Alnatura Campus –
Neubau der Alnatura Arbeitswelt

Alnatura Campus – Neubau der Alnatura Arbeitswelt

Das Gebäude der Alnatura Arbeitswelt in Darmstadt ist das größte Bürogebäude mit Stampflehmfassade und integrierter geothermischer Wandheizung in Europa. Das alte Baumaterial Lehm, nahezu ohne graue Energie, prägt dabei sowohl die äußere Gestalt als auch die innere Atmosphäre entscheidend mit und führt zu einer neuen Ästhetik im zeitgemäßen Bürobau. Das Gebäude besticht durch eine außerordentliche ganzheitliche Qualität, die zukunftsweisend ist und die Möglichkeiten einer nachhaltigen Bauweise umfassend auslotet.

Städtebaulich besetzt es die Nahtstelle eines Waldareals zur Brachfläche eines ehemaligen Kasernen-geländes in Darmstadt. Das Gebäude selbst wurde aus energetischen Gründen mit seinen Längsseiten konsequent nach Nord/Süd ausgerichtet und erzeugt durch diese Verdrehung eigene Entwicklungs-achsen und spannende außenräumliche Bezüge. Durch seine Randbedingungen wird das Gebäude mit sauberer, frischer Waldluft versorgt, die über Erdkanäle im Sommer gekühlt und im Winter erwärmt wird. Ein Löschwasserteich und das Regenwassermanagement bereichern das direkte Umfeld positiv. 

Bemerkenswert ist, wie selbstverständlich bei diesem Haus Ziele und Markenwerte von Alnatura in die konkrete Arbeitswelt übersetzt und dabei ausgezeichnet funktionierende und vielfältig nutzbare, hierarchielose Arbeitslandschaften für 500 Mitarbeiter erzeugt werden. So zeigt das Gebäude vorbildlich, was Architektur leisten kann: nachhaltige Corporate Architecture in Reinkultur.

Gleichzeitig bietet es den Mitarbeitern eine außergewöhnlich helle, anregende Arbeitsumgebung, die Kommunikation fördert und Räume für Kreativität schafft. Dankenswerterweise ist das Haus auch für Externe zugänglich und kann sich so durch diese Erfahrbarkeit unmittelbar mitteilen. Verblüffend ist auch, in welchem Kontrast der zentrale, fast organisch anmutende Innenraum gegenüber dem von außen als streng lineare Struktur wahrzunehmenden Baukörper steht: Geschwungene Deckenplatten schaffen in ihrer Leichtigkeit flexible Zonen, die in Verbindung mit einem großen Oberlicht ange-nehme, anregende, nahezu wohnliche Orte der Information und internen Kommunikation erzeugen.

In einem gelungenen Prozess mit Bauherrn und Nutzer, dem versammelten Know-how von Architekten, Lehmbauer und Energieingenieuren ist ein natürlich belüftetes Lowtech-Gebäude ent-standen, das ressourcenschonend, unter Einsatz natürlicher, wiederverwendbarer Materialien eine sehr gute Ökobilanz aufweist. Der sinnvolle Einsatz der Konstruktionen, Technologien und Materialien integriert so weit wie möglich Heizung, Kühlung oder auch den Feuchtigkeitshaushalt. Die Photovol-taikanlage auf dem nach Süden gerichteten Dach leistet ein Übriges, um den CO2-Fußabdruck des Gebäudes zu minimieren. Für seine außerordentliche Nachhaltigkeitsqualität wurde die Alnatura Arbeitswelt mit einem DGNB Zertifikat in Platin ausgezeichnet. Die DGNB Jury honoriert das Gesamtkonzept mit einer Nominierung für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur.

Am 10. September 2019 entscheidet die Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises über die Top 3 und den Sieger.

 

Zum Download der Jurybegründung


Architekt: haascookzemmrich STUDIO2050 · Bauherr: Campus 360 GmbH

Gut zu wissen

Neuigkeiten und Informatives rund um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis

Deutschlands nachhaltigste Kommunen

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden zeichnet Kommunen aus, die eine umfassende nachhaltige Stadtentwicklung betreiben und bereits erfolgreich Projekte realisiert haben, wie Maßnahmen zu Klimaschutz, Energieeffizienz oder Bildungsprojekte. 

Deutschlands nachhaltigste Unternehmen

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis für Unternehmen würdigte Vorreiter, die neue Wege gehen: mit innovativen Produkten oder Dienstleistungen, hohen ökologischen Standards in der Produktion oder einer besonderen sozialen Verantwortung in ihrer Wertschöpfungskette.

Deutschlands nachhaltigste Forschungsprojekte

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Forschung, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auslobt, würdigt herausragende nachhaltigkeitsbezogene Forschungsleistungen. Wissenschaftler/innen aller Disziplinen konnten sich um den Preis bewerben.

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