Im Rahmen des Forums Nachhaltige Architektur am 21. Oktober 2026 wurden die Finalisten und der Sieger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Architektur bekannt gegeben. Drei herausragende Bauprojekte standen im Finale und zeigten eindrucksvoll, wie zukunftsweisende Architektur und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen. Eines dieser Projekte wurde mit der renommierten Auszeichnung geehrt.

Die Josef-Schwarz-Schule in Heilbronn zeigt beispielhaft, wie nachhaltiger Bildungsbau ökologische, soziale und wirtschaftliche Verantwortung mit herausragender Architektur verbindet. Im Modellquartier Neckarbogen entstanden, entwickelt sie eine zukunftsweisende Antwort auf die Herausforderungen dichter innerstädtischer Standorte: Durch das konsequente Stapeln von Funktionen entstehen auf begrenzter Fläche großzügige, qualitätsvolle Lern- und Aufenthaltsbereiche. So wird wertvoller Stadtraum effizient genutzt, ohne auf Freiraum, Aufenthaltsqualität oder pädagogische Qualität zu verzichten.
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Der Umbau des Kultur- und Kommunikationszentrums naTo in Leipzig zeigt beispielhaft, wie sich ein bestehendes Kulturgebäude durch die konsequente Weiterverwendung vorhandener Ressourcen zukunftsfähig transformieren lässt. Anstatt den Bestand als Einschränkung zu begreifen, entwickelt das Büro SUMMACUMFEMMER aus den räumlichen und materiellen Qualitäten des Gebäudes eine überzeugende Strategie des Weiterbauens. Das Projekt verdeutlicht, dass nachhaltige Architektur nicht primär im Einsatz neuer Technologien liegt, sondern im intelligenten und kreativen Umgang mit dem Vorhandenen.
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Der Moabiter Kinderhof in Berlin zeigt eindrucksvoll, welchen wertvollen Beitrag auch ein kleineres Projekt zur sozialen Nachhaltigkeit eines Quartiers leisten kann. Die Architektur eröffnet durch differenzierte Innen- und Außenräume vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für Begegnung, Spiel, Sport und Rückzug. Die Räumlichkeiten stehen neben Kindern und Jugendlichen auch anderen Gruppen aus der Nachbarschaft zur Verfügung und stärken so den sozialen Zusammenhalt. Bereits in der Planungsphase wurden diese Nutzungsszenarien im Rahmen eines umfassenden partizipativen Beteiligungsprozesses gemeinschaftlich entwickelt. Die prägende Holztragstruktur aus vorgefertigten Regalmodulen bildet hierfür den räumlichen Rahmen.
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