Jurybegründung

Stadt Landau in der Pfalz mit dem Distrikt Ruhango
in Ruanda.

Die Partnerschaft zwischen der Stadt Landau in der Pfalz und dem Distrikt Ruhango in Ruanda zeichnet sich durch eine außergewöhnlich starke zivilgesellschaftliche Komponente aus und wird vor allem durch die mittlerweile vier Landauer Partnerschaftsvereine getragen. In über 35 Jahren Partnerschaft konnten sie eine Vielzahl von Projekten entwickeln, die vor allen Dingen die Aspekte Bildung, Gesundheit und Wasserversorgung fördern und dort weitreichende Erfolge verbuchen können.

Um Hunger und Armut entgegenzuwirken wird u.a. der Bau bzw. die Erweiterung von Schulen gefördert. Dies bietet den Bewohnern und Kindern bessere Perspektiven und Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Gleichzeitig verbessert sich dadurch die Wirtschaftskraft der Region. Zudem verkürzen sich durch mehr Schulen die Wege für die Schüler - Kinder müssen so nicht in der Schule schlafen und können aktiver am Familienleben teilnehmen. Durch AGs in Landauer Schulen habe einige Jugendliche Ruhango bereits besucht und pflegen die entstandenen Freundschaften.

Ein gesundes Leben soll für alle Menschen jeden Alters in Ruhango möglich sein. Der Bau von zwei Krankenhäusern, 16 Gesundheitszentren sowie zwei Heimen für Menschen mit Behinderung haben den Zugang zu medizinischer Versorgung und das Leben mit Handicap deutlich erleichtert.

Ein weiterer wichtiger Aspekt dabei ist der kontinuierliche Ausbau des Wasserversorgungssystems. Von der Versorgung mit sauberem Wasser profitiert die Bevölkerung sowohl gesundheitlich als auch bei der allgemeinen Versorgung enorm.                       
Viele weitere Projekte werden entsprechend ihrer Nachhaltigkeit evaluiert, seit 2015 auch unter Berücksichtigung der SDGs der Agenda 2030, und dann umgesetzt. Darunter befinden sich z.B. die Themen Geschlechtergerechtigkeit, Entsorgung und Siedlungsplanung.

Auf Landauer Seite hat sich der Ruhango-Markt etabliert. Einwohner können dort nicht mehr benötigte Gegenstände abgeben und einkommensschwache Haushalte können diese günstig erwerben. Die Produkte finden neue Verwendung und Abfall wird vermieden. Der Erlös aus den Verkäufen geht an die Partnergemeinde. Gerade jungen Menschen werden durch den Markt und die Schulpartnerschaften für gesellschaftsrelevante Themen, Nachhaltigkeit, Konsum und den Umgang mit Ressourcen sensibilisiert.

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