Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG

Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG

Die Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG ist Deutschlands nachhaltigste mittelgroße Unternehmen 2018.

Die Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG ist ein produzierender Industriebetrieb für Produkte aus Betonwerkstein. Das Familienunternehmen mit 471 Mitarbeitern und einem Umsatz von 70,5 Mio. € zählt zu einem der bedeutendsten Hersteller in der Betonsteinindustrie.

Primärrohstoffe wie Sand und Natursteinsplitt sind weltweit begrenzt, gleichzeitig steigt der Ressourcenverbrauch der Baubranche weiter an – deutschlandweit werden ca. 120 Mio. m2 Pflaster pro Jahr produziert. Der Abbau der Primärrohstoffe bedeutet eine Zerstörung von Ökosystemen mit nachfolgendem Biodiversitätsverlust. Rinn Beton setzt hier mit recycelten Steinen neue Maßstäbe und engagiert sich aktiv für die Etablierung von Nachhaltigkeit als Entscheidungskriterium in der Baubranche bei Sanierung von Bestandsobjekten sowie ressourcen- und energieeffizientem Neubau ein. Erfolge zeigen sich durch eine verstärkte Nachfrage nach Recyclingprodukten und erfolgreiche Veränderungsimpulse im Markt.

Nachhaltigkeit wird durch die Rinn-Geschäftsführung gesteuert, die öko-soziale Kriterien bei Investitionsentscheidungen gleichwertig berücksichtigt. Das interne Controlling liefert mit mehr als 200 Kennzahlen quartalsweise einen Ziel-Ist-Wertabgleich. In Dialogforen, Gesprächen sowie Onlinebefragungen werden Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und andere Stakeholder bei der Analyse und Priorisierung der wesentlichen Handlungsfelder eingebunden. In den Unterstützungsfunktionen setzt Rinn Beton auf Abfallvermeidung durch Digitalisierung bzw. recyceltes Papier und auf energieeffiziente Gebäude (Kühlung mit Geothermie, Regenwasserspülung etc.). Ein weiterer wichtiger Punkt ist die systematische Gesundheitsförderung z.B. durch Stressprävention, Yoga-, Rücken- und Entspannungskurse. Der Einkauf orientiert sich an der Zielvereinbarung nachhaltiger

 

Beschaffung des Bundeslandes Hessen und arbeitet auf Basis eines Kodexes partnerschaftlich in regelmäßigen Gesprächen mit den Lieferanten zusammen. Regionale Lieferanten werden bevorzugt und die unvermeidbaren Emissionen der Partner durch Kompensationsleistungen ausgeglichen. Der wichtigste Hebel ist allerdings der Kernbetrieb. Hier verfolgt Rinn das Ziel, Stoffkreisläufe durch die Substitution von Primärrohstoffen und den Einsatz von Recyclingmaterial zu schließen. Bisher wurde Bauschutt in gängigen Verfahren abgewertet und z.B. im Straßenbau wiederverwendet. Durch neue Verfahren kann aus Betonstein gewonnener Splitt wieder zu Betonstein verarbeitet und der Stoffkreislauf geschlossen werden. Der Einsatz klinkerreduzierter Zemente und Zementersatzstoffe spart etwa 25% der Emissionen. Das Unternehmen wird an allen Standorten mit Ökostrom aus Wasserkraft und werkseigener Photovoltaik versorgt. Der Frischwasserverbrauch wurde durch die Nutzung von Zisternen und die Aufbereitung von Brauchwasser deutlich reduziert. Zudem wird großer Wert auf die Reduktion der Lärm- und Staubbelastung am Arbeitsplatz gelegt. In der Nutzung erhöhen die Pflastersteine die Lebens- und Aufenthaltsqualität im öffentlichen und privaten Raum und ermöglichen menschliche Begegnungen im öffentlichen Raum. Qualität und Langlebigkeit sind Schlüsselindikatoren nachhaltiger Baustoffe: Mit 30 Jahren Garantie ist Rinn Beton hier führend. Außerdem gibt es erste Projekte zur Rücknahme von Altpflastern.

Das Familienunternehmen setzt mit seiner strategischen Entscheidung für nachhaltiges Wirtschaften ein wichtiges Zeichen in seiner Branche und geht als Vorreiter und Treiber für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft beispielhaft voran. Die Jury würdigt die Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG mit einer Nominierung unter die Top 3 in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste mittelgroße Unternehmen“.

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