Christian Lindner

Bundesfinanzminister

Dr. Eckhart von Hirschhausen

Arzt, Wissenschaftsjournalist und Gründer der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen

Sarah Ryglewski

Staatsministerin im Bundeskanzleramt

Prof. Dr. Michael Braungart

Pionier des Cradle to Cradle-Designkonzepts und Geschäftsführer der BRAUNGART EPEA – Internationale Umweltforschung GmbH

Prof. Dr. Veronika Grimm

Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Mona Neubaur

Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Jörg-Andreas Krüger

Präsident, NABU (Naturschutzbund Deutschland) e. V.

Oona Horx Strathern

Trend- und Zukunftsforscherin und Chief Executive Officer, Zukunftsinstitut GmbH

Dr. Sopna Sury

Chief Operating Officer Hydrogen und Mitglied des Vorstands, RWE Generation SE

Klaus Müller

Präsident der Bundesnetzagentur

Fürst Albert II von Monaco

Regierender Fürst von Monaco und Gründer der Prince Albert II of Monaco Foundation

Christoph Bals

Politischer Geschäftsführer, Germanwatch e.V.

Fritz Lietsch

Herausgeber, Forum Nachhaltig Wirtschaften und Geschäftsführung, Altop Verlags- und Vertriebsgesellschaft für umweltfreundliche Produkte mbH

Andrea Thilo

Journalistin, Moderatorin und Trainerin

Prof. Dr. Günther Bachmann

Vorstand, Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis

Weil wir es können.
Nachhaltigkeit trotz Krise.

Die größte Nachhaltigkeitsplattform Europas führt die führenden
Akteur:innen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen.

Die Transformation hin zu einer nachhaltigen Entwicklung lebt, trotz der allgegenwärtigen Krisenerfahrung. Das Rezept: Kompetenz, Köpfe und Konzepte. Das Credo: Weil wir es können und weil wir uns trauen.  

Geopolitik, Inflation und Energieknappheit verschieben politische und wirtschaftliche Prioritäten. Klimapolitik kommt weltweit zum Stillstand - aber nicht die Transformationsmaßnahmen von verantwortlich handelnden Unternehmen, Kommunen und Medien. Der 15. DNT fokussiert ihre gemeinsame Botschaft: Transformation kann gelingen, wenn Nachhaltigkeit ganz oben auf der Agenda der Entscheidungsträger:innen steht. 

Die Beiträge der Finalisten und Sieger des DNP überzeugen mit technologischen Innovationen und sozialem Engagement, mit Mut und Ambition. Die 130 Referent:innen des Kongresses beziehen Position und weisen Wege:

Echte Kreislaufwirtschaft ist möglich. Der Bausektor kann mehr Klimaschutz liefern, wenn er den Vorreitern folgt. NetZero ist keine Fantasie mehr, sondern erarbeitete Realität. Verantwortliche Kommunikator:innen machen einen Unterschied. Faire Lieferketten halten.     

Sie erwarten zwei Tage mit einem dichten Programm aus Keynotes, Interviews, Pitches, Talkrunden und parallelen Dialogforen. Fragen und Antworten zu den wichtigsten Themen der Transformation:

  • Energiesicherheit vs. Klimaschutz
  • Geopolitik und Nachhaltigkeit
  • Transformation in Unternehmen
  • Kommunikation als Treiber der Transformation
  • Nachhaltigkeit im Sport
  • Zukunft des Bauens
  • Circular Economy

Nichts verpassen.

Zur Online Plattform DNP.tv

  • Kongress: 1./2.12., 9.00 bis 17.00 Uhr
  • DNP Design: 1.12., 18.00 Uhr
  • 15. DNP: 2.12., 18.30 Uhr

130 Referent:innen beziehen Position.

09:00 Uhr

Eröffnungsplenum

Geopolitische Verwerfungen, Hitzesommer und Energieknappheit: Bevölkerung und Wirtschaft stehen vor hohen Herausforderungen, gerade im bevölkerungsreichsten und industriell geprägten Nordrhein-Westfalen. Doch dort finden sich auch viele Lösungen, Perspektiven und übertragbare Erfolge. Immerhin ist NRW durch jahrzehntelangen Strukturwandel ein echtes Transformationslabor. Wie will der neue Umweltminister den Wandel befördern? Welche Prioritäten will er setzen? Was darf die (Umwelt-)Wirtschaft erwarten? Wie soll NRW Standort für grüne Gründer:innen bleiben/werden?

Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

Finale des 2. DNP-Hackathons zur Transformation: Am 7. und 8. September arbeiteten knapp 100 Teilnehmer:innen, Mentor:innen und Expert:innen 24 Stunden an mutigen Ideen für den schnelleren Wandel. Unterstützung gaben Partner aus der Wirtschaft. Nach dem Juryvotum sind jetzt die Zuschauer:innen des DNT gefragt. Die Finalist:innen präsentieren ihre Konzepte in einem Live-Pitch dem Kongresspublikum. Dann kann gevotet werden – das Siegerteam wird am Nachmittag ausgezeichnet.

U. a. mit 

Marco Hammer, Chief Executive Officer, Oikos Group GmbH
Steffen Kück, Senior Communication Advisor, Ørsted Germany GmbH
Oliver Engelhardt, Architekt, Bau-Fritz GmbH & Co. KG

Inflation der grünen Schlagworte: Produkte, Unternehmen sogar ganze Staatsgebilde sollen klimaneutral sein. Lieferketten, Aktienfonds und Firmenphilosophien werden "nachhaltig" gestaltet. Selbst Produkte mit negativem ökologischen Fußabdruck sind scheinbar „umweltfreundlich“. Das Problem: Unter diesen Begriffen verstehen viele Menschen viele Dinge. Und manche nutzen ökologische und soziale Begriffe auch taktisch und bewusst vage. Welche Kraft haben Worte in der Nachhaltigkeitsdebatte? Ist Übertreibung ein legitimes stilistisches Mittel? Wo beginnt Greenwashing? Und warum muss auch in einer der führenden Nachhaltigkeitsredaktionen der Umgang mit grünen Worten immer wieder neu verhandelt werden?

Jens Schröder, Chefredakteur GEO Gruppe und P.M. Gruppe, RTL Deutschland

Immer mehr Kommunen füllen den Paradigmenwechsel, den die Agenda 2030 vom September 2015 beschreibt, aktiv mit Leben. Unbestritten ist: Der Beitrag, den sie leisten, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Wo stehen die deutschen Kommunen auf dem Umsetzungsweg nach der Hälfte der Zeit? Was haben sie erreicht und welche Herausforderungen stehen noch bevor? Antworten gibt eine Studie des Difu im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.

Dr. Kirsten Witte, Direktorin Zentrum für Nachhaltige Kommunen, Bertelsmann Stiftung  

In Deutschland steigt der Anteil kommunaler Nachhaltigkeitsberichte stark an. Bisher sind sie aber so unterschiedlich voneinander, wie sie nur sein können. Vor diesem Hintergrund bietet der Berichtsrahmen Nachhaltige Kommune (BNK) des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) eine gute Vorlage und Orientierung für die Berichterstattung entlang der SDGs. Immer mehr Städtenetze schließen sich zusammen, zwecks kollegialer Beratung über die Umsetzung der Agenda 2030. Was kann so ein Städtenetzwerk alles auf die Beine stellen?

Ursula Keller, Geschäftsstelle Nachhaltigkeit im Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz, Landeshauptstadt Düsseldorf
Patrick Kunkel, Bürgermeister, Stadt Eltville am Rhein
Dr. Marc-Oliver Pahl, Generalsekretär, Rat für Nachhaltige Entwicklung
Uwe Schubert, Fachbereichsleiter, Stadt Brake (Unterweser)

Deutschland in der Energiekrise. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine stellt den angestrebten Kohleausstieg bis 2030 und das Abschalten der Kernkraftwerke infrage. Wie lassen sich die Zielkonflikte zwischen sicherer, bezahlbarer Energie und mehr Klimaschutz lösen? Steckt in der aktuellen Lage auch eine Chance, ein nachhaltiges und sicheres Energiesystem in Europa aufzubauen? Wie kann sich die EU energieunabhängig(er) machen? Welche kurzfristigen Maßnahmen sind notwendig, um Strom und Wärme fair zwischen Verbraucher:innen, Kommunen und Wirtschaft aufzuteilen? Die Ko-Vorsitzende der ExpertInnen-Kommission für Gas und Wärme bezieht Position.

Prof. Dr. Veronika Grimm, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und Inhaberin des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg

11:00 Uhr

Pause

11:30 Uhr

Parallele Dialogforen

Die aktuelle Energiekrise bedroht ganze Industriezweige in Deutschland. Steigende Preise für Strom und Wärme, zerrissene Lieferketten, zunehmende Inflation – die Herausforderungen verstärken sich gegenseitig. Wie kann die Energiewende dennoch ihre Richtung behalten? Wie kann einer schwächelnden Wirtschaft die klimagerechte Transformation gelingen? Wie schaffen es die deutschen Betriebe, in Zukunft resilienter und international wettbewerbsfähig zu bleiben? Welche Wege führen aus dem Dilemma zwischen Klimaneutralität und bezahlbarer Energie? Wie kommen wir schnell zu mehr Erneuerbaren Energien?  

Gabriela Baum-D’Ambra, Executive Director, EY-Parthenon GmbH
Prof. Dr. Manfred Fischedick, Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH
Prof. Dr. Veronika Grimm, Ko-Vorsitzende der ExpertInnen-Kommission für Gas und Wärme, Wirtschaftsweise und Inhaberin des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg    
Heiko Mennerich, Leiter der Business Line Energy and Utilities, Evonik Industries AG

Moderation: Gregor Steinbrenner, Moderator und Redakteur des 3sat-Wissenschaftsmagazins "nano"

In Zusammenarbeit mit Henkel.

„Klimaneutral“ ist (fast) das neue Normal in den Unternehmenszielen vom Konzern zum Mittelständler. Dabei lassen unterschiedliche Definitionen und Standards erheblichen Gestaltungsspielraum zu – und das nicht immer im Sinne des Klimaschutzes. Der Net Zero Ansatz springt in die Lücke, die Klimaneutralität offenlässt. Aber was genau ist „Net Zero“? Wer muss wie viel leisten? Welche Rolle spielen Offsetting, Permanent Removal und Zusätzlichkeit? Reicht es, Zertifikate zu kaufen, wenn ja, welche? Oder braucht es andere Standards?

Dr. Carsten Gerhardt, Partner, A.T. Kearny GmbH
Nicolas Kreibich, Senior Researcher, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH
Miguel Gil Mast, Senior Manager Client Development, Schneider Electric Sustainability Business

Moderation: Uwe Bergmann, Global Director ESG Business Integration, Henkel AG & Co. KGaA  

In Zusammenarbeit mit dem Kompetenznetzwerk Umweltwirtschaft.NRW.

Mit der Energie- und Rohstoffwende steckt die deutsche Industrie mitten in einer großen Transformation: Als traditionsreicher Standort der Grundstoff-, insbesondere der Metallindustrie, ist Nordrhein-Westfalen besonders betroffen. Bis 2045 will Deutschland klimaneutral werden – diese Klimaschutzziele stellen die Industrie vor große Herausforderungen. Zusätzlich soll nach der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie der Anteil an Recyclingrohstoffen in den Produkten signifikant erhöht werden. Die bereits erzielten Erfolge der Metallindustrie sollen weiter ausgebaut werden, auch um die Abhängigkeiten in der internationalen Beschaffung zu verringern und stabile Lieferketten zu gestalten. Wie kann die Energie- und Rohstoffwende in der Metallindustrie gelingen? Wie lässt sich die energieintensive Produktion und Verarbeitung von Stahl, Kupfer und Aluminium in wenigen Jahrzehnten dekarbonisieren? Wie sehen die langfristigen Perspektiven aus? Wie kann „Green Metal“ Wirklichkeit werden?

Timo Frahsa, Politische Kommunikation, TRIMET Aluminium SE
Christian Hein, Head of Sustainability, Aurubis AG
Yannic Labrot, Berater, Bronk & Company GmbH
Paul Martin Mählitz, Deutsche Rohstoffagentur (DERA)
Almut Rademacher, Geschäftsführerin, OWL MASCHINENBAU e. V.

Moderation: Prof. Dr. Martin Faulstich, Leitung Unternehmensnetzwerke, Kompetenznetzwerk Umweltwirtschaft.NRW, Inhaber des Lehrstuhls für Ressourcen- und Energiesysteme, Technische Universität Dortmund und Vorstand, INZIN Institut Zukunft der Industriegesellschaft 
 

In Zusammenarbeit mit GEO.

Mehr Geld denn je steht für den Naturschutz zur Verfügung, und doch sterben jeden Tag weitere Arten aus. In den Medien untererzählt, bei Bürgerinnen und Bürgern oft nur mit dem Bienensterben verbunden, und bei vielen Unternehmen auf der Agenda weit hinter Klimaneutralität stehend: Der flächenübergreifende Artenschutz bleibt vernachlässigt, obwohl Biodiversität für den Menschen existenziell ist. Was können Politik, Medien, Wissenschaft, Wirtschaft und Landwirtschaft für den Artenschutz tun? Welches sind die großen Stellhebel? Wo braucht es neue, effektive Programme zum Schutz von Tieren und Pflanzen?

Dr. Frauke Fischer, Biologin und Biodiversitäts-Expertin, Gründerin Agentur-Auf!
Eberhard Hartelt, Umweltbeauftragter, Deutscher Bauernverband und Präsident, Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd
Prof. Dr. Rainer Luick, Professur für Natur- und Umweltschutz, Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg
Katharina Schmitz, Redaktionsleiterin Natur und Nachhaltigkeit GEO und Vorsitzende GEO schafft Wildnis e.V., RTL Deutschland

Moderation: Andrea Thilo, Journalistin

In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz steht vor der Tür, Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette wird nicht nur vom Gesetzgeber verlangt, sondern auch von Verbraucher:innen gern gesehen. Wie können Unternehmen und weitere Akteure mehr Nachhaltigkeit in Agrarlieferketten bringen? Welche Unterstützung können Unternehmen vom Bundesentwicklungsministerium u. a. durch die Initiative für nachhaltige Agrarlieferketten (INA) erhalten? Welche kostenfreien Handreichungen und Tools gibt es für Rückverfolgbarkeit, Risikoanalyse und Wahrung von Sorgfaltspflichten? In dem Dialogforum wird u. a. INA-Trace, eine open source, blockchain-basierte Rückverfolgbarkeitslösung vorgestellt sowie OECD-Unternehmenshandbücher für entwaldungsfreie Lieferketten und existenzsichernde Einkommen und Löhne besprochen.

Dr. Matthias Altmann, Manager and Policy Analyst, OECD Centre for Responsible Business Conduct
Sebastian Lesch, Referatsleiter, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Maike Möllers, stellvertretende Programmleiterin Initiative für nachhaltige Agrarlieferketten (INA), Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH 
Allan Mubiru, Co-Gründer, Kaffeekoop GmbH

Moderation: Liz Shoo, Journalistin und Moderatorin

In Zusammenarbeit mit dem Programm „Global Nachhaltige Kommune“ der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW).

Kommunale Nachhaltigkeitsstrategien im Kontext der Agenda 2030 dienen der Orientierung und zeigen den Weg einer globalen nachhaltigen Kommunalentwicklung auf. Um den Fortschritt der nachhaltigen Entwicklung zu evaluieren und transparent zu kommunizieren, erstellen Kommunen zunehmend Nachhaltigkeitsberichte. Diese Reports nehmen eine wichtige Funktion als Steuerungsinstrument der Nachhaltigkeitstrategie ein. Aber wie gelingt der konkrete Weg von der Strategie in die Umsetzung? Wie können Formate der Berichtserstattung wie der „Berichtsrahmen Nachhaltige Kommune“ vom Rat für Nachhaltige Entwicklung oder die internationale freiwillige Berichterstattung, der Voluntary Local Review (VLR) bei der Umsetzung der Strategie unterstützen?

Marc Busse, Leiter Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz, Stadt Aschaffenburg
Bart Denys, Projektleiter, Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global gGmbH
Ursula Keller, Geschäftsstelle Nachhaltigkeit im Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz, Landeshauptstadt Düsseldorf
Dr. Marie Peters, Wissenschaftliche Referentin, Rat für Nachhaltige Entwicklung

Moderation: Lena Lütjens-Schilling, Geschäftsführerin, Nordlicht Management Consultants GmbH

12:30 Uhr

Pause

13:30 Uhr

Parallele Dialogforen

In Zusammenarbeit mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung.

Die aktuellen internationalen Krisen bremsen oder blockieren weltweit das Engagement für nachhaltige Entwicklung. Energieknappheit, Lieferkettenunterbrechungen und Fachkräftemangel zwingen Unternehmensführer:innen, sich mit erster Priorität operativen Herausforderungen zu widmen. Dabei bleiben die Übernahme unternehmerische Verantwortung, aber auch die Nutzung von Chancen auf der Strecke. Ist dies in großen Betrieben die Stunde der Aufsichtsgremien, die ihre Kontrollfunktion im Sinne nachhaltiger Transformation einsetzen könnten? Verändern die Komplexitäten und Wechselwirkungen der Krisen die Rolle der Aufsichtsräte? Braucht es eine Neuaufstellung der Unternehmensführung mit Blick auf das Verhältnis zwischen Vorständen und Aufsichtsräten? Mit welchen Strukturen werden Unternehmen ihrer Verantwortung in Sachen Klimaschutz und nachhaltiges Handeln gerecht werden?

Prof. Dr. Alexander Bassen, Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung und Professor für Betriebswirtschaftslehre, insb. Kapitalmärkte und Unternehmensführung, Universität Hamburg
Prof. Dr. Kerstin Lopatta, Aufsichtsrätin, EQS Group AG, Professorin für BWL, Universität Hamburg und Mitglied des EFRAG Sustainability Reporting Board
Dr. Werner Schnappauf, Vorsitzender, Rat für Nachhaltige Entwicklung
Dr. Sopna Sury, Aufsichtsrätin, Heidelberg Materials und Chief Operating Officer Hydrogen und Mitglied des Vorstands, RWE Generation SE 
Dr. Dorothea Wenzel, Mitglied im Aufsichtsrat, Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, H. Lundbeck A/S und Dentsply Sirona Inc.

Moderation: Katharina von Frankenberg, Mitbegründerin, Climate Governance Initiative Deutschland und Beraterin, Egon Zehnder International GmbH 

In Zusammenarbeit mit dem Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA).

Energiepreisspirale, Verzichtsdebatte, Rezessionsangst, Kriegssorgen: Was wir über die aktuellen (Nachhaltigkeits-)Krisen wissen und wie wir uns darin fühlen, entnehmen wir den Medien. Auch die Politik kommuniziert über Medien. Themenaufbereitung und Framing machen Meinung. Medien sind längst zentrale Akteure der Transformation. Wie gehen sie mit dieser Verantwortung um? Könnten neue Formate oder andere journalistische Ansatzpunkte besser erklären, stärker involvieren und mehr bewirken? Würden sie gesehen und sich verkaufen? Wie kann durch angemessene Kommunikation erreicht werden, dass die Themen der Nachhaltigkeit nicht hinter Krieg und Inflation verschwinden? Wie gehen neue Narrative?

Caroline König, Abteilungsleiterin, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Meike Gebhard, Geschäftsführerin, Utopia GmbH
Jens Schröder, Chefredakteur GEO Gruppe und P.M. Gruppe, RTL Deutschland
Roland Zieschank, Projektleiter, IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gemeinnützige GmbH
Unter besonderer Mitwirkung von Natalia Yegorova

Moderation: Andrea Thilo, Journalistin

In Zusammenarbeit mit BRITA.

Während der Bedarf an hochwertigem Trinkwasser steigt, beeinträchtigen Klimawandel, Landwirtschaft, Industrie, Flächenversiegelung und Verbraucherverhalten Qualität und Verfügbarkeit der wertvollen Ressource. Wie können Quell- und Grundwasser trotz vielfältiger Herausforderungen besser geschützt werden? Wie können Bürgerinnen und Bürger für einen bewussteren Umgang mit Wasser – über den Preis hinaus – sensibilisiert werden? Wo gibt es neue, erfolgreichen Ansätze zum Schutz der Ressource Wasser? Wie kann eine nachhaltige Infrastruktur weiter ausgebaut werden?  

Eberhard Hartelt, Umweltbeauftragter, Deutscher Bauernverband und Präsident, Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd
Stephan Liebler, Head of Sales, BRITA VIVREAU GmbH
Henning Osmers-Rentzsch, Nachhaltigkeitsmanager, VILSA-BRUNNEN Otto Rodekohr GmbH

Moderation: Fritz Lietsch, Herausgeber, Forum Nachhaltig Wirtschaften

In Zusammenarbeit mit Bau-Fritz.

Etwa 40 Prozent der jährlichen globalen CO₂-Emissionen und 50 Prozent des weltweiten Ressourcenverbrauchs fallen im Bausektor an. In Zeiten von Klimakrise und zunehmender Ressourcenknappheit besteht hier ein enormes Einsparpotenzial. Aber wie gelingt es, die Transformation der Branche zu beschleunigen? Wie können Energie, Material und Fläche effizient(er) genutzt werden? Welche Potenziale bieten nachwachsende und wiederverwendbare Ressourcen wie Holz? Wie kann kreislauffähiges Bauen stärker etabliert werden? Und welche Möglichkeiten gibt es, Gebäude so zu konzipieren, dass sie sogar einen positiven Einfluss auf die Umwelt und ihre Bewohner haben?

Prof. Dr. Michael Braungart, Mitbegründer des Cradle to Cradle-Designkonzepts und Geschäftsführer BRAUNGART EPEA – Internationale Umweltforschung GmbH
Sabine Djahanschah, Leitung Cluster Bau, Städtebau, Kulturgüterschutz, Deutsche Bundesstiftung Umwelt  
Dagmar Fritz-Kramer, Geschäftsführerin, Bau-Fritz GmbH & Co. KG
Oona Horx Strathern, Trend- und Zukunftsforscherin und Chief Executive Officer, Zukunftsinstitut GmbH

Moderation: Felix Jansen, Abteilungsleiter PR, Kommunikation und Marketing, Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V.

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen.

Das Potenzial ist enorm: 100 Milliarden an Auftragsvolumen vergeben die Kommunen jedes Jahr – das ist die Hälfte der Beschaffung von Bund, Länder und Gemeinden in Deutschland zusammen. Doch wie sehr nutzen Kommunen diese Einkaufsmacht für mehr Nachhaltigkeit? Wie können sie mehr ökologische und soziale Kriterien durchsetzen? Warum gibt es noch eine Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit bei der nachhaltigen öffentlichen Beschaffung, und wie kann sie geschlossen werden? Welches sind die kommunalen Vorbilder?

Fabian Kusch, Leiter Purchasing, Nachhaltigkeit, QS-Mat, Bierbaum-Proenen GmbH & Co. KG 
Ria Müller, Referentin Klimaschutz, Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg
Dietrich Weinbrenner, Kampagne für Saubere Kleidung Deutschland e.V. und Vorstand, Christliche Initiative Romero e.V. (CIR)
Aiko Wichmann, Leiter Vergabe- und Beschaffungsamt, Stadt Dortmund

Moderation: Jürgen Sokoll, Fachpromotor für fairen Handel und nachhaltiges Wirtschaften, Eine Welt Netz NRW e. V.

In Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung.

Viele junge Menschen machen sich Sorgen. Sie befürchten, dass die ältere Generation gerade ihre Zukunft verspielt. Sie fordern Mitsprache ein und erwarten eine nachhaltige, generationengerechte Politik und Wirtschaft, die nicht auf ihre Kosten und die ihrer Kinder geht. Eine Repräsentativbefragung von Kantar Public im Auftrag der Bertelsmann Stiftung geht der Frage nach, was junge Menschen mit „Nachhaltigkeit“ verbinden. Wie hoch ist ihre Bereitschaft, sich selbst nachhaltig zu verhalten, was sind ihre Vorbilder?

Patrick Kunkel, Bürgermeister, Stadt Eltville am Rhein
Katja Peper, Projektleitung Future-Peers, Peer-Leader-International e.V.
Dr. Regina von Görtz, Senior Project Managerin, Bertelsmann Stiftung

Moderation: Oliver Haubner, Senior Project Manager, Bertelsmann Stiftung

14:30 Uhr

Pause

15:00 Uhr

Plenum

Die dramatischen Ereignisse dieser Tage zeigen, wie eng die Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung, geo- und finanzpolitische Auseinandersetzungen verbunden sind. In einem bisher nicht gekannten Maß sind Sicherheits-, Klima- und Umwelt- mit Finanzpolitik zusammengewachsen. Alle wichtigen Weichenstellungen im Verantwortungsbereich des Finanzminsters haben unmittelbare Auswirkungen auf die nachhaltige Transformation. Wie navigiert Christian Linder zwischen Rückenwind für den notwendigen ökologisch-sozialen Wandel und falschen Anreizen? Welche Prioritäten setzt er? Gibt es eine finanzpolitische Nachhaltigkeitsagenda?

Live-Zuschaltung 
Christian Lindner MdB, Bundesminister der Finanzen

Finale des 2. DNP-Hackathons zur Transformation: Das Publikum hat aus den drei erfolgreichsten Teams den Sieger gewählt. Welches von ihnen konnte die meisten Voter überzeugen und geht mit einem Preisgeld von € 1.000,-. pro Person nach Hause?

Die Transformation ist in der Breite der Wirtschaft immer noch zu langsam. Die kommenden Berichtspflichten sind für manche eine zusätzliche Bürde - sie können Unternehmen aber auch helfen, schneller und gezielter voranzukommen. Es gilt, Berichte und Datenwelten neu aufzustellen. Digitale Plattformen schaffen Effizienzgewinne beim Transfer von Best Practice. Welche Rolle spielen Nachhaltigkeitsberichte und Scorings in der Zukunft? Was kann ein Pass für Nachhaltigkeit von Unternehmen leisten?

Prof. Dr. Günther Bachmann, im Gespräch mit
Dr. Matthias Kannegiesser, Gründer und Chief Executive Officer des Startups score4more

Trinkwasser ist eine wertvolle Ressource und muss für alle Menschen gleichermaßen verfügbar sein. Gleichzeitig verursacht Plastikmüll globale Umweltschäden – insbesondere in den Weltmeeren. Regierungen, Unternehmen und Verbraucher:innen müssen diese enormen Herausforderungen meistern. Für die Wirtschaft ergeben sich aber auch Marktchancen, die es durch sinnvolle Innovation, fair und verantwortlich zu heben gilt. Welche unternehmerischen Perspektiven ergeben sich für ein verantwortungsbewusstes und gleichermaßen wertegeleitetes wie technologisch fortschrittliches Familienunternehmen? Wie kann unternehmerische Verantwortung hier lenken? Wie wird sich der Trinkwassermarkt in Zukunft entwickeln?

Markus Hankammer, Chief Executive Officer, BRITA Group

Klimaschutz und Migrationsbiografien - wie stehen diese beiden Themenbereiche zueinander? Nur wenige Menschen stellen sich bislang dieser Frage, folglich spiegelt sich die Vielfalt der Gesellschaft nur unzureichend im Klimaschutz wider. Junge Menschen mit Migrationsbiografie wollen dies ändern, sie möchten als Akteure die Transformation mitgestalten und Verantwortung übernehmen. Das Ziel: Das Bewusstsein für Klimaschutz und mögliche Handlungsfelder erweitern, und Perspektiven mit Migrationsbiografie in den Entscheidungsräumen Gehör verschaffen. Wie kann die politische Partizipation multikultureller Interessen im Klimaschutz gestärkt werden? Und welche Rolle spielen Unternehmen dabei?

Besa Misimi,  Stipendiatin, DSI Deutschlandstiftung Integration gGmbH
Darius Sultani, Stipendiat, DSI Deutschlandstiftung Integration gGmbH

Recycelter Kunststoff spart den Einsatz von frischem Öl und Gas. Das schont Umwelt und Ressourcen. Wenn die Einkäufer von Städten und Kommunen mit ihren Milliardenbudgets einsteigen, wäre das ein großer Schritt im Kampf gegen den Klimawandel. Ein neuer Spielplatz zum Beispiel, spannend, farbenfroh und – gebaut mit klimaneutralem Plastik: Gibt’s nicht? Doch! Für fast alles gibt es inzwischen rezyclathaltige Alternativen. Ein neuer Preis für besonders engagierte Kommunen, der CIRCULUS, soll den Griff zur Alternative anschieben. Die Macher:innen stellen das Konzept vor. Mona Neubaur, grüne Wirtschaftsministerin in NRW, wurde Schirmfrau und erklärt, warum.

Claudia Fasse, Koordinatorin geTon | Initiative Gelbe Tonne
Gabriele Hässig, Geschäftsführerin Kommunikation und Nachhaltigkeit, Procter & Gamble Service GmbH
Barbara Meißner, Hauptreferentin, Deutscher Städtetag

Der Cradle to Cradle Ansatz feiert Vielfalt und strebt einen positiven ökologischen Fußabdruck an. Materialien werden als Nährstoffe gedacht und ohne Qualitätsverlust in Bio- und Technosphäre zirkuliert. Dabei geht es nicht darum Bestehendes zu verbessern, sondern darum neu zu denken und unsere Zukunft positiv zu definieren. Das Konzept wurde in den 1990er-Jahren von Prof. Dr. Michael Braungart mit der Vision mitentwickelt, Produkte und Prozesse zu gestalten, die für Mensch und Natur nicht nur weniger schädlich, sondern nützlich und gesund sind. Heute wird der Ansatz an Universitäten und Hochschulen gelehrt und ist in tausenden Produkten und Unternehmen verankert. Wo stehen wir 20 Jahre nach Beginn der Bewegung? Wie können Unternehmen im Sinne des Cradle to Cradle Prinzips intelligent designen und produzieren? Was erwartet uns in der Zukunft?                

Prof. Dr. Michael Braungart, Mitbegründer des Cradle to Cradle-Designkonzepts, Professor für Ökodesign und Geschäftsführer der BRAUNGART EPEA – Internationale Umweltforschung GmbH, sowie des Hamburger Umwelt Instituts (HUI)

17:00 Uhr

Ende Kongressprogramm Tag 1

Bessere Kommunikation für mehr Transformation.

Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA) lädt beim 15. Deutschen Nachhaltigkeitstag am 1. und 2. Dezember in fünf Kongressteilen zum Dialog über Kommunikation zur Nachhaltigkeit ein. Das Eröffnungsstatement kommt von Sandrine Dixson-Declève, Ko-Präsidentin des Club of Rome, die Closing Note von Sarah Ryglewski, Staatsministerin beim Bundeskanzler.

Live, virtuell, hybrid.

Sehen Sie Impressionen aus den drei sehr unterschiedlichen Jahren 2019 (live), 2020 (virtuell) und 2021 (hybrid). 

Portrait von Bundespraesident und Schirmherr Frank-Walter Steinmeier 2017.

Schirmherrschaft.

Erster Schirmherr war 2008 der damals amtierende Bundespräsident Prof. Horst Köhler. Anschließend übernahm Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel mehrere Jahre die Schirmherrschaft. Patron des zehnjährigen Jubiläums war 2017 Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier. Im Jubiläumsjahr 2022 wird Bundestagspräsidentin Bärbel Bas Schirmfrau des DNP.