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Weltwassertag: Forschung schützt unsere Ressourcen

Von allen Stoffen, die wir in unserem täglichen Leben verwenden, ist Wasser der wichtigste und wertvollste – unersetzlich für uns und für eine intakte Umwelt. Was innovative Forschung aus Deutschland für sauberes Wasser leistet, erzählte uns die ehemalige Forschungsministerin Wanka anlässlich des letztjährigen Forschungspreises.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Forschung wird seit 2011 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgelobt. Ausgezeichnet werden Forscherinnen und Forscher, die mit ihren Projekten den Erhalt von Umwelt und Ressourcen voranbringen. Im letzen Jahr wurden Forschungsprojekte für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser prämiert. In diesem Jahr lautet das Thema „Biodiversität“.

Wo sehen Sie die dringlichsten Herausforderungen für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Ressource Wasser?

Johanna Wanka: Wasser muss in ausreichender Menge und in guter Qualität für alle zur Verfügung stehen. Das ist weltweit immer noch keine Selbstverständlichkeit. Aber auch in Deutschland gibt es genug zu tun. Beispielsweise die Aufbereitung von Abwasser, das teilweise mit antibiotikaresistenten Keimen oder Mikroplastik belastet ist.  Wie diese Stoffe von den Kläranlagen am besten herausgefiltert werden können, damit sie nicht weiter in die Umwelt gelangen, ist eine Aufgabe, der sich die Forschung derzeit stellt.

Und was tut die Politik?

Johanna Wanka: Wasser hat in der Agenda 2030 der Vereinten Nationen für die nachhaltige Entwicklung einen hohen Stellenwert. Auch die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie nimmt sich des Themas „Sauberes Wasser“ an. Wir wollen bis 2030 jährlich 10 Millionen Menschen weltweit dabei unterstützen, einen Zugang zu Trinkwasser- und Sanitärversorgung zu erhalten. In Deutschland haben wir es beispielsweise mit der teilweise viel zu hohen Nitratbelastung des Grundwassers zu tun. Die EU-Grundwasserrichtlinie und die deutsche Grundwasserverordnung legen eine Qualitätsnorm vom 50 mg Nitrat je Liter Grundwasser fest, dieser Wert wird in Teilen Deutschlands überschritten. Das BMBF finanziert dazu verschiedene Programme unter dem Stichwort „nachhaltiges Landmanagement“, um den Eintrag von Nitrat durch die Böden ins Grundwasser zu verringern.

Welches Ziel wird mit dem deutschen Nachhaltigkeitspreis verfolgt?

Johanna Wanka: Aus der Wissenschaft kommen viele wichtige Impulse und Ideen, die Lösungen für gesellschaftliche Aufgaben ermöglichen wie etwa die, sauberes Wasser für alle dauerhaft und sicher bereit zu stellen. Entscheidend ist, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem intensiven Dialog mit der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft stehen. Genau das tun wir im Forschungsrahmenprogramm für Nachhaltigkeit FONA und  dazu gehört auch der Nachhaltigkeitspreis Forschung. Er bringt die richtigen Leute zusammen, damit aus den guten Ideen der Wissenschaft auch Ergebnisse für die Praxis werden.

Das Interview erschien am 8. Dezember 2017 im Magazin des Deutschen Nachhaltigkeitspreises.

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