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Pioniere des nachhaltigen Bauens

Sechs Projekte sind für Deutschlands wichtigsten Architekturpreis für nachhaltige Gebäude nominiert worden. Im sechsten Jahr des Wettbewerbs setzen die Nominierten als Leuchtturmprojekte echte Maßstäbe in punkto kommunale und unternehmerische Verantwortung.

„Der DGNB Preis ‚Nachhaltiges Bauen‘ hat sich in den vergangenen Jahren als wichtiger Gradmesser für vorbildhafte, nachhaltige Architekturprojekte in Deutschland umfassend etabliert“, sagt DGNB Vizepräsident Martin Haas, unter dessen Leitung die Jurysitzung der DGNB Mitte Juli in Stuttgart stattfand. „Die sechs Nominierten aus diesem Jahr fügen sich hier nahtlos ein. Jedes Projekt ist ein gelungenes Beispiel für eine Architektur, die Nachhaltigkeit, Innovation und gestalterische Qualität verbindet.“

Die nominierten Projekte (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Frankfurt School of Finance & Management, Frankfurt
    Bauherr: Frankfurt School of Finance & Management gGmbH
    Architekt: Henning Larsen, MOW Architekten
  • Futurium, Berlin
    Bauherr: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
    Architekt: Richter Musikowski Architekten
  • Hamburg Heights – Height 1, Hamburg
    Bauherr: HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH
    Architekt: Werner Kallmorgen
    Architekt Sanierung: Winking Froh Architekten
  • Mehr Sein als Schein I DAW SE Firmenzentrale, Ober-Ramstadt
    Bauherr: DAW SE
    Architekt: Brückner & Brückner Architekten
  • Merck Innovation Center, Darmstadt
    Bauherr: Merck KGaA
    Architekt: HENN
  • Rathaus Freiburg, Freiburg
    Bauherr: Stadt Freiburg im Breisgau
    Architekt: ingenhoven architects

Sechs Vorreiter nachhaltigen Bauens

Der Neubau der Frankfurt School of Finance & Management ist laut DGNB Jury ein hervorragendes Beispiel für einen offenen und flexiblen Campus, der Aspekte ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit umfassend berücksichtigt. Das Zukunftsmuseum Futurium zeigt ästhetisch erlebbares, nachhaltiges Bauen in Deutschland. Seine Innovationen und technischen Konzepte werden für den Besucher sichtbar und nachvollziehbar. Beim ehemaligen Spiegel Verlagshaus in Hamburg, jetzt „Height 1“, würdigt die Jury der DGNB, wie die divergierenden Zielsetzungen von Baukultur und energetischer Sanierung zusammen erreicht wurden – und das unter den strengen Anforderungen des Denkmalschutzes. 

Höchste Ansprüche an Energieeffizienz und Ökologie erfüllen die technischen Gebäudestandards der neuen DAW-Firmenzentrale. Verwendet wurden raumklimatisch unbedenkliche Materialien, die zumeist aus dem eigenen Portfolio des Familienbetriebs stammen. Das Merck Innovation Center bietet durch sein neues Raumgefüge größtmögliche Flexibilität in der Vernetzung verschiedener Arbeitsbereiche. Die Jury lobt es als spannenden Beitrag zur Vision einer innovativen und nachhaltigen Arbeitswelt. Dem Rathaus Freiburg bescheinigt die DGNB Jury Vorbildcharakter. Als erstes öffentliches Netto-Plusenergiegebäude der Welt punktet es sowohl in der Umsetzung ökologischer als auch architektonischer Standards. 

Mehrstufiges Juryverfahren

Die Sieger und Finalisten des DGNB Preises „Nachhaltiges Bauen“ werden in einem zweistufigen Juryprozess unter Einbeziehung namhafter Experten aus den Bereichen Architektur und Bauen, aber auch kommunaler Entwicklung, Forschung, Zivilgesellschaft und Politik bestimmt. Im ersten Schritt nominierte die DGNB Jury sechs Gebäude. In einer zweiten Auswahlrunde wird die Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises unter dem Vorsitz von Prof. Günther Bachmann, dem Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, Ende September die Top 3 und den diesjährigen Preisträger benennen. Die Preisverleihung findet am 7. Dezember 2018 im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitstages in Düsseldorf statt.

Weitere Informationen unter www.preis-nachhaltiges-bauen.de.

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