erhält den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2011 für seine Aufsehen erregenden Expeditionen, mit denen er vor allem junge Menschen für Probleme von Klimawandel und Umweltzerstörungen sensibilisiert.
David de Rothschild (Jahrgang 1978) ist ein britischer Umweltaktivist und Gründer der Organisation MYOO, ehemals Adventure Ecology. Im Jahr 2007 wurde er von dem Weltwirtschaftsforum als Young Global Leader geehrt; die Zeitschrift National Geographic kürte ihn zum Kommenden Entdecker. Er ist „Clean up the World Ambassador“ und „UNEP Climate Hero“.
Medial präsent war de Rothschild insbesondere im Rahmen seiner Expeditionen in entlegene Regionen der Welt. Unter anderem durchquerte er die Arktis von Russland nach Kanada sowie – in Rekordzeit – die grönländische Eisplatte. Damit ist er nicht nur der jüngste Brite, sondern auch einer von nur insgesamt 40 Menschen, denen es bisher gelang sowohl den Nordpol als auch den Südpol zu erreichen.
Das Engagement David de Rothschilds gilt in besonderem Maße dem Umweltschutz. Um die Öffentlichkeit für die Themen des Klimawandels zu sensibilisieren, gründete er 2005 die Umweltorganisation Adventure Ecology, heute MYOO. Unter dem Motto „We can make saving the planet an adventure“ klärt de Rothschild Jugendliche über Umweltprobleme auf und inspiriert sie zu Lösungsansätzen.
Seine bislang größte und aufmerksamkeitswirksamste Fahrt unternahm David de Rothschild mit der „Plastiki-Expedition“.
Als Inspiration diente der Norweger Thor Heyerdahl und dessen Forschungsreise auf der „Kontiki“. 50 Jahre nach ihm segelte de Rothschild mit einem Katamaran aus ca. 12.000 Plastikflaschen und einer einzigartig recyclebaren, bislang relativ unentdeckten Technologie namens Seretex durch 2 den Pazifischen Ozean. Gemeinsam mit seiner Crew setzte er in San Francisco das Segel und begann dort ein Meeresabenteuer unvergleichbarer Dimension. Die Expedition führte das Team über 11.000 nautische Meilen nach Sydney in einem Boot, das nahezu komplett aus Plastikflaschen bestand. Ziel des Abenteuers war es, die Aufmerksamkeit auf das stetig wachsende Plastikmüllaufkommen in den Meeren und die daraus resultierenden Gefahren für das Ökosystem Ozean zu erhöhen. Im Rahmen der Expedition wollte de Rothschild und seine Crew Plastik bewusst nicht zum Feind erklären, sondern zu Lösungsansätzen inspirieren, wie das Material als Ressource genutzt, wiederverwertet oder entsorgt werden kann. Die einzigartige Konstruktion des Katamarans war nicht nur Voraussetzung für eine historische Expedition, sondern ermöglichte de Rothschild und seiner Crew die Übermittlung einer eindrucksvollen, globalen Botschaft.
David de Rothschild nutzt seinen Bekanntheitsgrad, um auf die ökologischen Missstände aufmerksam zu machen. Mit seiner Organisation hilft er, Gedanken nachhaltiger Entwicklung in der Öffentlichkeit und vor allem in der kommenden Generation zu verankern. Letztlich erreichen Vorbilder wie David de Rothschild auch jene, die sich ansonsten wenig mit Themen der nachhaltigen Entwicklung befassen.