Leipzig mobil 2.0

Leipzig mobil 2.0: Multi- wird Intermodal

Die digitale Vernetzungsplattform „Leipzig mobil 2.0“ der Leipziger Verkehrsbetriebe ermöglicht ihren Kund/innen das bequeme und flexible Informieren, Suchen und Buchen von Mobilitätsleistungen über eine App. Dabei beschränkt sich die multimodale Plattform nicht nur auf den Öffentlichen Personennahverkehr, sondern integriert auch alternative Verkehrsträger, welche die Nutzung von nachhaltiger Mobilität fördern.

So bietet Leipzig mobil 2.0 seit 2015 neben ÖPNV- auch Bike- und Carsharing-Leistungen an, wobei letztere sogar deutschlandweit buchbar sind. 2018 folgte dann die zusätzliche Integration von Taxi-Angeboten. Der einzige Vertrags- und Ansprechpartner für die Kund/innen sind die Leipziger Verkehrsbetriebe, eine separate Registrierung bei den einzelnen Mobilitätsanbietern ist nicht notwendig. So sind alle Leistungen entlang der Servicekette Suchen–Buchen–Bezahlen nahtlos über die App nutzbar. Die multimodale Ansicht der App bietet den Kunden die Möglichkeit, unter Zeit- und Kostentransparenz eine individuelle Entscheidung für ein Verkehrsmittel zu treffen.

Alle gebuchten Leistungen werden im Rahmen einer monatlichen Gesamtrechnung aufgestellt, sodass die Kund/innen jederzeit Übersicht und Kontrolle über die anfallenden Kosten haben. Durch die Vollintegration aller Leistungen können zudem eigens verhandelte Tarife und Kontingente angeboten werden. Die bargeldlose Bezahlung macht herkömmliche Papiertickets überflüssig.

Das Projekt Leipzig mobil 2.0 verfolgt das Ziel, die verschiedenen in der Plattform integrierten Verkehrsmittel sinnvoll in einem Weg miteinander zu kombinieren. Leipzig mobil wird intermodal. Mit dem Mietfahrrad zur nächsten S-Bahn-Haltestelle mit Direktverbindung zum Ziel? Mit der Straßenbahn zum Carsharing-Auto? Nur zwei Beispiele für die neuen Möglichkeiten der Verbindungsauskunft. Kombinierte Tarife vereinfachen den Zugang zusätzlich.

Weiterhin arbeiten die Leipziger Verkehrsbetriebe mit dem Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen an einer Ridepooling-Lösung als neuer flexibler Bestandteil des ÖPNV zusammen. Dadurch sollen die Anbindung des Stadtrandes an das Zentrum verbessert und Verkehrsbelastungen in der Innenstadt verringert werden. Auch dieses Angebot wird intermodal – durch die nahtlose Verknüpfung des flexiblen Systems und des fahrplangebundenen Linienverkehrs entsteht eine vollständige Integration in das gesamte ÖPNV-Angebot. Ende 2019 soll das Angebot als Pilotbetrieb im Leipziger Norden getestet werden.

Ziel der App ist es, den Leipziger/innen ein umfangreiches Angebot an Alternativen zum eigenen Pkw mittels einer digitalen Kompaktlösung zugänglich zu machen. Die Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises honoriert das Konzept mit dem ersten Platz für den Sonderpreis Digitalisierung in der Kategorie „Forschung“.

Zum Download der Jurybegründung

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