Frankfurt School
of Finance & Management

Frankfurt School of Finance & Management

Das im Oktober 2017 in Betrieb genommene 26.000 m² große Hochschulgebäude der Frankfurt School of Finance & Management wurde auf dem historischen Areal der ehemaligen Oberfinanz-direktion in Frankfurt errichtet. Der Entwurf für den Neubau mit inkludiertem denkmalgeschützten Altbau orientierte sich formal an dem bisherigen Gebäude, das wegen Schadstoffbelastung abgerissen werden musste. Das ursprünglich monolithische Gebäude wurde oberhalb des zweiten Obergeschosses in fünf „Türme“ aufgelöst, die durch ihre versetzte Anordnung eine sehr gute Belichtung und Belüftung der oberen sechs Geschosse ermöglichen. Jeder der fünf Türme des Gebäudes repräsentiert einen der fünf Kontinente, aus denen die Studierenden kommen. Darin sind Gruppenräume und Büros untergebracht. Insgesamt gibt es Platz für über 2.000 Studierende.

In einer als „Zeil des Wissens“ benannten, über vier Stockwerke geöffneten und mit Terrassen und kleinen Balkonen ausgestatteten Mall werden die „öffentlichen“ Bereiche der Hochschule in den Sockelgeschossen verbunden. Über diesen transparenten Treffpunkt gelangen Studierende, Mitarbeiter und Gäste zu den Seminarräumen, dem Audimax, dem Restaurant und dem Deli im Eingangsbereich. Mit einer Vielzahl verschiedener Seminarräume und Lernzonen wird den Studierenden und Lehrenden ermöglicht, die Räumlichkeit passend zur Arbeitssituation auszuwählen.

Die äußere Erscheinung der Frankfurt School wird von einer Keramik-Fassade bestimmt, die farblich an den Rotton des früheren Gebäudes anknüpft. Die Konstruktion der

vorgehängten Fassade und der Fenster erreicht einen hohen Dämmstandard. Der Energiebedarf des Gebäudes wird durch Einsatz einer Kraft-Wärmekopplung, Tageslichtlenkung über Raffstoren und eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach weiter reduziert. Im engagierten und mit der Hochschule eng abgestimmten Entwurfsprozess wurde mithilfe von energetischen Berechnungen und Tageslichtsimulationen die Gebäudegeometrie optimiert. Die Auswahl der Baustoffe erfolgte unter Berücksichtigung nachhaltiger Aspekte.

Neben der guten Anbindung an den ÖPNV mit mehreren Haltestellen in unmittelbarer Nähe ist die Wirtschaftsuniversität auch an ein vorhandenes Radwegenetz angeschlossen. Der internationale Anspruch der Frankfurt School und ihre weltweite Vernetzung spiegelt auch der in fünf Landschaftsbildern gestaltete Campusgarten wider. Das Kleinklima profitiert von der Neupflanzung von Bäumen, einer Brunnenanlage sowie Grünanlagen auf den Dächern.

Die DGNB Jury würdigt die offene und flexible Bauweise der Frankfurt School unter Berücksichtigung ökologischer und sozialer Nachhaltigkeitsaspekte mit einer Nominierung für den diesjährigen DGNB-Preis „Nachhaltiges Bauen“.

 

Am 17. September 2018 entscheidet die Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises über die Top 3 und den Sieger.

 

Zum Download der Jurybegründung


Bauherr: Frankfurt School of Finance & Management gGmbH · Architekten: Henning Larsen und MOW Architekten · Tragwerksplanung und Bauphysik: osd – office for structural design

Deutschlands nachhaltigste Kommunen

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden zeichnet Kommunen aus, die eine umfassende nachhaltige Stadtentwicklung betreiben und bereits erfolgreich Projekte realisiert haben, wie Maßnahmen zu Klimaschutz, Energieeffizienz oder Bildungsprojekte. 

Deutschlands nachhaltigste Unternehmen

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis für Unternehmen würdigt Vorreiter, die neue Wege gehen: mit innovativen Produkten oder Dienstleistungen, hohen ökologischen Standards in der Produktion oder einer besonderen sozialen Verantwortung in ihrer Wertschöpfungskette.

Deutschlands nachhaltigste Forschungsprojekte

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Forschung, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auslobt, würdigt herausragende nachhaltigkeitsbezogene Forschungsleistungen. Wissenschaftler aller Disziplinen können sich um den Preis bewerben.

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