Initiativen und Projekte, die im Bereich der Daseinsvorsorge Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft liefern, indem sie durch die innovative und effiziente Gestaltung von Strukturen und Prozessen in der Gesundheitsversorgung zu mehr ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit im System beitragen.

Die Initiative „Das pädiatrische Intensivnetzwerk PIN“ der Medizinischen Hochschule Hannover stärkt die Versorgung von schwerstkranken Kindern und Jugendlichen durch die Vernetzung spezialisierter Intensivzentren in Norddeutschland. Mit der Initiative werden Expertise, Ressourcen und Kapazitäten gebündelt, sodass Patient:innen mit komplexen Krankheitsbildern optimal und wohnortnah behandelt werden können. Mittlerweile nehmen 53 Kliniken am Netzwerk teil und insgesamt wurden mehr als 6000 Patienten behandelt. Durch die enge Zusammenarbeit von Kinderintensivmedizinern, die Entwicklung gemeinsamer Standards und die Nutzung digitaler Kommunikationswege für schnelle Abstimmung und Verlegung konnte die Versorgungsqualität nachhaltig verbessert werden.
mhh.de
Das Projekt gesundheitsheldinnen.de baut eine digitale Plattform auf, die gemeinnützige Gesundheitsvereine mit Krankenkassen und weiteren Akteuren vernetzt. Sichtbar gemacht wird damit ein bislang verborgenes Potenzial: Über 60.000 Vereine mit rund 6 Millionen Mitgliedern leisten täglich wichtige Beiträge zu Prävention, Pflege und Krankheitsbewältigung. Die Plattform ermöglicht Auffindbarkeit, Vernetzung und Förderung – etwa durch Suchfunktionen, Vereinspräsentationen, Spendentools, Fördermittelmatching und Schulungen, auch für digitale Kompetenzen. Statt neue Strukturen zu schaffen, integriert sie bestehende Vereine und Initiativen in das Versorgungssystem. So entsteht ein zukunftsfähiges Versorgungsverständnis, in dem bürgerschaftliches Engagement zur tragenden Säule einer resilienten und gerechten Gesundheitsversorgung wird.
gesundheitsheldinnen.de
Der Fachkräftemangel und die Anforderungen an Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben stellen das Gesundheitswesen vor große Herausforderungen. Das Projekt „MoinFlex – Dienstplan in meinem Rhythmus“ des St. Joseph-Stift Bremen schafft neue Wege für faire, flexible Arbeitsbedingungen in der Pflege. Pflegefachpersonen können ihre Arbeitszeiten individuell an ihre Lebenssituation anpassen. Sie sind am St. Joseph-Stift angestellt und werden dort eingesetzt, wo durch Ausfälle oder Personalwechsel Bedarf entsteht. Das Modell verbessert die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, erhöht Zufriedenheit und Bindung der Mitarbeitenden und ermöglicht zugleich eine flexible Personalsteuerung. So entlastet MoinFlex das Stammpersonal und stärkt die Versorgungssicherheit.
moinflex.de
Projekt „Blutgesundheit“ der Stiftung für Gesundheit, Patientensicherheit und Patienten Blood Management adressiert das weit verbreitete Problem der Blutarmut (Anämie), von der 30–50 % der Bevölkerung betroffen sind und die im Klinikalltag das Risiko für Komplikationen, längere Aufenthalte und mehr Bluttransfusionen erhöht. Mit dem Konzept des Patient Blood Management (PBM) werden Blutarmut frühzeitig diagnostiziert und behandelt, Blutverlusten minimiert und Blutprodukte rational eingesetzt. Das stärkt die Patientensicherheit und senkt Klima- und Umweltbelastung, da der Bedarf an Fremdbluttransfusionen und infektiösem Abfall reduziert wird. Inzwischen ist das Konzept in über 70 Kliniken etabliert.
patientbloodmanagement.de
Menschen mit komplexen Erkrankungen sind nach einem Klinikaufenthalt oft unzureichend versorgt – mit Folgen für Gesundheit, Lebensqualität und Kosten. Das Projekt LEX LOTSEN OWL begegnet diesem Problem durch den Aufbau regionaler Strukturen für Patientenlotsen. Diese begleiten Betroffene individuell, koordinieren Leistungen und schließen Versorgungslücken – und tragen damit zu mehr sozialer Teilhabe, Selbstbestimmung und Chancengleichheit bei. In einer Modellregion wird diese neue Struktur für Patienten mit Schlaganfall und kardiologischen Erkrankungen entwickelt, rechtlich geprüft und wissenschaftlich evaluiert. Bis Ende 2026 sollen konkrete Handlungsempfehlungen für ein bundesweites „Lotsengesetz“ sowie ein Transferleitfaden für andere Regionen vorliegen.
schlaganfall-hilfe.de
Das Projekt „Wundbehandlung nachhaltig verbessern“ der WZ-WundZentren GmbH adressiert die Versorgung chronischer, schwer heilender Wunden – ein Bereich mit großem Verbesserungsbedarf. Viele Patienten leiden über Jahre unter Schmerzen und eingeschränkter Lebensqualität. Das Projekt setzt auf die gezielte Spezialisierung von Pflegefachpersonen und die Gründung interdisziplinärer WundZentren, in denen Fachärzte aus Chirurgie, Gefäßchirurgie, Diabetologie und Dermatologie und die Pflege eng zusammenarbeiten. Das Projekt fördert die Vernetzung der beteiligten Professionen und stärkt die Rolle der Pflege im Gesundheitssystem. Dieses innovative Versorgungsmodell stärkt die Rolle der Pflege und verbessert die Vernetzung der Professionen. Ausgehend von einem Modellprojekt gelang der Sprung in die zukünftige Regelversorgung, womit ein wesentlicher Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung der Wundversorgung geleistet wird.
wundzentren.de
Wie kann eine Arztpraxis klima- und umweltfreundlich werden? Das Projekt „Nachhaltige Praxis: Klima – Umwelt – Mensch“ des aQua-Instituts stellt mit dem Qualitätssiegel Nachhaltige Praxis ein wissenschaftlich fundiertes, digitales Instrument bereit, das Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Medizinische Versorgungszentren unterstützt, ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit systematisch zu analysieren und zu verbessern. Transparente Indikatoren und praxisnahe Maßnahmen reichen von der Reduktion des Energieverbrauchs über nachhaltiges Medikationsmanagement bis zur Stärkung der Resilienz der Mitarbeitenden. Über 200 Praxen haben begonnen, rund 90 davon bereits das Qualitätssiegel erhalten – ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Transformation des ambulanten Sektors.
aqua-institut.de
Das Projekt „Zukunft Pflegebauernhof“ der Pflegedienst Natürlich GmbH verbindet innovative Pflege mit nachhaltiger Landwirtschaft und schafft so eine alternative, gemeinschaftsorientierte Wohnform für ältere Menschen. Das Leben in der Natur mit Tieren, sowie Aufgaben im landwirtschaftlichen Betrieb fördern Gesundheit und Lebensfreude. Seit 2011 bietet der Pionier-Pflegebauernhof 22 Menschen aller Pflegegrade ein Zuhause. Das Modell steigert die Lebensqualität der Bewohner, stärkt ländliche Räume, schafft Arbeitsplätze und eröffnet landwirtschaftlichen Betrieben neue Perspektiven. So liefert es eine innovative Antwort auf die Herausforderungen des Alterns und trägt zu einer nachhaltigen, zukunftsfähigen und menschlichen Pflegelandschaft bei.
zukunft-pflegebauernhof.de
Der Bonner Verein für Pflege- und Gesundheitsberufe e.V. betreibt eine Pflegeschule und entwickelt Qualifizierungsmaßnahmen für geflüchtete Menschen und Personen mit Migrationshintergrund, die in der Pflege arbeiten möchten. Das Bonner Modell Sprungbrett Pflege bietet eine lückenlose Bildungskette: vom ersten Spracherwerb über vorbereitende Sprachkurse, das Nachholen des Hauptschulabschlusses bis hin zur Ausbildung als staatlich anerkannte Pflegefachkraft. Ergänzt wird es durch sozialpädagogische Betreuung, Sprach-Cafés, Lerngruppen und Patenschaften. Das bundesweit tätige Modell trägt zur dringend benötigten Fachkräftesicherung bei und ermöglicht den Teilnehmenden berufliche Perspektiven sowie gesellschaftliche Integration.
bv-pg.de
„Empowerment für Diversität“ ist ein bundesweit agierendes Entwicklungsprojekt der Charité – Universitätsmedizin Berlin und weiterer 6 Partnerkliniken. Ziel ist Diskriminierung im Umgang zwischen Personal und Patienten sowie im Team zu reduzieren und Diversitätskompetenzen aufzubauen. Dafür setzt das Projekt umfassende Maßnahmen um, die sowohl individuelle Haltungen als auch institutionelle Strukturen verändern. Das Projekt leistet damit einen wesentlichen Beitrag für mehr soziale Nachhaltigkeit im Gesundheitssystem: weg von diskriminierenden Routinen, hin zu gleichberechtigtem Zugang für alle Patienten und zu einem Arbeitsumfeld, das Vielfalt anerkennt und stärkt – insbesondere für bislang benachteiligte Gruppenunter Patienten und Mitarbeitenden.
empowerment.charite.deInitiativen und Projekte, die darauf abzielen, in Zeiten des gesellschaftlichen und ökologischen Wandels Krankheiten zu vermeiden sowie die Gesundheit der Menschen zu erhalten und zu schützen, als auch an Ansätze, die über neue Herausforderungen für Gesundheit aufklären und Menschen befähigen, zur Erhaltung ihrer eigenen Gesundheit beizutragen.

Seit den 1990er Jahren stellt der Eichenprozessionsspinner eine wachsende Gesundheits- und Umweltgefahr in Mitteleuropa dar. Das bundesweite, kostenfrei zugängliche Online-Frühwarnsystem der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) und des Deutschen Wetterdienstes liefert tagesaktuelle Prognosen zur Entwicklung des Schädlings und zu Risiken für Mensch, Tier und Eichenbestände. Durch die Plattform können Gesundheitsschäden vermieden werden – ein Beispiel für dringend benötigte digitale Frühwarnsysteme zu neuen klimabedingten Gesundheitsrisiken. Die Umsetzung erfolgte in Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU University). Seit 2025 wird die Web-Applikation bundesweit eingesetzt und ist für Behörden, Fachstellen und die Bevölkerung nutzbar.
"PHENTHAUproc"
Was hab´ ich eigentlich, und was wurde im Krankenhaus für mich getan? Die offizielle Dokumentation lässt Patienten hierzu oft ratlos. Die „Was hab’ ich?“ gGmbH erstellt per Software automatisch einen individuellen, leicht verständlichen Patientenbrief. Dieser wird auf Grundlage von Routinedaten mithilfe ärztlich erstellter, qualitätsgesicherter Textbausteine individuell zusammengestellt – ohne Mehraufwand für das medizinische Personal. Das Projekt fördert nachweislich die Gesundheitskompetenz, insbesondere auch bei vulnerablen Gruppen und trägt so zu einer nachhaltigeren und gerechteren Gesundheitsversorgung bei.
patientenbriefe.de
Pflanzenbasierte Ernährung, Bewegung, Achtsamkeit: Was unserer Gesundheit gut tut, ist oft auch gut für den Planeten. Die IKK Classic verbindet Gesundheitsförderung und Umweltverantwortung in ihrem Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Digital unterstützt wird dies durch die IKK bewegt-App, entwickelt von Changers.com. Sie hilft Mitarbeitenden, Gesundheitsverhalten spielerisch und langfristig in den Alltag zu integrieren. Durch die Kategorie „Nachhaltig gesund“, klimafreundliche Mobilitätsanreize und Baumpflanzungen für zurückgelegte Strecken sind seit 2024 Planetare Gesundheit und Nachhaltigkeit fest verankerte Themenschwerpunkte. Das Projekt ist ein Beispiel dafür, wie Unternehmen sich für die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden engagieren können – und dabei die Gesundheit der Erde mit in den Fokus rücken.
ikk-classic.de
Hitzephasen werden zu einer immer größeren Gesundheitsgefahr – speziell auch für Ältere. In Pflegeeinrichtungen belasten sie Beschäftigte und Bewohner. Das Projekt „Hitzeresiliente und Gesundheitsfördernde Lebens- und Arbeitsbedingungen in der stationären Pflege (HIGELA)“ von Deutscher Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG) und AWO adressiert diese neue Gefahr. In fünf Modellregionen und über 25 Einrichtungen werden praxistaugliche Hitzeschutz-Maßnahmen entwickelt und umgesetzt. Die in diesen Reallaboren gewonnenen Erkenntnisse und Materialen stehen im Internet für alle Pflegeheime zur Verfügung. Das Projekt erreicht direkt mehrere tausend Mitarbeitende und Bewohnende, fördert die Sensibilisierung für Klimaanpassung und trägt zur Reduktion von hitzebedingten Gesundheitsrisiken bei.
higela.de
Die Vorreiterregion Sepsis Main-Taunus-Kreis (MTK) verfolgt einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz, um Sepsis und ihre Folgen zu verhindern. Das Projekt bündelt medizinische Expertise, politisches Engagement und Zivilgesellschaft, um Wissen über Sepsis als Notfall zu verbreiten und lebensrettende Kompetenzen in der Bevölkerung zu stärken. Mit Schulungen für Rettungsdienste, Informationskampagnen in Schulen, Seniorenzentren und Gemeinden sowie barrierearmer Kommunikation erreicht die Initiative Menschen aller Altersgruppen. Digitale Tools, die enge Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren und wissenschaftliche Begleitung sichern nachhaltigen Wissenstransfer und eine bessere Notfallversorgung. So zeigt das Projekt, wie Prävention, Früherkennung und Aufklärung gemeinsam Leben retten – und als Modell für andere Regionen dienen können.
sepsis-mtk.de
Psychische Belastungen bei Kindern und Jugendlichen nehmen aktuell zu, das Hilfesystem ist oft überlastet. Soulbuddies e.V. bietet jungen Menschen unkomplizierte und persönliche Unterstützung – genau dann, wenn sie gebraucht wird. Herzstück ist das „Soulbuddy-Match“: Ein Tandem aus junger ratsuchender Person und ehrenamtlichem Soulbuddy bis zum Start einer regulären Behandlung. Mit der Unterstützung werden Betroffene frühzeitig stabilisiert, Wartezeiten auf Therapie überbrückt und Zugang zu passender Hilfe geschaffen. Soulbuddies e.V. fördert Teilhabe, Resilienz und Chancengerechtigkeit, schließt Versorgungslücken und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Seit 2019 wurden über 1.500 Kurzberatungen und über 700 langfristige Unterstützungen abgeschlossen.
soulbuddies.net
Nummer gegen Kummer wurde 1980 ins Leben gerufen. Zu einer Zeit, in der psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen kaum öffentlich thematisiert wurde. Seitdem bietet Nummer gegen Kummer ein umfassendes, niedrigschwelliges und anonymes Beratungsangebot für Kinder, Jugendliche und Eltern an, das auf Prävention, Hilfe zur Selbsthilfe und psychosoziale Unterstützung ausgerichtet ist. Heute ist Nummer gegen Kummer mit über 5 Millionen Beratungen das größte psychosoziale Beratungsangebot für Familien in Deutschland. Die Angebote fördern Chancengleichheit, Teilhabe und Resilienz, stärken das soziale Gefüge und tragen zur Enttabuisierung psychischer Probleme bei.
nummergegenkummer.de
Klimaschutz ist Gesundheitsschutz! Der gemeinnützige Verein KlimaDocs e. V. macht sichtbar, wie klimafreundliches Verhalten nicht nur dem Planeten, sondern auch der persönlichen Gesundheit nützt. Das Ziel: Klimaschutz als integralen Bestandteil von Prävention und Gesundheitskommunikation im deutschen Gesundheitswesen zu verankern. Dafür werden Gesundheitsfachkräfte als Multiplikatoren aktiviert und mit wissenschaftlich fundierten, alltagsnahen Informationsmaterialien unterstützt. Sie liefern konkrete, leicht umsetzbare Tipps für Patienten und die breite Bevölkerung. KlimaDocs e.V. sensibilisiert für die gesundheitlichen Folgen der Klimakrise, stärkt so die Resilienz des Gesundheitssystems und fördert gesundheitsförderliche Lebensverhältnisse. Über 1.200 Einrichtungen und Organisationen nutzen bereits die kostenfrei verfügbaren Materialien.
klimadocs.de
Fast die Hälfte der Menschen hat sie, aber kaum jemand spricht darüber: Die Periode. Eine menstruationsfreundliche Arbeitswelt ist das Ziel des Projekts #MenstruAction – Mitarbeiter*innen Initiative der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. Seit 2015 adressiert sie das Thema als Teil der betrieblichen Gesundheitsvorsorge und fördert so Gesundheit, Gerechtigkeit und Inklusion am Arbeitsplatz. Mit der Kampagne „Periods@Work“ werden niedrigschwellige Informationen geliefert, das Tabu rund um Menstruation gebrochen und kostenlose, möglichst nachhaltige Menstruationsprodukte an GIZ-Standorten weltweit zur Verfügung gestellt. Das Projekt trägt zur Enttabuisierung von Menstruation bei, stärkt das Wohlbefinden und die Selbstwirksamkeit und fördert eine inklusive Unternehmenskultur.
gender-works.giz.de/lets-talk-about-periodswork
Die MonsterShack UG hilft Kindern zwischen 4 und 10 Jahren, gesunde Gewohnheiten wie Hautpflege, Bewegung und Zahnhygiene spielerisch zu erlernen. Durch frühe Gesundheitsbildung und ein digitales Ökosystem (das „Monsterverse“) werden chronische Erkrankungen besser kontrolliert. Die erste App „ItchyMonsters“ macht für Kinder mit Neurodermitis durch Gamification, Augmented Reality und interaktive Monster-Charaktere die tägliche Hautpflege zu einem motivierenden Erlebnis. Die wissenschaftlich fundierte App wird in Kooperation mit Patientenvertretern und Krankenkassen entwickelt und derzeit von über 1.200 Familien genutzt. Sie erreicht mehr Therapietreue, eine stressfreiere Pflegeroutine und eine gesteigerte Lebensqualität für Kinder und Familien. Das Projekt fördert Gesundheitskompetenz, entlastet Ärzte und trägt zur Prävention chronischer Erkrankungen bei.
monstershack.deInitiativen und Projekte, die darauf abzielen, in Zeiten des gesellschaftlichen und ökologischen Wandels Krankheiten zu vermeiden sowie die Gesundheit der Menschen zu erhalten und zu schützen, als auch an Ansätze, die über neue Herausforderungen für Gesundheit aufklären und Menschen befähigen, zur Erhaltung ihrer eigenen Gesundheit beizutragen.

Das Weiterbildungskonzept „PEG Nachhaltigkeitsscout“ der P.E.G. eG – Die Genossenschaft für nachhaltiges Wirtschaften – qualifiziert Mitarbeitende aus verschiedenen Abteilungen von Gesundheitseinrichtungen zu Multiplikatoren für Umwelt- und Klimaschutz. Durch die Qualifizierung werden Mitarbeitende zu aktiven Gestaltern des Wandels und entwickeln praxisnahe Lösungen für mehr ökologische Verantwortung aus dem Kerngeschäft heraus. Im Mittelpunkt steht die Vermittlung von Ideen für realisierbare Alltagsmaßnahmen sowie die Befähigung, eigenständig Potenziale zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks zu erkennen und Verbesserungen anzustoßen. Bereits in mehreren Einrichtungen hat die Initiative zahlreiche Maßnahmen in den Bereichen Energie, Abfall, Verpflegung und Verwaltung hervorgebracht und so eine nachhaltige Unternehmenskultur etabliert.
pegreen.de
Das Projekt „Die Kreislaufklinik“ der CIRCULARMED GmbH bietet seit 2024 ein webbasiertes Tool für Gesundheitseinrichtungen, das die Analyse, Dokumentation und Optimierung des Abfallaufkommens ermöglicht. Durch automatisierte Abfallberichte werden Einsparpotenziale bei Kosten, CO₂ und Rohstoffen sichtbar gemacht und die Erhöhung der Recyclingquote unterstützt. Mit jährlich über 5 Millionen Tonnen Abfall allein im deutschen Gesundheitswesen adressiert das Projekt ein zentrales, bislang vernachlässigtes Umweltproblem. Ziel des Projektes ist nicht nur den ökologischen Fußabdruck der Einrichtungen zu senken, sondern Einrichtungen im Gesundheitswesen bei der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zu unterstützen und die Umsetzung eigener Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.
circularmed.de
Krankenhäuser stehen vor der Herausforderung, ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und nachhaltige Prozesse zu etablieren. SustainMed, ein vom Land Baden-Württemberg gefördertes Projekt der BG Kliniken Ludwigshafen und Tübingen, schafft dafür eine valide Datengrundlage: Durch Analyse und Optimierung von Wertstoffströmen bei Medizinprodukten werden Maßnahmen zur Ressourceneinsparung und Emissionsreduktion entwickelt. Kern ist ein digitaler Zwilling, der Klinikprozesse realitätsnah abbildet und nachhaltige Lösungen sichtbar macht. Erste Pilotmaßnahmen – etwa recyclingfähige Rollenhandtücher, Schulungen zur Reduktion des Handschuhverbrauchs oder die getrennte Sammlung von OP-Abfällen – zeigen messbare Erfolge. SustainMed trägt damit zur ökologischen Transformation im Gesundheitswesen bei und kann durch modulare Schnittstellen der digitalen Plattform auch in anderen Kliniken genutzt werden.
bg-kliniken.de/klinik-tuebingen
Das Verbundprojekt BBNE-PfleGe des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe e.V. (DBfK), der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG) und des Berliner Bildungscampus für Gesundheitsberufe gGmbH (BBG) sensibilisiert Praxisanleitende in Pflege- und Gesundheitsberufen für nachhaltiges Handeln und planetare Gesundheit. Dafür bietet es bundesweit eine berufspädagogische Fortbildung an, die auf die besonderen Herausforderungen der Pflege und Gesundheitsversorgung im Kontext der Klimakrise eingeht. Mindestens 2.000 Praxisanleitende sollen erreicht werden, die ihr Wissen direkt in die praktische Ausbildung tragen und so eine nachhaltige Transformation im Gesundheitswesen anstoßen.
Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Nachhaltig im Beruf – zukunftsorientiert ausbilden“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Europäische Union über den europäischen Sozialfond Plus (ESF Plus)“ gefördert.
dbfk.de/berufspolitik/nachhaltigkeit
Das Projekt „Umweltfokussierte Generika-Rabattverträge für Arzneimittel“ der Techniker Krankenkasse setzt gezielt finanzielle Anreize für nachhaltige Produktionsweisen in der Arzneimittelherstellung. Das Projekt beinhaltet Arzneimittelrabattverträge für drei gesetzliche Krankenkassen – TK, hkk und HEK – und ca. 14 Mio. Versicherte und entwickelt frühere Projekte anderer Akteure weiter. Durch einen Umweltbonus in den Rabattverträgen werden pharmazeutische Unternehmen nun belohnt, je nachhaltiger sie produzieren: indem sie Umweltzertifikate vorweisen und Abwassergrenzwerte bei der Produktion – insbesondere von Antibiotika – einhalten. Mit dem Projekt fördert die TK die Entwicklung hin zu höheren Umweltstandards in der weltweiten Arzneimittelproduktion, trägt zur Prävention von Antibiotikaresistenzen bei und schafft ein skalierbares, nachhaltiges Anreizsystem.
tk.de
Das Projekt „Carus Green“ am Universitätsklinikum Dresden steht für eine umfassende und langfristige Nachhaltigkeitstransformation im Krankenhausbetrieb. 2012 als Mitarbeitendeninitiative gestartet, bündelt unter einer eigenen Nachhaltigkeitsmarke zahlreiche ökologische Maßnahmen aller Fachbereiche. Im Fokus stehen die Reduktion von Energieverbrauch, Emissionen und Ressourcenverschwendung – etwa durch Photovoltaik, bedarfsgerechte OP-Lüftung, Mehrwegverpackungen, Recycling, nachhaltige Mobilität und naturnahe Campusgestaltung. Die Umsetzung erfolgt dezentral durch engagierte Mitarbeitende, koordiniert von der Krankenhausökologie, und ist fest im Klinikalltag verankert. Carus Green ist ein übertragbares Modell für nachhaltige Veränderung im Gesundheitswesen und lebt von Partizipation, Motivation und kontinuierlicher Weiterentwicklung.
uniklinikum-dresden.de
Großwäschereien in Krankenhäusern verbrauchen große Mengen an Energie, Wasser und Chemikalien und prägen damit die ökologische Gesamtbilanz des Gesundheitswesens. Das Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) hat mit dem Projekt „Nachhaltig sauber – Umweltbewusste Wäscheversorgung“ seine Großwäscherei grundlegend modernisiert. Durch Digitalisierung und Automatisierung der Waschprozesse, energieeffiziente Maschinen, RFID-Chips zur Textilnachverfolgung sowie Wasseraufbereitung und Abwasserwärmerückgewinnung wurden Verbrauch und Belastungen deutlich reduziert. So trägt das Projekt dazu bei, CO₂-Fußabdruck und Ressourcenverbrauch nachhaltig zu senken, Prozesse energie- und wassereffizient sowie schadstoffarm zu gestalten, die Belastung der Mitarbeitenden zu verringern und eine zukunftsfähige Infrastruktur für die Textilversorgung aufzubauen.
www.uks.eu
Das Projekt Elio von Elio Technologies FlexCo adressiert ein zentrales Problem der Pharmaindustrie: den hohen Anteil an Emissionen und Umweltbelastungen, die bereits in der Produktentwicklung festgelegt werden. Mithilfe einer KI-gestützten Öko-Design-Plattform analysiert Elio verstreute Datenquellen und erstellt belastbare Nachhaltigkeitsprofile für Prozesseingänge wie Rohmaterialien und Reagenzien. Die Lösung wird bereits in Pilotprojekten mit führenden Pharmaunternehmen eingesetzt und ermöglicht es, Nachhaltigkeit systematisch und ohne Zusatzaufwand in F&E-Entscheidungen zu integrieren. Mit Elio werden nicht nur CO₂-Emissionen, sondern auch Wasserverbrauch, Toxizität, Ressourcenverbrauch und Landnutzung bewertet. Das Projekt schafft so eine Grundlage für eine grüne Transformation der Pharmabranche.
elio.earth
Das Projekt „Mit Weitblick auf dem Teller“ der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gestaltet Krankenhausernährung gesund und nachhaltig. Dafür wurden sieben unbefristete Stellen geschaffen und selbst ausgebildete Diätassistenten in klinische Abteilungen integriert. Ergänzend sorgt ein Berater durch Schulungen von Auszubildenden für Medizinische Fachangestellte für Multiplikatoren. Seit 2023 setzt die Zentralküche Maßnahmen um, etwa einen höheren Anteil pflanzlicher, regionaler und saisonaler Produkte sowie die Reduktion von Speiseabfällen. So verbessert das Projekt die Gesundheit von Patienten und Mitarbeitenden, senkt messbar Treibhausgasemissionen und leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Transformation im Gesundheitswesen.
mhh.de
Mit dem Projekt Green Hospital Food trägt die Universitätsklinik Essen zur nachhaltigen Transformation der Krankenhausverpflegung bei. Ziel ist die schrittweise Umstellung des Speiseplans auf die Planetary Health Diet sowie die Reduktion der Lebensmittelverschwendung um mindestens 30 %. Dafür werden tierische Produkte deutlich reduziert und pflanzenbasierte Angebote ausgebaut – ohne Abstriche bei Geschmack, Vielfalt und Nährstoffversorgung. Eine interdisziplinäre Projektgruppe, bestehend aus Pflege, Medizin, Küche, Logistik, Verwaltung und Ernährungsberatung steuerte die Umsetzung. Damit werden nicht nur CO₂-intensive Speisen reduziert, sondern auch Ressourcen geschont, etwa durch präzisere Bedarfsplanung.. Begleitet wird das Projekt durch Informationskampagnen, Lehrküchen und politische sowie wissenschaftliche Vernetzung.
uk-essen.de