Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Unternehmen

Anstrichmittel und Farben

Welche Unternehmen und Einrichtungen bewältigen die spezifischen Herausforderungen dieser Branche am besten? Wer leistet wirkungsvolle Beiträge zum Wandel im eigenen Betrieb oder durch Produkte und Dienstleistungen? Wo werden die Chancen der Transformation besonders erfolgreich und beispielhaft genutzt?

Mehr als grün.

Der DNP für Vorreiter einer nachhaltigeren Herstellung von Farben, Lacken und Lasuren

Kiefernrinde, Leindotter, Hanf oder Kartoffelschalen: Nachwachsende Rohstoffe rücken in den Fokus, um Farben und Lacke biobasiert und nachhaltiger zu produzieren. Biobasierte Alternativen zu erdölbasierten Rohstoffen dürfen jedoch nicht in Konkurrenz zur Produktion von Nahrungsmitteln stehen. Und sie sollten keine Ökosysteme schädigen, wie es bei Bio-Ethanol oder Palmöl der Fall sein kann.

Auch Lösungsmittel werden durch wasserbasierte Ansätze ersetzt und machen Produkte damit gesundheits- und umweltfreundlicher. Weitere Nachhaltigkeitsbemühungen erreichen eine Verkleinerung des CO2-Fußabdrucks von Anstrichen und Farben vor allem bei Rohstoffen und in der Herstellung, ohne dass die Produkte ihre Funktion – z.B. für den Oberflächenschutz – einbüßen. Eine Herausforderung sind auch Re-Use-Konzepte und das Recycling: Wie können Farbreste, die als Abfall beim Endverbraucher anfallen, aufbereitet und in ein neues Produkt eingearbeitet werden?

Die Branche ist Teil einer klimaneutralen Kreislaufwirtschaft beim Bauen und Wohnen. Die Bedeutung von Farbkonzepten als Schutz gegen Aufheizung von Städten und Gebäuden nimmt zu. Bei Produkten gewährleisten Farben und Lackierungen Langlebigkeit, Robustheit und Haltbarkeit – und fördern so die Kreislaufwirtschaft, Sharing-Konzepte und Product-as-a-Service-Ansätze. In der Produktion steckt noch Potenzial durch den Einsatz von erneuerbaren Energie, smarte Transportlogistik und Mehrwegkonzepte für Farbtransportmittel.

Zur Branche gehört z.B. die Herstellung von Anstrichmitteln, Druckfarben und Lacken. Den DNP für Unternehmen dieser Branche unterstützt neben den Assessmentpartnern PwC Deutschland und score4more auch das forum Nachhaltig Wirtschaften.

Alles Wissenswerte zum Wettbewerb hier auf einen Blick.

Der Sieger heißt DAW.

Die Entscheidung über den Sieger ist gefallen: Die Fachjury hat den Farbhersteller aus Hessen an die Spitze der nachhaltigen Vorreiter in dieser Branche gewählt.

Die Vorbilder des nachhaltigen Wandels in Deutschland: Die 140 Juror:innen des DNP für Unternehmen haben sich mit Expertise, Augenmaß und Mut für diejenigen Unternehmen entschieden, die aus ihrer Sicht in diesem Jahr die nachhaltige Transformation in ihren Branchen anführen. Ihre Entscheidungen spiegeln erkennbar Breite und Tiefe der Transformation: Mit sehr unterschiedlichen Herausforderungen, Unternehmensgrößen und Kontexten.

DAW SE hat sich – wie die anderen Sieger des Wettbewerbs – im Finale durchgesetzt, weil das Unternehmen besonders wirksame, beispielhafte Beiträge zur Transformation geleistet, damit Vorbildcharakter erworben und richtige Signale in seine Branche und darüber hinaus gesendet hat. Mit auch nur einem Kandidaten in einem Interessenkonflikt stehende Juror:innen waren in der Entscheidungsrunde gesperrt.

Preisverleihung am 23.11.2023 in Düsseldorf.

Am 23.11.2023 entsteht das große Bild, eine einzigartige Momentaufnahme der nachhaltigen Transformation: Die Köpfe der 100 erfolgreichen Branchenvorreiter nehmen ihre Auszeichnungen aus den Händen prominenter Laudator:innen entgegen. Wer den DNP als Vorbild in einem Transformationsfeld erhält, wird bekanntgegeben. Unter den ca. 1.000 Gästen sind Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport und Medien. Karten stehen ausschließlich geladenen Gästen zur Verfügung.

Die Branchenvorreiter auf einen Blick.

Unter den Nominierten und Finalisten des Jahres 2023 finden sich innovative KMUs, transformative Herausforderer und Konzerne im Umbruch.

Die Karte zeigt alle Vorreiter der Transformation in dieser Branche – und bei entsprechender Auswahl auch die Nominierten in anderen Branchen oder ganzen Sektoren.

Sie alle zusammen bilden noch nicht das vollständige Bild, sind aber sicher die größte Gruppe, die bisher in einem Wettbewerb zur nachhaltigen Transformation zusammengestellt wurde.

Diese Fachjury entscheidet.

Die Branchenjury trifft anhand der Unternehmensprofile, Scorings und persönlicher Erfahrungen die Entscheidungen über Branchenvorreiter. Die Juroren sind unabhängig, keinerlei Partikularinteressen verpflichtet und wirken nach klaren Compliance-Regeln mit.

Dr. Christine Lemaitre

Geschäftsführender Vorstand Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V.

Hans Peters

Geschäftsführender Vorstandsvorsitzender Institut Bauen und Umwelt

Mechthild Naschke

Projektmanagerin World Future Council

Kira Cieslewicz

Wissenschaftliche Mitarbeiterin CSM der Leuphana Universität Lüneburg

Recherchepartner score4more.

Recherchepartner des DNP für Unternehmen ist das Berliner Startup score4more. Es hat sich auf das Erstellen differenzierter Nachhaltigkeitsprofile von Unternehmen und deren Bewertung spezialisiert, nachdem die Gründer den DNP zuvor über zehn Jahre begleitet und maßgeblich zur methodischen Fortentwicklung des Unternehmenswettbewerbes beigetragen haben. score4more stellt ab 2023 die digitale Architektur für die Recherche über alle Sektoren und Branchen und die daraus hervorgehenden Unternehmensprofile zur Verfügung.

Unternehmen jeder Größe, ob berichtspflichtig oder nicht, können kostenfrei ihre Profile erstellen und so die Plattform zur Bewerbung um den DNP nutzen. score4more hat auch den branchenspezifischen Scoring-Ansatz entwickelt, der Vergleich- und Bewertbarkeit der Unternehmen ermöglicht. Der DNP nutzt die technologische Plattform von score4more, um im Wettbewerb Tausende von Unternehmen, Maßnahmen und Kennzahlenwerte abzubilden, auszuwerten und über transparente Juryprozesse die Vorreiter der Nachhaltigkeit in Deutschland zu ermitteln.

Zur Website von score4more
Transparenzhinweis