Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Unternehmen

Rohstoffindustrie

Welche Unternehmen und Einrichtungen bewältigen die spezifischen Herausforderungen dieser Branche am besten? Wer leistet wirkungsvolle Beiträge zum Wandel im eigenen Betrieb oder durch Produkte und Dienstleistungen? Wo werden die Chancen der Transformation besonders erfolgreich und beispielhaft genutzt?

Transformation fördern.

Der DNP für Vorreiter einer nachhaltigeren Gewinnung primärer und erneuerbarer Rohstoffe

Primärrohstoffe sind ein knappes Gut. In vielen Ländern, in denen sie vorkommen, belastet die Förderung Umwelt und Arbeitskräfte. Zu den Nachhaltigkeitszielen der Rohstoffindustrie gehört daher der Einsatz umwelt- und sozialverträglicher Abbau- und Fördermethoden.

Die Vielfalt der Standards entlang der Lieferketten und deren schwer überschaubare Um- und Durchsetzung gehört zu den Herausforderungen, wenn Nachhaltigkeitsansprüche und Versorgungssicherheit kombiniert werden müssen.

Ein wichtiger Transformationshebel ist deshalb die Entwicklung nachhaltiger Produktionsmethoden und -prozesse. Ziel ist es, den Landschafts- und Ressourcenverbrauch insgesamt zu verringern, und über effektive Kompensationsmaßnahmen Biodiversität und Ökosysteme zu stärken. Mit einer stetig wachsenden Weltbevölkerung, die auf 10 Milliarden Menschen zusteuert, wird sich der Druck auf Ressourcen und Rohstoffe weiter erhöhen.

Auf einem begrenzten Planeten mit begrenzten Erneuerungskapazitäten gilt es, den Wandel hin zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft zu gestalten und die Exploration von primären Rohstoffen auf ein Minimum zu reduzieren. Dazu müssen Rohstoffe aus dem Kreislauf rückgewonnen und wiedergenutzt werden, anstatt sie in einer linearen „Make – Use – Waste“-Kette zu verschwenden.

Der Rohstoffindustrie kommt eine zentrale Rolle zu, wenn es darum geht, weltweit Kreisläufe zu schließen und von primären auf sekundäre und erneuerbare Rohstoffquellen umzuschwenken. Es gilt, alternative, kreislauffähige Quellen zu finden und zu nutzen: Der Einsatz von mehr hochwertigen Sekundärrohstoffen aus Abfällen gehört zu den Schlüsselaufgaben.

Die Branche umfasst z.B. die Gewinnung von Primärrohstoffen und fossilen Rohstoffe, von Steinen und Erden im Bergbau sowie von biobasierten sowie Sekundärrohstoffen aus Kreisläufen. Den DNP für Unternehmen dieser Branche unterstützen neben den Assessmentpartnern PwC Deutschland und score4more auch die ESGz und das forum Nachhaltig Wirtschaften.

Alles Wissenswerte zum Wettbewerb hier auf einen Blick.

Der Sieger heißt GROWN bio.

Die Entscheidung über den Sieger ist gefallen: Die Fachjury hat den Verpackungspionier an die Spitze der nachhaltigen Vorreiter in dieser Branche gewählt.

Die Vorbilder des nachhaltigen Wandels in Deutschland: Die 140 Juror:innen des DNP für Unternehmen haben sich mit Expertise, Augenmaß und Mut für diejenigen Unternehmen entschieden, die aus ihrer Sicht in diesem Jahr die nachhaltige Transformation in ihren Branchen anführen. Ihre Entscheidungen spiegeln erkennbar Breite und Tiefe der Transformation: Mit sehr unterschiedlichen Herausforderungen, Unternehmensgrößen und Kontexten.

Die GROWN bio BV hat sich – wie die anderen Sieger des Wettbewerbs – im Finale durchgesetzt, weil das Unternehmen besonders wirksame, beispielhafte Beiträge zur Transformation geleistet, damit Vorbildcharakter erworben und richtige Signale in seine Branche und darüber hinaus gesendet hat. Mit auch nur einem Kandidaten in einem Interessenkonflikt stehende Juror:innen waren in der Entscheidungsrunde gesperrt.

Die Branchenvorreiter auf einen Blick.

Unter den Nominierten und Finalisten des Jahres 2023 finden sich innovative KMUs, transformative Herausforderer und Konzerne im Umbruch.

Die Karte zeigt alle Vorreiter der Transformation in dieser Branche – und bei entsprechender Auswahl auch die Nominierten in anderen Branchen oder ganzen Sektoren.

Sie alle zusammen bilden noch nicht das vollständige Bild, sind aber sicher die größte Gruppe, die bisher in einem Wettbewerb zur nachhaltigen Transformation zusammengestellt wurde.

Diese Fachjury entscheidet.

Die Branchenjury trifft anhand der Unternehmensprofile, Scorings und persönlicher Erfahrungen die Entscheidungen über Branchenvorreiter. Die Juroren sind unabhängig, keinerlei Partikularinteressen verpflichtet und wirken nach klaren Compliance-Regeln mit.

Prof. Dr. Evi Hartmann

Professorin für Betriebswirtschaftslehre Universität Erlangen-Nürnberg

Prof. Dr. Stefan Schaltegger

Professor für Nachhaltigkeitsmanagement Centre for Sustainability Management (CSM) Leuphana Universität Lüneburg

Tobias Kind-Rieper

Fachbereichsleiter Ökosysteme & Ressourcenschutz WWF

Martin G. Viehöver

Gründer und Geschäftsführer der Positive Impacts (PI) GmbH

Recherchepartner score4more.

Recherchepartner des DNP für Unternehmen ist das Berliner Startup score4more. Es hat sich auf das Erstellen differenzierter Nachhaltigkeitsprofile von Unternehmen und deren Bewertung spezialisiert, nachdem die Gründer den DNP zuvor über zehn Jahre begleitet und maßgeblich zur methodischen Fortentwicklung des Unternehmenswettbewerbes beigetragen haben. score4more stellt ab 2023 die digitale Architektur für die Recherche über alle Sektoren und Branchen und die daraus hervorgehenden Unternehmensprofile zur Verfügung.

Unternehmen jeder Größe, ob berichtspflichtig oder nicht, können kostenfrei ihre Profile erstellen und so die Plattform zur Bewerbung um den DNP nutzen. score4more hat auch den branchenspezifischen Scoring-Ansatz entwickelt, der Vergleich- und Bewertbarkeit der Unternehmen ermöglicht. Der DNP nutzt die technologische Plattform von score4more, um im Wettbewerb Tausende von Unternehmen, Maßnahmen und Kennzahlenwerte abzubilden, auszuwerten und über transparente Juryprozesse die Vorreiter der Nachhaltigkeit in Deutschland zu ermitteln.

Zur Website von score4more
Transparenzhinweis