Bremen mit
Durban (Südafrika)

Bremen mit Durban (Südafrika)

Schon Ende der 70er Jahre entwickelte sich der Kontakt zwischen der Freien Hansestadt Bremen und dem südafrikanischen Durban. In dieser Zeit engagierte sich Bremen für die Freiheitsbewegungen Südafrikas, sowohl in Form von finanzieller Unterstützung als auch durch Bildungsprojekte. Die freundschaftliche Beziehung zwischen den beiden Küstenstädten festigte sich mit der Zeit vor allem durch das hohe zivilgesellschaftliche Engagement, sodass 1998 ein Partnerschaftsverein gegründet wurde. Die Idee, gemeinsam eine Entwicklungspartnerschaft für Klima- und Ressourcenschutz aufzubauen, wurde umgesetzt - im Jahr 2011 wurde offiziell die Städtepartnerschaft beschlossen.

Noch im selben Jahr nahmen die Partnerstädte an einem Programm der SKEW teil und realisierten im Rahmen dessen bereits einige erfolgreiche Projekte. Hierzu zählen unter anderem nachhaltige Stadtplanungsprojekte, Jugendprojekte zur Umweltbildung und die Renaturierung eines 41 Hektar großen Feuchtgebietes an einem Flusslauf. Der Schwerpunkt der Partnerschaft basiert auf Klimaschutz und mariner Umweltbildung, verbunden mit städtischer Armutsbekämpfung. Da Bremen zusätzlich eine Klimapartnerschaft mit der Stadt Windhoek aufgebaut hat und den Kontakt zwischen den beiden afrikanischen Städten fördert, entwickelte sich im Laufe der Zeit ein Art Dreieckskooperation.

Durch die Gemeinsamkeit der Hafen- und Küstenstädte entsteht großer Nutzen aus der gegenseitigen Expertise. In diesem Zusammenhang ist der Klimawandel für beide Städte ein bedeutsames Thema. Durban ist im südlichen Afrika ein Vorreiter für Projekte und Konzepte zur Anpassung an den Klimawandel. Durch den Austausch konnte Durban Bremen bei der ersten Klimaanpassungsstrategie mit wertvollen Erfahrungen unterstützen. Invers steht Bremen Durban mit seiner Expertise zu dezentralisierten Abwassersystemen zur Seite und bezuschusst entsprechende Testanlagen.

Die Partnerstädte fördern den Austausch der Zivilgesellschaft in Sport und Kultur und streben vor allem mehr Inklusion an. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf Jugendlichen. Einige absolvieren eine Ausbildung zu sogenannten Ocean Champs in mariner Ökologie. Zudem wurde ein Jugendklimarat nach dem Modell Bremerhaven gegründet. Darüber hinaus werden Projekte des nachhaltigen Tourismus geführt, um der hohen Arbeitslosigkeit von benachteiligten Bevölkerungsgruppen entgegenzuwirken.

Die Jury würdigt die Partnerschaft zwischen Bremen und Durban dem Sieg in der Kategorie „Kommunale Partnerschaften 2020“ des Deutschen Nachhaltigkeitspreises.

Zum Download der Jurybegründung

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