. Parlament: Eine stärkere parlamentarische Kontrolle ist notwendig.
  7. Die unabhängige Funktion des Rates für Nachhaltige Entwicklung sollte gestärkt werden.
  8. Die Kommunikation auf einen neuen Stand bringen.
  9. Die Fähigkeit zum Systemdenken und Bildung für Nachhaltigkeit fördern.
  10. Indikatoren: Budgets für und Aktivitäten zum Monitoring erweitern.
  11. Aufkommende Fragen angehen und die Grundsätze der Deutschen Nachhaltig­keitsstrategie bei den globalen Interaktionen Deutschlands anwenden.

Den vollständigen Peer-Review Bericht in englischer und deutscher Sprache können Sie hier herunterladen.

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