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Verpackungsmüll – Ein Indikator für Nachhaltigkeit?

Wieder ist die durch das Umweltbundesamt ermittelte Menge an Verpackungsabfall pro Kopf und Jahr in der BRD gestiegen. Laut letzter Erhebung lag dieser 2018 bei 227,5 kg/Kopf. Und dies obwohl das Umweltbewusstsein bei den Konsument/innen in den letzten Jahren zugenommen hat.

Auf Verpackungen kann nicht vollständig verzichtet werden. Diese haben viele wichtige Funktionen und sorgen zum Beispiel dafür, dass Produkte länger haltbar sind und unbeschädigt von Produzenten zu Konsumenten gelangen. In der Regel werden zur Herstellung von Gütern vielfach mehr Ressourcen und Energie benötigt als zur Produktion der Verpackung. Hier kann ein Verzicht auf Verpackungen am Ende sogar von Nachteil für die Umwelt sein. 

Trotzdem müssen Industrie, Forschungseinrichtungen und Hochschulen für diese notwendigen Verpackungen innovative und nachhaltige Lösungen entwickeln und vermarkten. Die Recyclingfähigkeit und die Verwendung von Recyclingmaterialien insbesondere bei Kunststoffverpackungen muss deutlich erhöht werden, um den Rohstoffbedarf zu reduzieren. Dies darf aber nicht zu einem erhöhten Trennaufwand für die Konsument/innen führen, wie das z. B. bei den Joghurtbechern mit der Papierbanderole der Fall ist. Wird die Banderole nicht vom Becher getrennt, kann dieser nicht recycelt werden. 
Kunststoffe einfach durch Papier zu ersetzen, wie es in letzter Zeit häufig gemacht wird, kann dabei nicht die Lösung sein, da dadurch die Ökobilanz oftmals nicht verbessert wird. Hier werden neue, nachhaltigere Verpackungsmaterialien benötigt. Diese müssten idealerweise in hohem Maße recyclingfähig sein und auf regional verfügbaren nachwachsenden Rohstoffen basieren, sodass der Rohstoff- und Energiebedarf sowohl für die Verpackung selbst als auch für den Gesamtprozess inkl. Logistik sinkt.

Jede/r Einzelne kann durch ihr/sein Konsumverhalten zu einer Reduktion des Verpackungsaufkommens beitragen. Unnötige oder übergroße Verpackungen müssen vermieden werden. Wo es möglich ist, wie z. B. bei Essen und Trinken „to go“ müssen auch in Coronazeiten vermehrt Mehrwegbehältnisse zum Einsatz kommen. Insgesamt sollte auf regionale Mehrweglösungen geachtet werden. 

Am Ende kann durch den Verzicht auf nicht erneuerbare Rohstoffe und deutliche Verbesserung der Gesamtökobilanz des Konsums inklusive der Transportwege mehr erreicht werden als durch die alleinige, aber dennoch wichtige Reduktion des Verpackungsmüllaufkommens. Es gibt für alle Akteur/-innen viel zu tun, um einen wirklich nachhaltigen Konsum zu ermöglichen.

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