Interface Europe

Interface Europe

Interface Europe gehört zu den Top 5 in der Kategorie
„Deutschlands nachhaltigste mittelgroße Unternehmen 2016“.

Der weltweit führende Teppichfliesenhersteller Interface wurde 1973 in den USA gegründet. Das Unternehmen produziert 450 Mio. m² Teppichfliesen pro Jahr auf vier Kontinenten. In der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) sind knapp 900 Mitarbeiter für Interface tätig.

In der Teppichbranche ist die größte Herausforderung, ein traditionell aus nicht erneuerbaren, petrochemischen Rohstoffen gefertigtes Produkt in geschlossene Kreisläufe zu überführen – ohne dabei Abstriche bei Design, Qualität und Funktionalität zu machen. Interface sieht diese Herausforderung als Chance, um sich mit ansprechenden, nachhaltigen modularen Bodenbelägen und Designlösungen im Wettbewerb zu differenzieren. Bereits 1994 begann Interface sein Nachhaltigkeitsengagement in Form der Mission Zero, die alle Entwicklungen im Unternehmen beeinflusst und vorantreibt. Ziel von „Mission Zero“ ist es, bis zum Jahr 2020 vollständig nachhaltig zu wirtschaften. Diese ambitionierte Mission hat Interface in konkrete Handlungsbereiche übersetzt und misst seit 1996 über Nachhaltigkeitskennzahlen in Form der EcoMetrics und SocioMetrics seine Fortschritte in den Dimensionen Ökologie und Soziales. Weiterer wichtiger Eckpfeiler ist die Sensibilisierung der Mitarbeiter: Interface bietet diesen ein dreistufiges Nachhaltigkeitstraining mit dem Abschluss als Sustainability Ambassador an. Mehr als 140 dieser Nachhaltigkeitsbotschafter in Europa treiben die interne Nachhaltigkeitsagenda in ihren Abteilungen voran. In den Unterstützungsfunktionen legt Interface auch einen Schwerpunkt auf das Reise- und Fuhrparkmanagement: Mitarbeiter erhalten einen Bonus, wenn sie mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen. Beim Reisen gibt es die Präferenz von Bahn- über Flugreisen und Videokonferenzen statt persönlichen Treffen. Des Weiteren fördert Interface Nachwuchsführungskräfte mittels interner Weiterbildungsprogramme.

Seinen größten Nachhaltigkeitshebel sieht Interface im Bereich Einkauf. Hier kooperiert der Teppichhersteller mit seinen Lieferanten, um über gemeinsame Innovationen ressourcenschonend zu agieren und Kreisläufe zu schließen. Ein Ergebnis ist das Verbundmaterial PVB, das in Autowindschutzscheiben als Latex-Ersatz verwendet wird und so recycelt werden kann, dass es für Teppichfliesen einsetzbar ist. Interface ist zudem Impulsgeber für das Sammeln und Recycling von Fischernetzen (seit 2012 wurden rund 100 Tonnen eingesammelt) und Teppichresten in Kooperation mit Lieferanten und NGOs. Insgesamt sind bereits 50% aller Interface-Rohstoffe recycelt oder biobasiert. Im Kernbetrieb hat die Produktion in Europa ihre Treibhausgasemissionen seit 1996 um fast 100% gesenkt. Die Anlagen benötigen kaum noch Frischwasser und nutzen fast vollständig erneuerbare Energien für die Energieversorgung. In der Produktnutzung hat Interface mit den einzeln austauschbaren Teppichfliesen einen Hauptimpuls für Ressourcenschonung in der Branche gesetzt: Beschädigte oder verunreinigte Einzelfliesen können selektiv getauscht werden. Die Rücknahme eigener und fremder Teppichfliesen ist ein Schlüssel, um Fliesen in der ReEntry-Anlage zu recyceln. Außerdem bereitet der Hersteller Fliesen wieder auf, um diese weiterzuverkaufen oder zu spenden und so die gesamte Lebensdauer der Produkte auszuschöpfen.

Die Jury würdigt Interface für seine jahrzehntelange Vorreiterrolle in einer Branche, die immer noch vor zahlreichen Nachhaltigkeitsherausforderungen steht, und als Impulsgeber für Nachhaltigkeitsinnovationen, die über die Branche hinaus gemeinsam mit Lieferanten und Partnern in der Wertschöpfungskette entwickelt werden, mit einer Nominierung in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste mittelgroße Unternehmen“.

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Gut zu wissen

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