Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Unternehmen

Medizintechnik

Welche Unternehmen und Einrichtungen bewältigen die spezifischen Herausforderungen dieser Branche am besten? Wer leistet wirkungsvolle Beiträge zum Wandel im eigenen Betrieb oder durch Produkte und Dienstleistungen? Wo werden die Chancen der Transformation besonders erfolgreich und beispielhaft genutzt?

Green Med.

Der DNP für die Spitzenreiter der Nachhaltigkeit in der Medizintechnik

Was sich im Consumer-Bereich durchsetzt, erwarten auch die Beschaffer in Kliniken, Laboren und Arztpraxen: Medizinisches Gerät mit hoher diagnostischer und therapeutischer Wirksamkeit bei gleichzeitig weniger Klimabelastung. Noch wird Eco-Design in der Medizintechnik durch die Medizinprodukteverordnung eingeschränkt, hohe Hygiene-Standards setzen der Verwertung von Einwegmaterialien Grenzen.

Ansätze für mehr Nachhaltigkeit gibt es dennoch. Hersteller von Medizintechnik können den Energieverbrauch beim Betrieb der Geräte reduzieren oder ihre Reparierbarkeit verbessern. Eingesetzte Rohstoffe können zirkulär genutzt statt verbrannt werden. Krankenhäuser gehören zu den größten Müllproduzenten in Deutschland. Allein durch sterile Einwegprodukte produzieren sie bis zu acht Tonnen Müll pro Tag – vor der Pandemie.

Noch besteht in der Medizintechnik großer Nachholbedarf, um die Gesundheitsversorgung nachhaltiger und Fertigungsprozesse klimafreundlicher zu gestalten. Letztendlich ist die soziale Dimension der Nachhaltigkeit in der Medizintechnik besonders wesentlich. Der Social Impact beim Patienten durch eine verbesserte Lebensqualität mithilfe von bezahlbarem High Tech ist der wichtigste Hebel der Branche.

Zur Branche gehören z.B. Hersteller medizinischer Geräte, Apparate und Materialien, einschließlich von elektro- und zahnmedizinischen Geräten. Den DNP für Unternehmen dieser Branche unterstützen neben den Assessmentpartnern PwC Deutschland und score4more auch das Magazin mt-medizintechnik und das forum Nachhaltig Wirtschaften.

Alles Wissenswerte zum Wettbewerb hier auf einen Blick.

Das sind die Nominierten.

Nach Auswertung der Bewerbungen und Recherchen sieht die Fachjury diese Unternehmen als Vorreiter der Transformation in ihrer Branche. Die Karte zeigt bei entsprechender Auswahl auch die Nominierten in anderen Branchen oder ganzen Sektoren.

Nachhaltige Entwicklung in Deutschland: Das von den 224 Juror:innen mit Expertise, Augenmaß und Mut ausgewählte Feld ist maximal heterogen. Es spiegelt Breite und Tiefe, und mit neuen Namen gegenüber 2023 auch die Entwicklung der Transformation hierzulande. Mit sehr unterschiedlichen Herausforderungen, je nach Branche, Unternehmensgröße und Umfeld:

Große Konzerne ebenso wie starker Mittelstand und KMUs, transformative Herausforderer - und Unternehmen, die Kontroversen auslösen. Sie alle zusammen werden niemals ein vollständiges Bild zeigen, sind aber sicher die größte Gruppe, die bisher in Wettbewerben zur nachhaltigen Transformation zusammengestellt wurde.

Diese Expert:innen entscheiden.

Über die Vorreiter in jeder Branche entscheiden ca. fünfköpfige Branchenjurys. Die Juror:innen sind unabhängig, keinerlei Partikularinteressen verpflichtet und wirken nach klaren Compliance-Regeln mit.

André Schulte

Stellvertretender Vorstandsvorsitzender deutscher Industrieverband SPECTARIS

Prof. Dr. Stefan Schaltegger

Professor für Nachhaltigkeitsmanagement CSM Leuphana Universität Lüneburg

Dr. Costantin Terton

Leiter Bereich Wirtschaftspolitik Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)

Dr. Stefan Kahl

Partner, Head of Life Sciences DACH und Middle East ROI-EFESO Management Consulting AG

Simon Jäckel

Geschäftsführer VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences

Nadine Behncke

Referatsleiterin Gesundheitswirtschaft DIHK

Hans-Peter Bursig

Bereichsleiter Gesundheit ZVEI e.V. (Verband der Elektro- und Digitalindustrie)

Preisverleihung am 28. November 2024.

Am Donnerstag, dem 28.11.2024, entsteht in Düsseldorf zum zweiten Mal das „große Bild“, eine besondere Momentaufnahme der nachhaltigen Transformation: Die Köpfe der 100 erfolgreichen Branchenvorreiter nehmen ihre Auszeichnungen aus den Händen prominenter Laudator:innen entgegen. Wer den DNP als Vorbild in einem Transformationsfeld erhält, wird bekanntgegeben. Unter den ca. 1.000 Gästen im MARITIM Hotel sind Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport und Medien. Karten stehen ausschließlich geladenen Gästen zur Verfügung.

Der Sieger 2023 hieß Siemens Healthineers.

2023 hat die Fachjury den Medizintechnikhersteller aus Erlangen an die Spitze der nachhaltigen Vorreiter in dieser Branche gewählt. Siemens Healthineers, tätig in Labordiagnostik, medizinische Bildgebung und Healthcare-IT, misst sich an den UN-konformen „Sustainability Indicators“. 2022 wurden bereits Scope-1- und Scope-2-Emissionen um 27% reduziert. Der Frauenanteil in Führungspositionen wird konstant erhöht. Die Healthineers engagieren sich, der unterversorgten Weltbevölkerung Zugang zu Gesundheitsdiensten zu ermöglichen. Das Unternehmen hat sich im Finale durchgesetzt, weil es damit besonders wirksame, beispielhafte Beiträge zur Transformation geleistet, Vorbildcharakter erworben und richtige Signale in seine Branche und darüber hinaus gesendet hat.

Zeichen des Erfolgs.

Mit dem Siegel des DNP können erfolgreiche Wettbewerbsteilnehmende ihre Spitzenposition im Feld der Nachhaltigkeit dokumentieren - in Richtung Kund:innen, Lieferant:innen, Medien und Finanzwelt. Das Zeichen des DNP ist eine renommierte externe Anerkennung und macht die Vorreiter:innen erkennbar. Konsument:innen gibt es Orientierung auf der Suche nach nachhaltigen Alternativen.

Recherchepartner score4more.

Recherchepartner des DNP für Unternehmen ist das Berliner Startup score4more. Es hat sich auf das Erstellen differenzierter Nachhaltigkeitsprofile von Unternehmen und deren Bewertung spezialisiert, nachdem die Gründer den DNP zuvor über zehn Jahre begleitet und maßgeblich zur methodischen Fortentwicklung des Unternehmenswettbewerbes beigetragen haben. score4more stellt ab 2023 die digitale Architektur für die Recherche über alle Sektoren und Branchen und die daraus hervorgehenden Unternehmensprofile zur Verfügung.

Unternehmen jeder Größe, ob berichtspflichtig oder nicht, können kostenfrei ihre Profile erstellen und so die Plattform zur Bewerbung um den DNP nutzen. score4more hat auch den branchenspezifischen Scoring-Ansatz entwickelt, der Vergleich- und Bewertbarkeit der Unternehmen ermöglicht. Der DNP nutzt die technologische Plattform von score4more, um im Wettbewerb Tausende von Unternehmen, Maßnahmen und Kennzahlenwerte abzubilden, auszuwerten und über transparente Juryprozesse die Vorreiter der Nachhaltigkeit in Deutschland zu ermitteln.

Zur Website von score4more
Transparenzhinweis