DR. JANE GOODALL

erhält den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2018 für ihr jahrzehntelanges, unermüdliches Engagement im Umwelt- und Artenschutz.  

Jane Goodall (*1934 in London) ist eine britische Verhaltensforscherin. Ihre Arbeit begann 1960 im Gombe-Stream-Nationalpark in Tansania. Dort erforschte sie das Verhalten von Schimpansen und beobachtete erstmals die Werkzeugherstellung, deren Gebrauch und Kriegsführung der Menschenaffen. Ihre Erkenntnisse, dass Primaten intelligente Wesen mit eigenem Willen, Motiven und Gefühlen sind, revolutionierten die Naturwissenschaft.

Neben der herausragenden inhaltlichen Relevanz war auch die Forschungsmethodik Goodalls wegweisend: sie legte den Fokus auf eine umfassende Beobachtung der Schimpansen und entdeckte dadurch Details, die einer streng wissenschaftlichen Herangehensweise entgangen wären. Sie war außerdem eine der ersten Forscherinnen, die den von ihr beobachteten Tieren keine Nummern, sondern Namen gab. Ihre bahnbrechende Forschungsarbeit im heutigen Gombe Nationalpark in Tansania besteht weiterhin und ist mittlerweile die am längsten dauernde – und damit nachhaltige – Freilandforschung überhaupt.

 

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Nachdem die Bedrohung der Menschenaffen durch die Jagd sowie die Abholzung des afrikanischen Urwalds immer deutlicher wurde, beschloss Godall, ihre eigenen Feldstudien zu beenden und sich zukünftig für den Erhalt der Umwelt und das Leben der Schimpansen einzusetzen. Seither informiert und begeistert sie als Öko- und Friedensaktivistin Menschen auf der ganzen Welt für den Schutz von Tier und Umwelt. 1977 gründete sie das Jane Goodall Institute, welches sich heute in 30 Ländern für den respektvollen Umgang mit Menschen, Tieren und der Natur einsetzt. Gemeinsam mit Schülern in Afrika rief Goodall 1991 das Kinder- und Jugendprogramm „Roots & Shoots“ ins Leben. Heute existieren mehr als 10.000 Gruppen in über 100 Ländern, die sich mit kleinen und größeren Umwelt- und Sozial-Projekten für eine bessere Welt engagieren. Goodall wurde dafür von Kofi Annan zur UN-Friedensbotschafterin ernannt.

Für ihre Arbeit erhielt sie eine Vielzahl von renommierten Preisen, unter anderem den Global 500 Award des United Nations Environment Programme (UNEP) und den spanischen Prinz von Asturien-Preis. Königin Elizabeth II. verlieh ihr 2004 den Titel „Dame Commander of the Order of the British Empire“ (DBE).

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