Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Unternehmen

Fleisch-, Fisch- und Proteinverarbeitung

Welche Unternehmen und Einrichtungen bewältigen die spezifischen Herausforderungen dieser Branche am besten? Wer leistet wirkungsvolle Beiträge zum Wandel im eigenen Betrieb oder durch Produkte und Dienstleistungen? Wo werden die Chancen der Transformation besonders erfolgreich und beispielhaft genutzt?

Fleischwende.

Der DNP für Vorreiter verantwortlicher Herstellung von Fleisch, Fisch und ihren Alternativen

Drei von vier deutschen Verbraucher:innen wollen wissen, woher ihre Lebensmittel kommen und wie sie hergestellt werden. Gerade bei Fleisch und Fisch werden neben Labeln und Prüfzeichen zunehmend Informationen zu Haltung, Herstellung und Ursprung von Tieren und Rohwaren (wie z.B. Futtermitteln) wichtig. Faire Arbeitsbedingungen und ressourcenschonende Produktion werden Kaufkriterien.

Vorreiter bei fleisch- und fischverarbeitenden Unternehmen reagieren und arbeiten an höheren Standards entlang ihrer Lieferketten: Für ein verbessertes Tierwohl, Schonung von Fischbeständen, Schonung von Böden und Biodiversität sowie die Förderung eines nachhaltigeren Fleisch- und Fischkonsums. So leisten sie auch als weiterverarbeitende Unternehmen ihren Beitrag zu artgerechten Haltungsformen, Vermeidung von Abholzung durch nachhaltige Tierfutterquellen, nachhaltiger Aquakultur oder die Verbindung von Biolandwirtschaft mit Tierhaltung nach Biostandards.

Digitale Innovationen in der Landwirtschaft und in nachhaltigen Haltungsformen sowie bei Produktkennzeichnung und Verbraucherinformation helfen in der schrittweisen Transformation der Branche.

Immer mehr Verbraucher:innen verzichten auf Fleisch und Fisch. Sie wechseln zu Alternativen und erwarten dazu Unterstützung von den Herstellern. Pflanzenbasierte Ersatzprodukte als alternative Proteinquelle werden immer gefragter, und gewinnen immer größere Teile des Marktes. Viele traditionell fleischverarbeitende Unternehmen bieten schon heute selbstverständlich fleischfreie Alternativen an. Neue Technologien wie die Invitro-Herstellung werden die schlachtfreie Fleischherstellung zu deutlich reduziertem Ressourcenverbrauch ermöglichen. Deutschland gehört zu den größten und am schnellsten wachsenden Märkten für Ersatzprodukte in Europa.

Die Branche umfasst z.B. die Fleisch- und Fischverarbeitung, die Nutzung alternativer Proteine und Herstellung von Fleischersatzprodukten. Den DNP für Unternehmen dieser Branche unterstützen neben den Assessmentpartnern PwC Deutschland und score4more auch die Lebensmittelzeitung und das forum Nachhaltig Wirtschaften.

Alles Wissenswerte zum Wettbewerb hier auf einen Blick.

Das sind die Nominierten.

Nach Auswertung der Bewerbungen und Recherchen sieht die Fachjury diese Unternehmen als Vorreiter der Transformation in ihrer Branche. Die Karte zeigt bei entsprechender Auswahl auch die Nominierten in anderen Branchen oder ganzen Sektoren.

Nachhaltige Entwicklung in Deutschland: Das von den 224 Juror:innen mit Expertise, Augenmaß und Mut ausgewählte Feld ist maximal heterogen. Es spiegelt Breite und Tiefe, und mit neuen Namen gegenüber 2023 auch die Entwicklung der Transformation hierzulande. Mit sehr unterschiedlichen Herausforderungen, je nach Branche, Unternehmensgröße und Umfeld:

Große Konzerne ebenso wie starker Mittelstand und KMUs, transformative Herausforderer - und Unternehmen, die Kontroversen auslösen. Sie alle zusammen werden niemals ein vollständiges Bild zeigen, sind aber sicher die größte Gruppe, die bisher in Wettbewerben zur nachhaltigen Transformation zusammengestellt wurde.

Diese Expert:innen entscheiden.

Über die Vorreiter in jeder Branche entscheiden ca. fünfköpfige Branchenjurys. Die Juror:innen sind unabhängig, keinerlei Partikularinteressen verpflichtet und wirken nach klaren Compliance-Regeln mit.

Dr. Heike Niemeier

Dipl.-Ökotrophologin essenZ

Martin G. Viehöver

Gründer und Geschäftsführer der Positive Impacts (PI) GmbH

Svenja Rehwinkel

Wissenschaftliche Mitarbeiterin CSM Leuphana Universität Lüneburg

Dr. Costantin Terton

Leiter Bereich Wirtschaftspolitik Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)

Janna Schneider

Referentin Monitoring & Evaluation- Transformation Politik & Wirtschaft

Dr. Dagmar A. Brüggemann

Direktorin und Institutsleiterin Max-Rubner-Institut (MRI) Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel

Preisverleihung am 28. November 2024.

Am Donnerstag, dem 28.11.2024, entsteht in Düsseldorf zum zweiten Mal das „große Bild“, eine besondere Momentaufnahme der nachhaltigen Transformation: Die Köpfe der 100 erfolgreichen Branchenvorreiter nehmen ihre Auszeichnungen aus den Händen prominenter Laudator:innen entgegen. Wer den DNP als Vorbild in einem Transformationsfeld erhält, wird bekanntgegeben. Unter den ca. 1.000 Gästen im MARITIM Hotel sind Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport und Medien. Karten stehen ausschließlich geladenen Gästen zur Verfügung.

Der Sieger 2023 hieß FRoSTA.

2023 hat die Fachjury den Lebensmittelhersteller aus Bremerhavenan die Spitze der nachhaltigen Vorreiter in dieser Branche gewählt. Die FRoStA AG legt mit seinem Reinheitsgebot hohe Anforderungen an Qualität und Nachhaltigkeit seiner Zutaten. Für alle Produkte wird der Produkt Carbon Footprint veröffentlicht - inklusive Energie beim Zubereiten zu Hause. Das gibt maximale Transparenz. Gleichzeitig ist man Vorreiter bei ökologischeren Verpackungen, war zum Beispiel der Erste, der beim Schlemmerfilet Alu durch Pappe ersetzt hat. Das Unternehmen hat sich im Finale durchgesetzt, weil es damit besonders wirksame, beispielhafte Beiträge zur Transformation geleistet, Vorbildcharakter erworben und richtige Signale in seine Branche und darüber hinaus gesendet hat.

Zeichen des Erfolgs.

Mit dem Siegel des DNP können erfolgreiche Wettbewerbsteilnehmende ihre Spitzenposition im Feld der Nachhaltigkeit dokumentieren - in Richtung Kund:innen, Lieferant:innen, Medien und Finanzwelt. Das Zeichen des DNP ist eine renommierte externe Anerkennung und macht die Vorreiter:innen erkennbar. Konsument:innen gibt es Orientierung auf der Suche nach nachhaltigen Alternativen.

Recherchepartner score4more.

Recherchepartner des DNP für Unternehmen ist das Berliner Startup score4more. Es hat sich auf das Erstellen differenzierter Nachhaltigkeitsprofile von Unternehmen und deren Bewertung spezialisiert, nachdem die Gründer den DNP zuvor über zehn Jahre begleitet und maßgeblich zur methodischen Fortentwicklung des Unternehmenswettbewerbes beigetragen haben. score4more stellt ab 2023 die digitale Architektur für die Recherche über alle Sektoren und Branchen und die daraus hervorgehenden Unternehmensprofile zur Verfügung.

Unternehmen jeder Größe, ob berichtspflichtig oder nicht, können kostenfrei ihre Profile erstellen und so die Plattform zur Bewerbung um den DNP nutzen. score4more hat auch den branchenspezifischen Scoring-Ansatz entwickelt, der Vergleich- und Bewertbarkeit der Unternehmen ermöglicht. Der DNP nutzt die technologische Plattform von score4more, um im Wettbewerb Tausende von Unternehmen, Maßnahmen und Kennzahlenwerte abzubilden, auszuwerten und über transparente Juryprozesse die Vorreiter der Nachhaltigkeit in Deutschland zu ermitteln.

Zur Website von score4more
Transparenzhinweis