Methodik des DNP 2026 und des ESA.

Unternehmensprofile als Basis.

Alle eingereichten Fragebögen fließen in einheitlich strukturierte Unternehmensprofile ein. Sie ermöglichen eine europaweit vergleichbare Darstellung von Transformationsleistungen.

Der Preis bewertet Unternehmen nach der Wirksamkeit ihrer Beiträge in fünf prioritären Themenfeldern unternehmerischer Verantwortung und Zukunftsfähigkeit:

  • Klima
  • Ressourcen
  • Natur
  • Arbeit
  • Gesellschaft

Diese Felder orientieren sich an anerkannten internationalen Referenzrahmen wie der Agenda 2030 sowie an europäischen Vorgaben wie CSRD, ESRS und VSME.

Die Unternehmensprofile machen Maßnahmen, erzielte Effekte und bestehende Herausforderungen transparent. Damit schaffen sie die Grundlage für eine faktenbasierte, vergleichbare Bewertung unternehmerischer Verantwortung.

Neben Basisdaten wie Sitz, Branche und Unternehmensgröße enthalten die Profile strategische Schwerpunkte bei Nachhaltigkeit und Geschäftsmodell, zentrale Maßnahmen und Lösungen, relevante Kontextinformationen sowie transparent ausgewiesen mögliche Kontroversen. Ergänzendes Material kann optional beigefügt werden. Der Umfang der Profile richtet sich nach Größe und Branche der Unternehmen: SMEs werden über verkürzte Profile abgebildet, große Unternehmen und Konzerne über ausführlichere, branchenspezifische Profile.


Einheitliches Scoring-System.

Die Unternehmensprofile werden nach einer einheitlichen Bewertungslogik ausgewertet. Aus den Einzelbewertungen ergibt sich ein Gesamtscore; mögliche Kontroversen werden transparent ausgewiesen.

In der ersten Stufe des Wettbewerbs dient das Scoring zusätzlich dazu, den Kreis der Unternehmen zu bestimmen, die der Jury für die jeweilige nationale Auszeichnung vorgelegt werden. So bleibt die Auswahl fokussiert, vergleichbar und fachlich belastbar.

Jury.

Das Juryverfahren ist mehrstufig. Auf Ebene der Länder und Regionen entscheiden Fachjurys; über die European Leaders entscheidet voraussichtlich eine paneuropäische Jury.

Die deutsche Jury wird voraussichtlich in Arbeitsgruppen für SMEs, Large Companies und Corporations gegliedert. Jede Fachjury besteht aus Expert:innen verschiedener Sektoren, etwa aus Branchenpraxis, Verbänden, Zivilgesellschaft, Unternehmensberatung, Wissenschaft und Finanzwirtschaft.


Transparente Entscheidungskriterien.

Grundlage jeder Juryentscheidung sind die Unternehmensprofile. Sie vereinen alle relevanten Informationen aus dem Bewerbungsverfahren – einschließlich der erstellten Scorings –, ergänzt um öffentlich zugängliche Materialien und die fachliche Expertise der Jurymitglieder. So werden objektive Maßstäbe mit Erfahrung und kontextuellem Wissen kombiniert.

Die Fachjurys wählen in einem zweistufigen Verfahren die Finalisten und die Sieger aus. Die Sieger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Unternehmen gehen als National Champions Germany 2027 in den europäischen Wettbewerb. Maßgeblich sind:

  • Transformationsleistung und Wirksamkeit: messbare Beiträge in relevanten Handlungsfeldern
  • Vorreiterrolle und Strahlkraft: Führungsrolle und Impulswirkung
  • Innovationskraft und Signalwirkung: neue Lösungen mit Transformationspotenzial
  • Skalierbarkeit und Hebelwirkung: Übertragbarkeit erfolgreicher Ansätze
  • Entwicklungsdynamik und Fortschritt: nachweisbare Verbesserungen
  • Langfristige Wirkung und Verantwortung: nachhaltige Wertschöpfungsketten und gesellschaftliches Engagement
  • Europäische Anschlussfähigkeit: Beitrag zur Umsetzung europäischer Ziele, Regelwerke und Strategien sowie zur Stärkung gemeinsamer Transformationspfade
  • Grenzüberschreitende Relevanz und Kooperationsfähigkeit: Potenzial, Lösungen, Standards oder Geschäftsmodelle über nationale Kontexte hinaus wirksam zu machen und Kooperationen innerhalb Europas zu fördern

Ziel ist ein glaubwürdiges, ausgewogenes und repräsentatives Bild unternehmerischer Transformation. Es soll zeigen: Zukunft entsteht in allen Regionen, in allen Größenklassen und durch vielfältige Ansätze.

In einem ersten Voting bestimmen die Fachjuror:innen die Finalisten in den drei Größenklassen. Im zweiten Voting wählen die Fachjurys pro Größenkategorie aus den Finalisten die Sieger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Unternehmen. Diese haben die Möglichkeit, als National Champions Germany 2027 beim ESA 2027 anzutreten. Die paneuropäische Jury wählt aus den National Champions die European Leaders.