Die Sieger.

Das enge Spitzenfeld besteht aus Unternehmen, die in vorbildlicher Weise reale Transformation umsetzen und als wirtschaftliche Chance nutzen.

BASF SE

Die BASF SE ist Sieger des
Sonderpreises „Ressourceneffizienz“ 2015.

BASF ist das größte Chemieunternehmen der Welt. Mit 113.000 Mitarbeitern produziert der Konzern an 390 Standorten weltweit, darunter an 6 Verbundstandorten. Mehr als 60.000 Produkte und Lösungen werden als Grundstoffe und Lösungen produziert und in fast allen Industrien und Regionen eingesetzt.

Ressourcen- und Energieeffizienz ist ein zentrales Ziel in der Nachhaltigkeitsstrategie der BASF. Als Grundstoffunternehmen verarbeitet es Millionen Tonnen physischer Ressourcen. Die Schwerpunkte liegen dabei sowohl im Kernbetrieb in der ressourcen- und energieintensiven Produktion als auch bei der Anwendung der 60.000 Produkte. Zu Beginn der Wertschöpfung ist die zunehmende Nutzung erneuerbarer Rohstoffe zur Substitution von Öl und Gas nach wirtschaftlichen Kriterien eine zentrale Frage zur Ressourcenschonung. Neben biobasierten Produkten hat BASF das „Mass-Balance“-Verfahren entwickelt, mit dem nachwachsende Rohstoffe zu Beginn der Wertschöpfung in den Verbund integriert werden und deren Anteil dann auf einzelne Produkte angerechnet werden kann. Im Kernbetrieb ist das Verbundkonzept ein Schlüssel für Ressourcen- und Energieeffizienz: An Verbundstandorten werden mehrere chemische Prozesse integriert produziert, so dass nicht nur die bei der Produktion entstehende Wärme eines Betriebs von anderen Betrieben als Energie genutzt werden kann, sondern auch Reststoffe des einen Prozesses als Rohstoffe für einen anderen. Damit werden die Erzeugung und der Verbrauch von Rohstoffen und Energie über die Prozesse effizient und intelligent verknüpft. So können z.B. 50% des Dampfs (51,2 Mio. t) aus Abhitzenutzung und Verbrennung von Produktionsreststoffen und die übrige Energie dank sehr effizienter Kraftwärmekopplung mit hohen Wirkungsgraden erzeugt werden. BASF spart so durch den Verbund 18 Mio. MWh Energie und 3,6 Mio. Tonnen CO2e pro Jahr sowie fast 1 Mrd. € Kosten ein.

Bis 2020 sollen die CO2e-Emissionen pro t Verkaufsprodukt um 40% reduziert werden (Basis 2002). Dank integriertem Abfallmanagement konnten 2014 16% der Abfälle verringert außerdem über den Umstieg auf über 100 Elektroautos für Betriebs-Pkw CO2-Emissionen weiter gesenkt werden. Weitere Schwerpunkte liegen in ressourcenschonenden Produkten, die BASF über „Sustainable Solution SteeringTM“ systematisch steuert: Treibstoffadditive helfen z.B., den Treibstoffverbrauch zu reduzieren, technische Kunststoffe ermöglichen im Automobilleichtbau die Reduktion von Gewicht und damit Verbräuchen, innovative Dämmmaterialien sorgen für einen geringeren Energieverbrauch in Gebäuden und Beschichtungslösungen für Windräder schützen die Anlagen und sorgen für Langlebigkeit. In Summe können so 520 Mio. t CO2e-bei Kunden vermieden werden – ein Vielfaches der internen CO2e-Emissionen bei BASF. Darüber hinaus schließt der Chemiekonzern Kreisläufe u.a. mit der Entwicklung biologisch abbaubarer Kunststoffe oder über Recycling (z.B. Platinrecycling bei Edelmetallen).

Die BASF hat mit ihrem Verbundkonzept über Jahrzehnte Maßstäbe für Ressourcen- und Energieeffizienz in der Branche gesetzt und so auch die eigene Wirtschaftlichkeit nachhaltig gesichert. Über die Chemiebranche hinaus ist der Verbund in der Diskussion um „Eco-Industrial Parks“ ein wichtiges Vorbild mit wertvollem Erfahrungsschatz bei der Gestaltung von ressourceneffizienten, integrierten Industriestandorten national wie inter-national. Die Jury würdigt BASF für ihre vorbildliche Umsetzung von Energie- und Ressourceneffizienz entlang der Wertschöpfung mit einer Prämierung mit dem Sonderpreis „Ressourceneffizienz“.

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