Ehrenpreisbegründung

Forest Whitaker

erhält den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für seinen jahrzehntelangen Einsatz für Frieden und soziale Gerechtigkeit.

Forest Whitaker (*1961) ist einer der renommiertesten Schauspieler unserer Zeit und auch als Autor, Produzent und Regisseur tätig. Der junge Profi-Footballer studiert Musik an der University of Southern California in Los Angeles sowie Schauspiel an der University of California in Berkeley. Ab 1982 spielt er zunächst Nebenrollen, z.B. in preisgekrönten Filmen wie Oliver Stones Vietnamkriegsdrama „Platoon“, Martin Scorseses „Die Farbe des Geldes“ und Barry Levinsons Tragikomödie „Good Morning, Vietnam“.

Die Rolle des Musikers Charlie Bird Parker in Clint Eastwoods Film „Bird“ bedeutet seinen Durchbruch. Die ungewöhnlich intensive, akribische und leidenschaftliche Herangehensweise an seine Rolle wird ein Markenzeichen. Fortan spielt er in Thrillern wie „The Crying Game“, in Robert Altmans Modesatire „Prêt-à-Porter“, Independent-Filmen wie „Smoke“, aber auch in Action- und Science-Fiction-Filmen wie „Species“ sowie in Jim Jarmuschs „Ghost Dog – Der Weg des Samurai“. Für seine bisher wichtigste Rolle als ugandischer Diktator Idi Amin lernt er Suaheli, trifft sich mit Freunden und Familie von Amin und beherrscht dessen ostafrikanischen Akzent: „Der letzte König von Schottland“ bringt Whitaker 2007 den Oscar und zahlreiche weitere Filmpreise ein. In den darauffolgenden Jahren sieht man den Schauspieler in Blockbustern wie „Star Wars“ und Marvel-Verfilmungen, aber auch in Kunstfilmen wie „The Butler“, einem seiner größten Erfolge. Neben Produktionen für das Kino ist Whitaker auch regelmäßig in Fernsehserien zu sehen, zuletzt als „Godfather of Harlem“ in der gleichnamigen US-Serie, und produziert mit seiner Firma Significant Productions preisgekrönte Filme wie „Strapped“ und „Waiting to Exhale“.

Von Beginn seiner Karriere an setzt sich Forest Whitaker in weitem Umfang für soziale Belange ein. Im Jahr 2011 beginnt er eine Zusammenarbeit mit der UNESCO als Botschafter

des guten Willens für Frieden und Versöhnung, die drei Jahre später durch seine Ernennung zum UNESCO-Sonderbotschafter für Frieden und Versöhnung noch verstärkt wurde. In dieser Funktion setzt er sich für den weltweiten Frieden und den Aufbau von Gemeinschaften durch gewaltfreie Erziehung, Forschung und Ausbildung ein. Seit 2014 arbeitet er mit dem Büro des Sonderbeauftragten des UN-Generalsekretärs für Kinder und bewaffnete Konflikte als Advocate for Children Affected by War zusammen.

2012 gründet er die Whitaker Peace & Development Initiative (WPDI), die seitdem weltweites Renommee aufgebaut hat. Über WPDI hat er das Youth Peacemaker Network entwickelt, ein globales soziales Netzwerk zur Friedensförderung mit Zentren im Südsudan, Südafrika, Uganda, den Vereinigten Staaten und Mexiko. Die Stiftung unterstützt insbesondere die Bildung von jungen Menschen in von Konflikten und bewaffneter Gewalt betroffenen Regionen der Welt zu Führungskräften, Mediatoren und Friedensstiftern. Die friedensfördernden Bildungsprogramme von WPDI entfalten Wirkung auf Hunderttausende von Menschen weltweit.

Forest Whitaker ist außerdem Mitbegründer des International Institute for Peace. Er engagiert sich für die Förderung der künstlerischen Talente junger Menschen. Als Mitglied des Ausschusses für Kunst und Geisteswissenschaften des ehemaligen Präsidenten Obama arbeitete er eng mit Grundschülern zusammen, um ihnen die grenzenlose Kraft der Kunst zu demonstrieren, mit der sie ihre Stimmen und kreativen Energien ausdrücken können. Im Jahr 2016 wird er vom UN-Generalsekretär in die Advocacy-Gruppe für die Ziele für nachhaltige Entwicklung berufen und seine Mitgliedschaft in dieser Gruppe 2019 erneuert. Er sagt: „Nur gemeinsam sind diese Ziele zu erreichen. Selbst eine scheinbar kleine Aktion kann Wellen mit enormer Wirkung erzeugen.“

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