F.R.A.N.Z
Gemeinsam für mehr Vielfalt in der Agrarlandschaft

F.R.A.N.Z.
Gemeinsam für mehr Vielfalt in der Agrarlandschaft

Hintergrund

Etwas mehr als die Hälfte der Fläche Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt. Damit hat die Landwirtschaft eine Schlüsselrolle für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Biodiversität. Aber der Wandel der Flächenbewirtschaftung und die Intensivierung der Landwirtschaft führten zur Verarmung der Landschaft und des Artenbestandes. Umgekehrt sind Naturschutzmaßnahmen für Landwirte häufig nicht praktikabel oder rentabel. Entsprechend gegensätzlich sind die Positionen von Landwirten und Naturschützern. Weitere Informationen zum Projekthintergrund finden Sie hier.

Kurzbeschreibung des Projektes

Das Dialog- und Demonstrationsprojekt F.R.A.N.Z. wird gemeinsam von der Umweltstiftung Michael Otto und dem Deutschen Bauernverband durchgeführt. Unter dem Motto „Gemeinsam für mehr Vielfalt in der Agrarlandschaft“ werden effiziente Biodiversitätsmaßnahmen auf zehn Demonstrationsbetrieben deutschlandweit entwickelt, erprobt und evaluiert, die mit einer modernen, leistungsfähigen Landwirtschaft vereinbar sind. Die Landwirte und Naturschützer legen z.B. Blühstreifen und -flächen an oder lassen Flächen in Feldern frei, damit Feldlerchen und Kiebitze dort brüten können. Fünf bis zehn Prozent der Betriebsflächen sollen so ökologisch aufgewertet werden. Neben dem naturschutzfachlichen Nutzen sollen sich die Maßnahmen gut in betriebliche Abläufe integrieren und wirtschaftlich tragbar für die beteiligten Landwirte sein. Insgesamt werden sechs verschiedene Organismengruppen adressiert: Amphibien, Feldhasen, Schmetterlinge, Vögel, Wildbienen und Pflanzen.

Die ökologische und betriebswirtschaftliche Wirkung der Aktivitäten wird ständig analysiert und an politische Entscheidungsträger auf Bundes- und EU-Ebene kommuniziert. Das mit Mitteln der Landwirtschaftlichen Rentenbank mit besonderer Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, sowie durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit geförderte Projekt vereint alle relevanten Akteure aus Landwirtschaft, Naturschutz, Forschung und Politik. Erfolgreich erprobte Maßnahmen sollen langfristig auf weitere Betriebe bundesweit ausgeweitet werden. Hierzu dient nicht nur eine intensive Öffentlichkeitsarbeit, sondern auch die Identifikation bestehender Hemmnisse im Förder- und Ordnungsrecht. Die Demonstrationsbetriebe fungieren hierbei als Multiplikatoren aus der Praxis für die Praxis.

Nominierungsbegründung der Jury

Die Landwirtschaft ist einer der wesentlichen Austragungsorte für den Erhalt der Biodiversität in Deutschland. Der Schutz und die nachhaltige Nutzung der Biodiversität können jedoch nur gelingen, wenn alle relevanten Stakeholder aktiv eingebunden werden und Naturschutz und Landwirtschaft partnerschaftlich zusammenarbeiten. Das Projekt F.R.A.N.Z. ermöglicht einen frühen Praxis-Check und liefert wissenschaftlich fundierte Ergebnisse, die an politische Entscheidungsträger kommuniziert werden. Auf diese Weise findet eine praxistaugliche Weiterentwicklung der Umwelt- und Agrarpolitik von der lokalen bis hin zur internationalen Ebene statt.

 

Zum Download der Jurybegründung

Gut zu wissen

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