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„Sustainability saves design“ – Angelika Müller im Interview

Seit 2004 Verlagsleiterin von ahead media, gibt Angelika Müller die Design- und Fashion-Magazine H.O.M.E. und FLAIR sowie das Architekturmagazin domus heraus. Nun begrüßen wir sie als Mitglied in der Jury des DNP Design!

Im Interview haben wir mit Angelika Müller darüber gesprochen, wie sich das Thema Nachhaltigkeit in ihrer Branche entwickelt hat und wie sie persönlich nachhaltiges Design definiert.

Als Herausgeberin der Magazin H.O.M.E., Flair und domus sind sie immer am Puls der Zeit, was neue Trends in der Designwelt, insbesondere in den Bereichen Interior Design, Architektur und Mode angeht. Wie hat sich das Thema Nachhaltigkeit hier in den letzten Jahren entwickelt und verändert?

Gutes Design hat sich von jeher nicht nur mit schönen Formen, sondern auch mit dem Umgang mit Ressourcen und der Umwelt beschäftigt. Aber der Fokus auf die Nachhaltigkeit und der Ideenreichtum sind in den letzten Jahren sicherlich stärker geworden. Ich persönlich finde die Entwicklungen im Bereich der Materialien sehr spannend. Frühere Undenkbarkeiten werden neue Realität. Wenn Möbel aus recyceltem Plastik aus dem Ozean gefertigt, Wolkenkratzer aus Holz gebaut und High-End-Fashion aus Ananas, Eukalyptus oder Pilzen gefertigt werden.

Was zeichnet für Sie ein nachhaltiges Design aus?

Sustainability saves design. Gute durchdachtes Design mit verantwortungsvollen Maßstäben ist nachhaltiges Design. The New Luxury ist nachhaltig und das New Normal. Werte werden neu definiert. Wenn hinter einem grünen Produkt nicht nur eine einzelne nachhaltige Idee, sondern ein ganzheitliches Konzept steckt. Beispielsweise nicht nur auf ein natürliches Material, sondern auch den Herstellungsprozess und den Umgang mit den beteiligten Menschen geachtet wird. Viele Hersteller produzieren in Zwischenzeit klimaneutral und verpflichten sich aus eigenen Stücken zu einer nachhaltigen Herstellung. Das finde ich bemerkenswert, auch, weil ich weiß, welche Leidenschaft und Kraftanstrengung damit verbunden ist.
 

Wir freuen uns sehr, dass Sie unsere Jury beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis Design verstärken. Was kann ein Preis für nachhaltiges Design neben den vielen vorhandenen Designpreisen bringen?

Ich finde es großartig, dass dem Thema mit seiner inhaltlichen Ausrichtung noch mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird. Wir haben im Zuge des Klimawandels nicht viel Zeit zu verlieren, um gemeinschaftlich Lösungen zu finden – und die Gemeinschaft von der Relevanz des Themas zu überzeugen. Außerdem denke ich, dass diejenigen Designer/innen und Hersteller/innen, die sich der Herausforderung stellen, verdient haben im fairen Wettbewerb vorgestellt und im Bestfall auch ausgezeichnet zu werden.

Welche Rolle spielen Designer/innen für ein nachhaltigeres Leben?

Es kommt besonders auf die Designer/innen und Produzent/innen und deren Werte und Bereitschaft an. Sie sind mit ihrer Suche nach neuen Materialien und innovativen Konzepten ein wichtiger Motor hinter der Bewegung. Man sollte allerdings nicht die ganze Last auf ihre Schultern legen. Politik und Wirtschaft müssen zur gleichen Zeit Weichen stellen und die Konsumenten müssen ihr Verhalten überprüfen. Nachhaltiges Leben ist ein gemeinschaftliches Projekt: 360° und funktioniert wie ein Uhrwerk - wie wir es auch gerade erleben als unmittelbare Dominoeffekte einer Veränderung.
 

Alle Informationen zum DNP Design finden sie auf der Wettbewerbsseite. Bewerbungen sind noch bis zum 15. Juni möglich!

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